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Blog von TeddeMehr

Wenn wo noch Ruhe herrscht ...

6. November 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Geradezu wohltuend ruhige Tage, nicht?

Wenigstens, wenn man Richtung neuer undurchsichtiger Bundestagsausgabe blickt.

Da ist seit der Konstituierung mit den ersten wichtigtuerischen Auftritten nun einstweilen nicht mehr viel. Und vor allem recht wenig von ein paar neu dort im Bundestag auftretenden Personen zu sehen. So irgendwie frisch Hinzugekommene.

Erst mal haben die, die ins Jahr-'17-Neuwahlexemplar gelangt sind - Bestimmte der Neuanlieferung -, noch ein klein wenig Pause. Bis zu den ganz großen herablassenden Parlamentsauftritten hat man Geduld an den Tag zu legen.

Die eine Partei dieses Parteiendoppels zumindest.

Die andere, die ebenfalls neu in diesen Bundestag einzieht, weil sie im letzten so überhaupt nicht vertreten war, befindet sich allerdings aus dem Stand und mit großtuerischem Gehabe in Koalitionsverhandlungen. Von wegen einer neuen Regierung, die sich bilden möchte.

Noch darf man das erwarten. Kann die Art Ruhezeit davor genießen. Die vor der Regierungsneubildung.

Auch deswegen, weil sich das, das mit diesen Verhandlungen für die Bildung der nächsten deutschregionalen Mehrparteienregierung, äußerst zäh anläßt. Sind auch die abgrundtiefsten Gräben zuzuschütten. Zwischen so Parteistandpunkten herrschen ziemliche Entfernungen, Verwerfungen.

Aus diesem Grund durchaus was mit Glück verbunden, wäre das Moment einer Regierungbildung fällig, wird das demnächst nicht doch eher eine Neuwahl.

Wobei: Eine Neuwahl, die könnte man so oder so schleunigst anberaumen, befände sich so eine Rechtsaußenpartei mit ihrem Unrat doch mal zufällig in einem gröberen Umfragetief.

Dann könnte man bei Neuwahlen sehen, ob die nicht doch in ihre angestammte Heimat zurückfinden könnten. Dorthin, wo sie daheim sind: unter den fünf Prozent. Alles dort unter fünf Prozent, das ist eigentlich IHRE Heimatwelt. In diese Heimatgefilde gehören SIE hin. Daheim ist daheim.

Keine Ahnung, warum die ihre warme Heimat verlassen mußten. Darüber kann man wirklich rätseln. Sind doch die klarsten Umrisse bei denen, daß sie sich jedes Prozentpünkchen unter den fünf Prozent gesichert haben müßten.

Daß man sagen könnte: Will man SIE wirklich nicht glücklich sehen? SIE, nicht zurück in ihrer altbekannten Heimat. Dort, wo sie alternativ beheimatet sind. IHRE wahre Heimatgefühlswelt.

Also, geschähe auch nur kurz das Moment, daß Umfragewerte sie im Niedergang vorzeigen würden, daß das mit der Neuwahl richtiggehend zwingend wäre. Daß ihnen ihr trautes Heimatempfinden von unter den fünf Prozent zurückkehren könnte. Sie wieder Ruhe und Frieden vor allem über den fünf Prozent hätten.

Oder möchte denn wirklich wer in so Tage vor Adenauer, Erhard zurück? Nur weil er das länger nicht mehr mitgekriegt hat, wie so was vor Adenauer, Erhard eigentlich war?

Das damals. Das aus den Jahren dreiunddreißig bis fünfundvierzig, braucht da denn wer irgendeine Kleinigkeit davon im Heute?

Dreiunddreißig bis fünfundvierzig, die allertristeten "reichsdeutschen" Jahre. Muff, Mief im Joch. Im Joch ist man reichsdeutsch gegangen.

So was dergleichen irgendwo nochmals miterleben zu wollen, wirklich. Da müßt man sich doch fremd vorkommen, bei solchen.

Das Leben in einem reinen Willkürstaat, in dem man hinten und vorne belogen werden konnte. In die falsche Richtung zu deuten war Programm. Nichts anderes als blenderische Lüge wurde den Reichsdeutschen vor- und aufgesetzt, nationalsozialistisch.

Die, die mit ihrer Partei vorherrschten, die versuchten ihr Bestes, die Reichsdeutschen bei allem mitzunehmen. Wie im Krieg die Wehrmacht mitgenommen wurde, daß nicht viel Unterschied zwischen der Wehrmacht und der SS aufkommen konnte.

Bei all ihrer gesamten Intoleranz, dem immer mehr werdenden Rassismus, in dessen Geist sie Konzentrationslager errichteten. Bei allem sollte man als Bevölkerung ruhigbleiben. Die Bevölkerung ist weitestgehend ruhiggeblieben. Die KZ waren ohnehin längst offen. Für jedermann, der Widerspruch einlegte, gegen das System. Und es gab da Personen, die Menschenrasse kannten, Köpfe mit Zirkeln vermaßen. Dinge zum Ausdruck brachten, die mit "Euthanasie" in Zusammenhang standen. "Unwertes Leben" wie "entartete Kunst". Es war einfach was groß mit der Frage nach Rasse; man hatte das Gehabe, entscheiden zu dürfen, wer leben sollte, wer nicht.

Diesen Ungeist wiederhaben zu wollen, nur wegen ein paar nachgeborenen Erbnehmern ...

Leuten, die das Erbe nicht ausschlagen konnten. Das durchaus ab und zu zum Ausdruck bringen, Jahr-'17-Gegenwart. Zu Zeiten des weltweiten Netzes, daß man versucht, einen mit derartigem Vorgestrigen, billig Revanchistischem für dumm zu verkaufen.

Geradezu, als gäbe es nicht das nächste, alles wahrhaftig Erhellende nur einen klickweit entfernt. Und für DIE und was SIE wollen ist nur die härteste, unromantischste Wahrheit gut genug, in Betracht zu ziehen.

 

 

 

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