Das Reinheitsgebot und das Gift
Man stelle sich vor, eine Schlagzeile eines Jahr-'17-Morgens: "Ein Minister versöhnt sich mit seiner Kollegin".
Tja, das Zwischenmenschliche ratzfatz wieder ins Reine gebracht.
Man kann wieder miteinander. Sieht nicht irgendwo aneinander vorbei. Und das, schon klar, es könnte helfen, bei so den anberaumten Koalitionsgesprächen. Für endlich eine beschlußfähige Regierung nach der oberseltsamen Jahr-'17-Wahl.
Eine Wahl, aus der sich ein selten urkomisches Jahr-'17-Bundestagsexemplar ergab.
Eins mit zwei zusätzlichen Parteien, die es in jenes Parlament spülte. Beide, die jeder Beschreibung spotten.
Weit jenseits ihres Unter-fünf-Prozent-Horizontes durften sie hoch hinaus geraten. So erfolgreich konnten sie Wählerstimmen fischen, irgendwie.
Mächtig angefüttert gehen die beiden rum. Haben was unsäglichen Gang.
Nun, zwei komissarisch weiter im Amt befindliche Minister haben keine zwischenmenschliche Konflikte mehr.
Nur, wie ist das mit den restlichen Konflikten an dem Platz?
Wenn sich etwa die Frage nach dem Reinheitsgebot des deutschen Bieres umfänglich stellt.
Vieles darf man da nicht, sonst darf man sich das mit dem Reinheitsgebot des Bieres nicht aufs Etikett schreiben.
Es stimmt ja auch weiterhin, das deutsche Bier wird weiter möglichst nach dem Reinheitsgebot gebraut. Alles ist wie immer.
Aber nur fast. Man hat dabei, in Sachen "Reinheitsgebot", glattweg was zu erwähnen vergessen: das Pestizid. Das Pestizid im Bier. Es steht nirgends draufgeschrieben.
Hat das denn nicht auch gewisse Auswirkungen auf das altbewährte Reinheitsgebot? Gilt das mit dem Reinheitsgebot für alles, aber nicht für Giftzeug?
Schließlich ist das unübersichtliches Gift im Bier, von dem man obskurerweise nie Genaures wissen möchte. Wirkung, schon klar, der eine oder andre wird alt damit. Vergleichbar das mit Churchill beim Thema "Rauchen".
Man hat es auch bereits den Leuten erzählt, daß das der Fall ist. "Glyphosat": im Bier nachgewiesen.
Es ist demnach was Giftsubstanz im Bier, und nichts auf der Welt tut sich deswegen. Es wird nichts von wegen des gerühmten Reinheitsgebotes rumgeschrien. Als ob hier nicht auch dem mit dem Reinheitsgebot widersprochen wäre.
Beinahe, daß alles Bier eventuell sofort aus dem Verkehr gezogen werden müßte. Vor allem, nachdem das nicht irgendwas ist. Sondern ein Pestizid. Ein toller Unkrautvernichter.
Aber, obwohl nachweislich Giftstoff im Bier ist, darf es weitergetrunken werden. Glas um Glas.
Allem Reinheitsgebot zum Trotz. Das steht auf keiner Etikettbeschriftung: "mit Glyphosat als Zusatzstoff mit gebraut.Trinken, bitte auf eigene Gefahr. Für Risiken und Nebenwirkungen wird keine Haftung übernommen".
Dassselbe des Bölkstoffs, tatsächlich beim Wein dito zu betrachten. Dort soll Glyphosat auch lange beim Trinken inbegriffen sein.
Den Wein liefert man ebenso wie das Bier weiterhin als naive Ware aus.
Nirgendwo die allerkleinste Erwähnung dieses einen schädlichen Zusatzstoffes. Der mit beinhaltet ist.
Erwähnt wird das mit dem allgegenwärtigen Giftzusatz eher nebenher. Man spricht dabei davon stets auf eine verharmlosende Weise. Als ob nichts wär.
Wobei: bei anderem wird durchaus groß herumgesponnen, was das Reinheitsgebot anbetrifft.
Bierbrauer zum Beispiel, die was anderes als das normale Bier brauen wollen, mit ein paar so Zusätzen mit dabei, denen werden mancherlei Knüppel zwischen die Beine geschmissen.
Bloß, an der Stelle, bei einem Pestizid, stört sich scheint's keiner an irgendwas. Daß das trotz dem Reinheitsgebot, auf das man dermaßen viel Wert legt, in der trauten Trinkware ist.
Da werden keine Besonderheiten von irgendwelchen Bierbrauern verlangt. Den Winzern.
Keine besonderen Klagen, Besorgungen gibt's. Von wegen der Reinheit des Bieres. Das denn nicht rein ist. Daß das Reinheitsgebot eigentlich mit dem Giftzusatz nicht eingehalten ist.
Direkt wird hier getan, als wäre was Pestizid weniger schlimm als irgendwas sonst.
So geht das gerade zu hier.
Alles hätte mit dem Reinheitsgebot was zu schaffen, aber nicht das mit dem Pestizid im Getränk beständig mit dabei. Rigoroses Giftzeugs, das massivest auf die Natur, Grund und Boden wirkt.
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