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Blog von TeddeMehr

1. Teil: 9.4

1. Mai 2020 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #dreimal erwachen

Susan, der Wallach, suchte wieder den beschreitbaren Pfad. Seelenruhig. Als wäre nie irgendwas gewesen. Hätte es keine Vorfälle gegeben, die mit seinem Reiter was zu tun hatten: Jo, dem Revolvermann.

Ein Glück war das, daß Susan, der Wallach, nicht nachtragend war. Eine stoische Art hatte Susan, der Wallach, während Jo, der Revolvermann, sich dies und das überlegt hätte, wäre er an der Stelle Susans, des Wallachs, gewesen.

Vielleicht hätte er sich als Susan, der Wallach, irgendwann spontan aufgebäumt, hätte Jo, den Revolvermann, gar abgeworfen. Um davonzugaloppieren, ohne noch mal nach Jo, dem Revolvermann, zu fragen. Ein Rückkehr zu Jo, dem Revolvermann: ausgeschlossen. Vollkommen gleichgültig, wie es Jo, dem Revolvermann, späterhin erging, auf der Suche nach dem nachhaltigen Tritt.

 

Die Wolkenfläche, irgendwie verlor sie an Dichte. Was mit der etwas steiferen Brise zu tun hatte, die wehte.

Linker und rechter Hand von Jo, dem Revolvermann, daß verschiedene Wolken richtig im Sausetempo vorüberflogen.

So recht nahe kamen die vom Wind angeschobenen Wolkengebilde jedoch nicht. Es war nicht so, daß Susan, der Wallach, den Einfall Jo's, des Revolvermannes, in die Tat umsetzen hätte können, mal zu Abwechslung von einer Wolke zur anderen rüberzuwechseln.

 

So ein unbestimmtes Gefühl hatte Jo, der Revolvermann, daß er bald festzustellen hatte, wohin seine Reise ging. Nach irgendwohin war er unterwegs.

Irgend Unbestimmtes sollte er irgendwo anstellen. Anders war hier nichts zu begreifen. Schließlich war er Jo, der Revolvermann, derjenige mit zwei Sechsschüssern in den Lederholstern.

Schnell zu ziehen, dazu war Jo, der Revolvermann, fähig. Außerdem konnte Jo, der Revolvermann, unterhalb der Stirn genau zwischen die Augen treffen.

Oder, weswegen sollte er, Jo, der Revolvermann, sonst an diesen Ort eingetroffen sein?

Jo, der Revolvermann, er war Kopfgeldjäger. Keine Gnade kannte Jo, der Revolvermann. Sicherlich war die Wolkenreise nicht mit reinem Vergnügen in Verbindung zu bringen. Mit einem Ausritt ins Blaue hinein.

 

Etwas stand unmittelbar bevor. Jo, dem Revolvermann, hätte lediglich was einfallen müssen. Vielleicht der Zweck der Reitexpedition. 

Es war geradezu so, daß er um einiges mehr wußte. In einer Sekunde war ihm sein Wissen präsent, um augenblicklich dem Vergessen anheim zu fallen.

Susan, der Wallach, schnaubte. Nochmals schnaubte  Susan, der Wallach. Seine Aufmerksamkeit richtete Jo, der Revolvermann, wieder auf seine Umgebung.

Das Geschnaube Susans, des Wallachs, hatte einen Grund. Jo, dem Revolvermann, wollte die Geschichte ebenfalls nicht gefallen: DIe eine Wolke, auf der Susan, der Wallach, vorantrabte, verblies sich rasch. Hatte bei klarster Sicht kaum mehr Größe, Ausdehnung.

Geradezu ins Nichts verblaßte das Weiße. Im Schritt, daß Susan, der Wallach, verhielt; an ein Weitertraben war nicht das bißchen mehr zu denken.

 

Richtig unverhafftes Glück, daß eine Nachbarwolke heranschob.

Susan, der Wallach, der das ebenso wie Jo, der Revolvermann, mitkriegte, wartete auf nichts; schon gar nicht auf irgendwas seines Reiters. In die Richtung der Wolke, wandte sich Susan, der Wallach, prang mitsamt Jo, dem Revolvermann, im Sattel ab, landete inmitten von altvertrautem Wolkenweiß.

Wie Zuckerwatte, daß es rund um Jo, dem Revolvermann, aussah. Jedoch, ohne daßsich an irgendwas wo festklebte. Bloß naß, daß es sich an den Fingern Jo's, des Revolvermannes, anfühlte. 

Dagegen war die andere Wolke, auf der Susan, der Wallach, mit Jo, dem Revolvermann, am Rücken solange dahintrottete, Trockenheit gewesen.

 

Susan, der Wallach, der eindeutig nach der Seite weg abbog. Obwohl Jo, der Revolvermann, nicht das geringste unterhalb erkennen konnte. Mußte Jo, der Revolvermann, aber auch nicht. Eigentlich konnte ihm das genügen hatte, daß die Hufe Susans, auf diesem Untergrund festen Halt fanden. Daß sich nichts daran änderte, daß auf die Instinkte Susans, des Wallachs, Verlaß war.

Schlangenlinienförmiger wand sich der begehbare Pfad, den Susan, der Wallach zu nehmen hatte. Anders als in dem früheren Wolkenweiß, in dem eher geradlinig voranzukommen war.

 

Das Weißlichwattierte, es gewährte keinen Blick auf den Untergrund. Anders, als bei der anderen Wolke. Überdies hatte Jo, der Revolvermann, den Eindruck, daß sich Susan, der Wallach, beim tapsigen Voranschreiten alles andere als sicher fühlte. Susan, der Wallach, verhielt sich, als könnten sich die unterschiedlichsten Ereignisse einstellen. Auch die, daß Susan, der Wallach, durch einen Schrittirrtum einsinken könnte. Mit unabsehbaren Folgen.

Von Moment zu Moment fühlte Jo, der Revolvermann, sich gereizter. Obwohl es der reinste Irrsinn war, was er bei Susan, dem Wallach, unternahm haute er dem Pferd mit der ledernen Reitpeitsche auf das Hinterteil. Forderte dazu auf, mal in der Gangart zuzulegen.

Zum gegenüberliegenden Ende der seltsamen Wolke sollte Susan, der Wallach, so geschwind wie es nur ging. Auch im Galopp. Außerdem mußte Susan, der Wallach, schnell sein, um bei erster Gelegenheit aus dieser Wolkengegend auf die nächste hinüberzuwechseln.

 

Susan, der Wallach, wieherte aufgebracht. Woraufhin Jo, der Revolvermann, die Ledergerte  am Sattelgriff festmachte. Anschließend die Lederschlaufe vom Hahn des Sechsschüssers an der rechten Hüfte wegnahm.

Fest entschlossen, war Jo, der Revolvermann, sollte Susan, der Wallach, sich widerborstige Dinge erlauben, IHM mindestens eine Kugel reinzujagen.

Auf die Hinterläufe hochzusteigen, in der Absicht, seinen Reiter abzuwerfen, das war nicht ungestraft drinnen, für Susan, den Wallach.

Tatsächlich gestattete Susan, der Wallach, sich nichts, schien die Entschlossenheit seines Herrn und Besitzers zu spüren.

Gehorsam ließ Susan, der Wallach, die Vorder- und Hinterbeine fliegen. Auch in dieser Wolke war das Galoppieren eine Möglichkeit.

 

 

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