1. Teil: 13.9
27. Oktober 2020 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #dreimal erwachen
Alle eingegebenen Kennziffern stimmten aufs erstemal. Ganz entgegen von Joachims Ängsten, Sorgen. Wie immer er das fürchtete, daß er mal ein Phon hatte, wenn er die Zahlen falsch eingab.
Öfters als dreimal, das war nicht erlaubt. Spätestens beim drittenmal mußte der Versuch sitzen. Und hier saß die Geschichte aufs erstemal, obwohl ...
Eigentlich hätte er nichts befürchten brauchen. Unglaublicherweise stimmten die Zahlen. Auf Anhieb waren die Zugangsdaten genommen worden.
Besser konnte es überhaupt nicht zugehen; mußte mit dem Unterbewußten etwas zu schaffen haben. Nur dadurch zu erklären, daß er die einmal gelernten und tausendfach gebrauchten Zahlenreihen fast automatisch in Petto hatte.
Bewußtes Erinnern, Denken, das war nicht notwendig, wenn eingegebene Zahlen paßten.
Sofort die eine Nummer Margas zum Vorschein zu bringen, auf das grüne Telefon am Phon zu tippen - das war es nicht, was er sich selber angesagt hatte, was er tun sollte.
Vorgenommen hatte er sich, das eine nicht wieder anzustellen, Marga anzuwählen oder Marga was hinzutippen.
Und doch war die Geschichte erneut. Wiederholte sich eine Szene. Was Joachim, sich selber anbetreffend, mächtig anstank.
Was hätte er allerdings an sich gegen sich selber unternehmen können? Wenn er meinte ...
Nicht das bißchen war er in der Lage, sich an das zu halten, was er sich vorgenommen hatte. Anscheinend, das eine, sich auf sich selber verlassen zu können, das war hier nicht drinnen.
Kein Stück. hatte er das gemacht, nicht das umgesetzt, was er eindringlich zu sich gemeint hatte. Regelrecht beschworen hatte er sich, das eine bleibenzulassen. Ganz einfach es zu unterlassen.
Nichtsdestotrotz ...
Nichts anderes hatte er unternommen, als die eine Nummer Margas anzuwählen. Und dann zu warten, was sich am anderen Ende der Leitung tat. Sonst interessierte ihn anscheinend nichts.
Die eine Nummer, die Marga ihm doch noch mal bekanntgemacht hatte.
Das mußte er dringend wissen, ob Marga das weiter noch gestattete, daß Joachim sie, tippte er auf die Speichernummer, anrufen oder ihr schreiben konnte.
Marga hätte die Nummer mittlerweile gewechselt haben können.
Aufgelegt wurde von Joachim sofort nach mehrmaliger Tuterei.
Aufgeregt. Ängstlich. Heiß war ihm. Beinahe fürchtete er den Moment, wenn Marga dranging.
Aufs neue betätigte Joachim nervös die Anrufsfunktion.
War denn drinnen, daß Marga die gespielte Melodie hörte. Konnte vorkommen, daß Marga ihr Phon nicht lautlos gestellt hatte.
Dann ließ Joachim seinen Anruf durchgehen. Um bei Margas Nummer nichts anderes zu erlauschen, als Margas altbekannte abgespeicherte Mailbox-Ansage.
Margas Speicherplatz-Stimme, die zum Lauschenden meinte: "Hier ist Margas Mailsbox. Du willst was von mir ... Ob ich aber auch was von Dir will ...? Hast Du mir was zu erzählen, dann nach dem - PIEP!"
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