"Briefprotokolle der Detektei" (20.02. - 12.04.), No. 2
Schreiben der Detektei Umschau an Herrn Doktor Gregorius Weil-Esch, Datum: 10.03.xxxx
"Sehr geehrter Herr Doktor Weil-Esch,
am letzten Montag war Frau Ramona Gleibt das letztemal an ihrem Arbeitsplatz in der Bankfiliale.
Seit Montag am späteren Abend: keine Spur mehr von Ramona Gleibt nirgends. Ramona Gleibt bleibt spurlos verschwunden.
Ramona Gleibt kehrt nicht in ihre Stadtrandwohnung zurück. Ramona Gleibt läßt sich nicht auf dem Bauernhof von 'Gestärktes Leben e.V.' sehen. Zimmer 16 im Hotel Bertha, das Ramona Gleibt in jüngster Zeit eher bewohnte als ihre eigene Wohnung, verlassen von Ramona Gleibt.
Herr Augustin und Agathe haben sich am Mittwoch aufgemacht, nachzuforschen, ob Ramona Gleibt nicht in der Villa Eberhardt aufgetaucht sein könnte.
Bei ihrer Mutter Ramona Sonja in der Villa ihres Verlobten Eberhardt hat Ramona Gleibt sich allerdings auch nicht eingefunden. Ramona Gleibts Mutter Ramona Sonja weiß auch nur, was alle Welt von Ramona Gleibt weiß.
Die Angestellten Eberhardts, des Immobilienmaklers, bestätigen das. Keiner von ihnen hat irgendwas von Ramona, der Tochter von Eberhardts Bald-Ehefrau, gesehen.
Die Küchenhelferin, mit der Agathe ins Gespräch gekommen ist, meint, es hätte ein Extragedeck gegeben, wäre Frau Gleibts Tochter Ramona zu Besuch.
Auch von der Putzkolonne, die dienstags und donnerstags in die Villa Eberhardts, eingelassen wird, hat niemand in der Villa Eberhardt eine Person gesehen, die Ramona Gleibt sein könnte.
Fazit: Kein Mensch hat eine Ahnung von Ramona Gleibt gegenwärtigem Aufenthalt.
Wir von der Detektei Umschau geben uns durchaus die Schuld daran geben, daß Frau Ramona Gleibt nirgends mehr ist.
Es bleibt dabei: Das letzte Mal, daß Ramona Gleibt von einem Mitarbeiter der Detektei Umschau gesehen wurde, war am Dienstag, nachts. Gegen halb drei Uhr.
Gegen viertel über ein Uhr ist Ramona Gleibt zur Haustür des Gebäudes, in dem Josef Hänsel seine Wohnräume hat, hinausgestürmt.
In ihr Auto ist Frau Ramona Gleibt gesprungen, hat den Motor angelassen, ist abgedüst.
Thomas, der Ramona Gleibt hinterherfuhr.
Regine blieb zurück, ist in Josef Hänsels Wohnung hinaufgelaufen.
Durch die Gegend ist Ramona Gleibt ein paar Minuten gefahren. Dann hat Ramona Gleibt die nächste Autobahnauffahrt genommen.
Eindeutig, der Peilsender übermittelte für Thomas die Daten, Ramona Gleibt wolle Richtung Geiersdorf.
Geiersdorf, die richtige Sicht auf die Dinge. Genau die Abfahrt von der Autobahn runter, die Ramona Gleibt nahm, um kurz darauf die Kurvenstrecke Richtung Geiersdorf hinaufzufahren.
Oberhalb von Geiersdorf hat Frau Ramona Gleibt nach einer langgezogenen Kurve auf einer für solche Möglichkeiten vorgesehenen Straßenrandpassage geparkt.
Als Thomas sein Fahrzeug gewendet hatte, zurückgefahren war, stand der Wagen Ramona Gleibts, als Thomas vorübergefahren kam, immer noch an gleicher Stelle.
Thomas hat sein Fahrzeug weiter unten abgestellt, ist hinausgehüpft und die Anhöhe hochgelaufen, Frau Ramona Gleibts Auto zu beobachten, eventuell laufende Bilder mit der Digitalkamera zu schießen. Solche für eine spätere Aufhellung.
Eine Stunde verstrich, während sich bei Frau Ramona Gleibts Auto nicht das geringste abspielte. Dafür war Thomas auf seinem Beobachtungsposten langsam durchgefroren.
Dort, wo Frau Ramona Gleibt ihren Wagen hingeparkt hatte, fing ein Meter weiter dichter Wald an. Fichten dicht an dicht. Auf seine Armbanduhr schaute Thomas, eine Viertelstunde nach zwei Uhr war es. Wieder, daß Thomas nach Ramona Gleibts Auto blickte. Einen Momentchen, ein dunkler Schatten huschte. Schnell trat jemand von hinter einem Baumstamm hervor.
Die Flüchtigkeit eines Augenblicks war das im Neonröhrenlicht der Kurvenlampe eine männliche Gestalt, Hut auf, gekleidet in einen hellen Mantel. Konnte ein Trenchcoat sein.
War ein Trenchcoat. Die von Thomas von der Szene verfertigten Bilder zeigen das.
Aber eben nur das, daß der, der zwischen dem Baumbestand herausmachte, einen Trenchcoat anhatte, einen Filzhut am Kopf trug. Von einem Gesicht gewahrte Thomas nichts, und auf der Kameraaufnahme war trotz Bildbearbeitung nicht mal eine Nasenspitze zu erkennen. Als hätte der was vorm Gesicht.
Die Beifahrertüre am Fahrzeug Frau Ramona Gleibts riß die Trenchcoat-Type auf, warf sie zu.
Alles so geschwind, daß Thomas glauben hätte können, da wäre überhaupt niemand gewesen. Hätte er die Filmszene nicht gehabt.
Einer, in dem Thomas Herrn Drakonie Rupertus Wank vermutete, saß im Innern von Ramona Gleibts Fahrzeug, war mit Ramona Gleibt zusammen.
Als Thomas sich von seinem Beobachtungsposten zwischen den Bäumen herausbegab, um die Geiersberger Bergstraße wie ein nächtlicher Spaziergänger hochzuspazieren, startete Frau Ramona Gleibt den Motor, fuhr an und wendete. Die Richtung nach Geiersdorf hinab, die Frau Ramona Gleibt nahm; an Thomas vorüber, Thomas, der zu Frau Ramona Gleibts Wagen hinüberguckte, nur den Umriß Ramona Gleibts wahrnahm.
Zu seinem Auto rannte Thomas hinunter, nahm die Verfolgung von Frau Ramona Gleibts Auto auf.
Allerdings, das Peilsendersignal bewegte sich schon nicht mehr weiter. Und da sah Thoma ein Auto auf der gegenüberliegenden Straßenseite geparkt. Thomas war sich dessen im Vorbeifahren sicher, daß das Ramona Gleibts Wagen war.
In einer Seitenstraße in Geiersdorf, daß Thomas sein Fahrzeug wendete, wieder die andere Fahrrichtung.
Es stimmte. Am Straßenrand stand Frau Ramona Gleibts Wagen hingeparkt. In einen Feldweg war Ramona Gleibts Wagen eingefahren.
Mit seinem Phone piepste Thomas Regine an, erklärte Regine, die das Gespräch annahm, die Situation.
Zehn Minuten nach seinem Anruf fand sich Regine bei Thomas.
Eine halbe Stunde warteten Thomas und Regina, ehe sie beide sich vorsichtig zu Frau Ramona Gleibts Auto hinbegaben, mit ihren Taschenlampen hineinleuchteten.
Das Fahrzeuginnere war leer. Weder Frau Ramona Gleibt noch der, der oben an der Kurve zu Frau Ramona Gleibt zugestiegen war, befanden sich drinnen im Wagen.
Seit dieser Dienstagnacht letzter Woche wurde Frau Ramona Gleibt von niemandem mehr gesehen.
Tags darauf hat ein Bauer, dem das nicht paßte, daß Frau Ramona Gleibts verlassener Wagen dort am Rand des Feldwegs geparkt herumstand, den Fahrweg versperrte, den Abschleppdienst angerufen.
Von der Abschleppdienstfirma Zwick wurde die Polizei eingeschaltet.
Damit kam die gesamte Maschinerie in Gang.
Frau Ramona Gleibt, die Autobesitzerin, konnte von den Polizeibehörden nicht ermittelt werden.
Am Dienstagvormittag erschien Frau Ramona Gleibt nicht an ihrem Arbeitsplatz in der Bankfiliale. Frau Ramona Sonja Gleibt, die Mutter von Frau Ramona Gleibt, wurde im Laufe des Dienstags verständigt. Ist zusammen mit ihrem Verlobten Eberhardt in der Gegend eingetroffen.
Eberhardt, der Immobilienmakler, und Frau Ramona Sonja Gleibt reisten am selben Abend wieder ab.
Bis heute ist Frau Ramona Gleibt nicht wieder aufgetaucht. Nicht in ihrer Wohnung. Nicht im Hotel Bertha. Obwohl Herr Josef Hänsel eigentlich wohlauf ist.
Alle Fahndungsmaßnahmen durch die Polizeibehörde, in den lokalen Medien, Zeitung, Funk, Fernsehen, soziale Netzwerke, erbrachten kein Ergebnis.
Gleichzeitig ist aber auch Tatsache, daß bis heute kein Leichnam Frau Ramona Gleibts aufgefunden wurde. Was heißt, Frau Ramona Gleibt könnte noch am Leben sein.
Möchte jetzt hier ganz von vorn anfangen: Sie, Herr Doktor Weil-Esch, Sie hatten mich in den Büroräumen der Detektei Umschau angerufen. Mir haben Sie mitgeteilt, daß Sie mit den momentanen Ergebnissen der Arbeit der Detektei Umschau unzufrieden sind.
Sie haben zu mir gemeint, daß, wenn uns, uns von der Detektei Umschau, eine Person, die Herr Drakonie Rupertus Wank sein könnte, an der Tankstelle auftaucht, wir in der Lage sein sollten, ihr hinterherzugehen.
Später haben die Detektive der Detektei Umschau sogar noch mal Glück, sehen beide die betreffende Person zu Ramona Gleibt in das Fahrzeug steigen. Ohne daß einer der Detektei Umschau in der Lage gewesen wäre, das Geheimnis dieser Zielperson und seiner Begleitung weiter aufzuhellen. Weil jeder Mann, jede Frau der Beobachtung durch die Detektive der Detektei Umschau entkommen sei.
Namen brächten wir von der Detektei Umschau wieder ins Spiel bringen. Der Name Manuela Dombrowski, der bei uns Erwähnung fand.
Wir sollten dann aber auch gut was dafür tun, Licht in das Dunkel bringen, was das mit Herrn Drakonie Rupertus Wank war. Oder mit Manuela Dombrowski. Entweder war diejenige tot oder nicht.
Sie, Herr Doktor Weil-Esch, sprachen davon, daß die Mitarbeiter der Detektei Umschau im gleichen Hotel wie Ramona Gleibt wohnten. Da müßten die für ihre Arbeit bezahlten Detektive irgendwann mehr davon mitbekommen können, was genau bei Frau Ramona Gleibt in dem Hotel los wäre. Schließlich müßte das einen Zweck haben, daß Ramona Gleibt im Hotel Bertha wohnt, statt daheim in ihrer Wohnung. Ramona Gleibt, die für ihre Stadtrandwohnung weiterhin Miete zahlt. Während die Kosten des Hotelzimmers die Mietsumme um ein Vielfaches übersteigen. Fast den ganzen Rest ihres Gehalts, das sie bei der Bank verdiente, fraß das Wohnen im Hotel Bertha bei Ramona Gleibt auf.
Das wäre doch ein Ding der Unmöglichkeit, daß kein Detektiv der Detektei Umschau eine Ahnung hätte, mit wem sich Ramona Gleibt im Hotel Bertha träfe. Unbegreiflich, daß die Mitarbeiter der Detektei Umschau niemanden blicken könnten, obwohl sie sich knapp nebendran im selben Hotel aufhielten.
Keiner der Detektei Umschau wäre dazu in der Lage, trotz der nächtlichen Beobachtung mit Nachtsichtgeräten, die Frage zu beantworten, ob Manuela Gleibt des Nachts nun von jemand besucht wird oder nicht. Was sich während der Nacht bei Ramona Gleibt abspielte, ob am Hotelgang oder außerhalb des Hotels, davon müßten wir mit unseren technischen Möglichkeiten was zu Gesicht bekommen. Müßte einer der Detektei Umschau doch auf Wachtposten stehen können, das mitzukriegen. Schlafen könnte einer der Detektei Umschau, wenn Ramona Gleibt in der Arbeit war.
Nun also, nach dem Telefongespräch von Ihnen mit mir, Herr Doktor Weil-Esch, hat es im Hotel Bertha einen Stromausfall gegeben. Von Thomas verursacht. Damit hatten die überall im Hotel Bertha angebrachten Überwachungskameras einen mehrminütigen Ausfall, und Regine ist in Zimmer sechzehn, das Ramona Gleibt im Hotel Bertha bewohnt, hineingeschlüpft.
Gelungen ist es Regine, das Zimmer Ramona Gleibts zu verwanzen, ein Kamera zu installieren.
Als der Strom im Hotel Bertha nach ein paar Minuten wieder eingeschaltet war, war Regine lange draußen aus Zimmer sechzehn.
Noch am selben Tag war Herr Augustin, der Verantwortliche der Detektei Umschau in Fragen Netzwerke-Problematik, nachmittags bei Thomas und Regine im Hotel Bertha zu Besuch.
Herausgefunden hat Herr Augustin, daß das Netz für das Internet, das im Hotel Bertha von den Gästen und der Hoteldirektion genutzt wird, nur sehr ungenügend geschützt ist.
Wenn Ramona Gleibt davon was wußte, hat Ramona Gleibt für sich nicht viel dagegen unternommen. Im Nu hatte Herr Augustin Zugriff auf Frau Ramona Gleibt Anschluß in Zimmer sechzehn. Alles, was Ramona Gleibt ab dem Abend anstellte, machte sie auf ihrem Zimmer ihren Klapprechner an, konnten Regine und Thomas genauestens mitbekommen.
Was wir von der Detektei Umschau dadurch herausgefunden haben ...
Oft und lange hat Ramona Gleibt mit Freundinnen und Arbeitskolleginnen telefoniert. Ramona Gleibt hält sich gerne in Sex-Chats auf. Bilder von sich hat Frau Ramona Gleibt am Rechner parat hat, die sie in eindeutigen Posen zeigen. Auch mit einem oder zwei Männern.
Alles ältere Aufnahmen. Weil sich bei Ramona Gleibt gegenwärtig nicht viel abspielte, was das Thema Sex anbetraf.
Um mal nicht erkannt zu werden, sollte ein Foto von ihr irgendwo weitere Verbreitung finden, trägt Ramona Gleibt, die Bankangestelle, auf den Bildern diverse Perücken in allen möglichen Farben. Auch grün, pink. Total überschminkt hat Ramona Gleibt sich auf den Bildern, daß man zwei-, dreimal hinsehen muß, Ramona Gleibt zu erkennen.
In einem Chat mit dem Portalnamen Hexenweiber hatte Frau Ramona Gleibt sich am Sonntag, einen Tag vor ihre Verschwinden zwei Stunden lang von zweiundzwanzig bis knapp vor null Uhr aufgehalten.
Als bewitchedMona unterhielt Ramona Gleibt sich mit anderen. Die sich HerrinKarin, bloddIce, femincubus, HexeCarlotta und so nannten.
Lange drehte es sich eigentlich harmlos um Musikgruppen, Tanzen, Mode, Männer, Sex.
Als Regine anfing, Thomas, neben ihr im Zimmer, zu erörtern, sie könnte sich doch schnell auch bei den Hexenweibern anmelden, zeigte sich eine mit dem Spitznamen stingyslut.
stingyslut machte das Thema auf, wie man beim Blutopfer den Dolch am besten führt. Einmal beim Tier. Dann beim Menschen.
Bei den Zeilen und kleinen Texten hat Ramona Gleibt nicht viel dazugeschrieben. Den Chat hat Ramona Gleibt eine Viertelstunde vor Mitternacht verlassen. Vielleicht nur deswegen, weil bei ihr das Phone geläutet hat, ihre Mutti Ramona Sonja, die dran war.
Der Grund, warum Mutter Ramona Sonja bei Tochter Ramona angerufen hat, war, Mutter Ramona Sonja hatte mit Eberhardt, dem Immobilienmakler, mit dem sie verlobt war, gestritten. So heftig, der Streit, daß Mutter Ramona Sonja sich in einem Schlafzimmer der Villa Eberhardt eingesperrt hatte. Nachdem Ebi ihr in seiner Wut zu heftig nachgekommen war. Jetzt fragte Mutter Ramona Sonja ihre Tochter Ramona, ob sie die Polizei anrufen sollte. Weil Ebi immer noch schlimm bliebe, sich nicht beruhigen wollte.
Das war der Sonntag.
Am Montag ging Ramona Gleibt tagsüber normal in die Arbeit. Seit Montagabend ist Ramona Gleibt bis zum heutigen Tag abgängig.
Nirgendwo wurde Ramona Gleibt seit Montag am Abend gesehen. Wie oben bereits geschrieben, findet Ramona Gleibt sich nicht an ihrem Arbeitsplatz ein. Nicht in ihrer Wohnung. Oder im Hotel Bertha.
Aber auch bei Herrn Josef Hänsel meldet sich Ramona Gleibt nicht. Obwohl Ramona Gleibt abends aus der Haustür von Josef Hänsels Wohnhaus herausstürmte.
An dem mit Josef Hänsel, an dem sind wir von der Detektei Umschau eigentlich schuld.
Wir von der Detektei Umschau wußten, daß Josef Hänsel sehr an einer Wiederbelebung seiner Beziehung zu Ramona Gleibt interessiert war. Und weil Sie, Herr Doktor Weil-Esch, mit unserer detektivischen Arbeit nicht zufrieden waren, mit der Ereignislosigkeit bei Ramona Gleibt, hatten wir von der Detektei Umschau uns schnell was überlegt.
Mit uns von der Detektei Umschau wollte sich Ramona Gleibt nicht mehr treffen, kein weiteres Wort mit uns wechseln. Deshalb fiel er uns ein: Josef Hänsel. Josef Hänsel, derjenige, der gerne wieder mit Ramona Gleibt zusammengekommen wäre. Wobei wir Josef Hänsel vielleicht helfen konnten.
Regine hat Josef Hänsel in seiner Stadtrandwohnung aufgesucht. Im Sinne der Detektei Umschau hat Regine mit Josef Hänsel geredet. Mit allem, was Regine ihm vorschlug, war Hänsel einverstanden. Josef Hänsel sagte zu Regine, daß er, wenn er mit Ramona Gleibt zusammen war, die Gespräche in für uns von der Detektei Umschau interessante Bahnen lenken wolle.
Daraufhin hat Regine Josef Hänsel die Telefonnummer von Herrn Eberhardts Villa gegeben. Ramona Gleibts Mutter Ramona Sonja sollte Josef Hänsel in der Villa Eberhardt ans Telefon kriegen, Mutter Ramona Sonja den Sachverhalt seiner Liebe zu ihrer Tochter Ramona auseinandersetzen, Mutter Ramona Sonja fragen, ob sie ihm, Hänsel, nicht helfen könnte. Ihm die Mobilfunknummer ihrer Tochter Ramona sagen.
Ohne lange zu zögern, hat Josef Hänsel Ramona Gleibts Mutter Ramona Sonja auf der Stelle antelefoniert.
Als Frau Ramona Sonja Gleibt Josef Hänsel fragte, woher dieser die Telefonnummer Ebis, ihres Verlobten, hätte, antwortete Hänsel, daß es gute Geister auf der Welt gäbe. Die guten Geister wüßten, daß er, Hänsel, Ramona, ihre Tochter, immer noch liebe. Gerne würde er, Josef Hänsel, wieder ein paar Zeilen mit Ramona schreiben. Oder mit Ramona telefonieren. Dann, wenn Ramona erst wüßte, wie sehr ihr Hänsel sie liebe, würde Ramona bestimmt bald wieder zu ihrem Hänsel zurückgekehrt sein.
Noch mal wiederholte Josef Hänsel es bei Ramona Gleibts Mutter, daß er Ramona einfach nicht vergessen könnte. So, wie in Ramona, wäre er, Hänsel, noch in keine zuvor verliebt gewesen. Seit Monaten hätte er alles versucht, Ramona aus dem Kopf zu bekommen. Vergebens. Am Schluß mußte er immer an Ramona denken, wie sehr er sich Ramonas Rückkehr wünschte.
Von Ramona Gleibts Mutter kriegte Josef Hänsel die neueste Nummer ihrer Tochter Ramona zum Mitschreiben aufgesagt. Ramonas Mutti brachte es Josef Hänsel gegenüber zum Ausdruck, daß sie hoffe, daß er, Hänsel, Ramona zurückgewinnen könnte. Schließlich wären Ramona und er immer so ein wunderbares Paar gewesen.
Als er Ramona Gleibts Nummer hatte, begann Hänsel sofort mit dem Schreiben von Kurzmitteilungen.
Eigentlich überraschend für Regine und Thomas, die bei Josef Hänsel dabeisaßen, daß Ramona Gleibt auf jede von Hänsels Nachrichten antwortete.
Vor Freude tanzte Josef Hänsel in der Gegenwart Regines und Thomas' um seinen Wohnzimmertisch herum.
Die Freude Josef Hänsels wurde noch größer, als Ramona Gleibt ranging, als Hänsel ihre Nummer wählte.
Dies und das redete Josef Hänsel mit Ramona Gleibt. Alte Sachen aus ihrer Beziehung, als Josef Hänsel und Ramona Gleibt sich eben erst frisch kennengelernt hatten.
Beim Eisessen im Park Westland, einem Vergnügungspark, hatte Ramona Gleibt sich ihr weißes Kleid dermaßen mit Schoko-Eis bekleckert, daß sie das am liebsten ausgezogen hätte. Oben ohne, nur im Unterhöschen im Park herumrennen, das wäre auch nicht schlimmer als überall in dem Kleckerkleid durch die Gegend zu füßeln, hätte Ramona gemeint.
Den Lautsprecher hatte Josef Hänsel an seinem Phone an, und Regine und Thomas hörten das Lachen Ramona Gleibts.
Weiter schaffte Josef Hänsel es, Lacher bei Ramona Gleibt zu erschaffen. Am Schluß war Ramona Gleibt einverstanden, am nächsten Tag, dem Montag, nach ihrer Arbeit in der Bank bei Josef Hänsel vorbeizuschauen. Dann verabschiedete Ramona Gleibt sich, weil sie am Sonntagabend noch was zu erledigen hätte. Dabei brauchen könnte sie ihn, Hänsel, nicht.
Ramona Gleibt hielt ihr Versprechen, steuerte, nachdem sie bei der Bankfiliale herauskam, vom Parkplatz aus ihren Wagen sofort in die Richtung von Josef Hänsels Wohnhaus. Gegenüber von dem Gebäude, in dem Hänsel seine Wohnung hatte, stellte Frau Ramona Gleibt ihr blaues Fahrzeug ab. Auf die gegenüberliegende Straßenseite spazierte Frau Ramona Gleibt, baute sich vor der Leiste der Klingelknöpfe auf. Ohne zu zögern, klingelte Frau Ramona Gleibt um zehn vor fünf bei Herrn Josef Hänsel oben. Die Haustüre entsperrte Hänsel für Frau Ramona Gleibt, die das Gebäude betrat, um drinnen die Treppen zu Herrn Josef Hänsels Wohnräumen hochzusteigen.
Oben an der Wohnungstüre Hänsels angekommen, läutete Frau Ramona Gleibt noch mal, und Herr Josef Hänsel machte Frau Ramona Gleibt die Türe seiner Wohnung auf.
Wie es weiter in der Mietwohnung Josef Hänsel zuging, wissen wir von der Detektei Umschau, weil Josef Hänsel dem zugestimmt hatte, daß Thomas unter seinem Wohnzimmertisch ein Mikrophon anbrachte. Eine Cam einzurichten, das hat Josef Hänsel nicht erlaubt.
Was Josef Hänsel und Frau Ramona Gleibt miteinander redeten, wurde also von Thomas und Regine in einem auf der Straße geparkten Transporter belauscht und mitgeschnitten.
(Transkribiert und mit Kommentaren versehen hat den Text der Unterhaltung zwischen Frau Ramona Gleibt und Herrn Josef Hänsel Frau Agathe Deuth, Mitarbeiterin der Detektei Umschau.)
Ins Wohnzimmer Josefs Hänsel kamen Ramona Gleibt und Josef Hänsel herein.
Frau Ramona Gleibt: Oh, Hänsel, oh, Hänsel. Bin echt froh, daß du dich gestern bei mir gemeldet hast. Mir gestern Nachrichten zu schreiben, mich dann später anzurufen ... Daß du meine Nummer überhaupt haben könntest ... Genau das habe ich aber gebraucht, daß du mir schreibst, Hänsel. Dann mit dir zu telefonieren ... Oh, Hänsel, Hänsel ...
Herr Josef Hänsel: Also, schon 'ne Freude, wieder mal zu mir zu kommen ...?
Frau Ramona Gleibt: Ja, klar. Daß du mir gestern geschrieben hast, mich angerufen ... Daß du dir meine neue Nummer von meiner Mutti besorgst ... Das, das finde ich, war toll von dir. Als du geschrieben hattest, hab ich gedacht, genau so muß es sein ... Oh, Hänsel, Hänsel, ich ... Bitte ... Bitte, so schlimm kann nichts sein ... Du mußt, Hänsel ... Du mußt mir glauben ... Ich will dich umarmen, Hänsel. Darf ich dich umarmen?
Kleidergeraschel. Wie zwei, die ihre Arme umeinander legen. Kußgeräusche.
Herr Josef Hänsel: Du fällst ja richtig über mich her, Mona. So nötig hast du was mit mir? Haha! So nötig hast du's? So kann's kommen, o ja. Nicht schlecht. Das letztemal, als ich vor der Bank auf dich gewartet habe, hast du mich nicht an dich rangelassen. Du hast du gesagt, wenn ich nicht sofort deinen Mantel loslasse, holst du dein Pfefferspray aus der Handtasche. Voll sprayst du mir ins Gesicht, daß ich weiß, was los ist. Weil ich dich nicht in Ruhe lassen kann. Du warst überhaupt nicht lieb zu mir, Mona ...
Frau Ramona Gleibt: Tut mir leid, Hänsel. Tut mir leid. Entschuldige. War nur ... In der Arbeit, ich meine, das war ein schlimmer Tag. Und ich ... Ich hatte keine Zeit, überhaupt keine Zeit, mußte noch .... Mußte noch woanders hin. Hatte eine dringende Verabredung. Wirklich, Hänsel, ich ... Ich ... Ich ... Mit dir kann ich reden, Hänsel. Du weißt, worum's geht, Hänsel.
Herr Josef Hänsel: Haha! Verstehe ich doch, wie das ist, wenn man keine Zeit hat. Und jeder ist mal schlecht drauf. Wenn du woanders hingemußt hast ... Bin dir doch deswegen nicht böse. Hauptsache, du bist jetzt hier bei mir. Bist heute hier bei mir. Gibst dem kleinen Hänsel 'ne neue Chance. Obwohl Hänsel ganz schön lange auf dich warten mußte ...
Frau Ramona Gleibt: Weiß nicht. Neue Chance? Weiß ich nicht. Da müßten wir vorsichtig sein. Wär nicht so gut für mich. Das mit deinem Hänsel. Weißt du, Hänsel, im Moment weiß ich nicht, was ich machen soll. Oh, Hänsel, Hänsel, es so vieles zu schrecklich. Einiges läuft schief in meinem Leben. In den letzten Monaten ... In den letzten Monaten ... Nein! Ich will das nicht. Will das eigentlich nicht. Nur ...
Herr Josef Hänsel: Komm, Mona-Baby, trink erst mal einen Schluck. Ein Glas Portwein. Habe immer deinen Lieblingsportwein daheim. Sollen wir uns was Schöne bestellen, Pizza, Pasta? Was zu essen hilft immer gegen's Trübsal blasen. Blasen, hahaha!
Frau Ramona Gleibt: Die Flasche ist ja schon so gut wie leer, Hänsel. Du hast die Flasche ja schon alleine fast ausgetrunken ... Trinkst du wieder so viel? Und du riechst, Hänsel, du riechst irgendwie ... Dein Kuß ... Zu oft sollte ich mich nicht von dir küssen lassen ...
Herr Josef Hänsel: Ein bißchen vorglühen, Mona. Hab extra für dich vorgeglüht. Nicht schlimm. Muß auch heute nirgends mehr hin. Bin noch nicht mal angetrunken. Komm, setz dich, Mona. Bestellen wir uns nun was, oder nicht? Was hast du heute schon gegessen, Mona?
Frau Ramona Gleibt: Nicht viel. Hab zur Zeit nur schlecht Appetit. Nur ein Brötchen mit Marmelade heute morgen. Mittags ein paar Nudeln, das halbe Teller ... Sonst ...? Hab echt momentan nicht viel Appetit auf irgendwas. Esse eigentlich, weil ich essen muß.
Herr Josef Hänsel: Du mußt aber was essen, Mona. Schenk dir mit dem vom Portwein, das noch in der Flasche ist, das Glas voll. Ich hol mir schnell eine Flasche Roten aus der Küche. Dann schauen wir, was wir bestellen, Pizza, Pasta ... Alles ist gut, oder?
Frau Ramona Gleibt: Scho-schon ...
Aus seinem Wohnzimmer ging Josef Hänsel hinaus.
Kurz sind Schluchzer von Ramona Gleibt zu vernehmen. Scheiße, meint Ramona Gleibt: Schöne Scheiße. Schöne Scheiße, zu Hänsel mußt du fahren. Idiotin. Jetzt hockst du bei dem. Mußt erst bei dem Arsch wieder rauskommen können ... Schön blöd bist du. So kann's einer gehen ... Jetzt ist die blöde Küh zu Hänsel gefahren. Ausgerechnet zu Hänsel. Als ob der ...
Plastik raschelte bei Frau Ramona Gleibt. Laut schneuzte Ramon Gleibt in das papierne Taschtuch, das sie zuvor hörbar aus der Plastikverpackung herausgeholt hatte. Das Schneuzen wiederholte sich.
Josef Hänsel, der ins Wohnzimmer zurückkam. Josef Hänsel: Bin wieder da, Mona. 'ne Buddel voll Wein ... Vierzig Mann, und 'ne Buddel voll Wein ... Wär dafür, wir rufen an. Pasta? Pizza? Wie hätten wir es denn gern, Mona-Baby? Und - von wem?
Frau Ramona Gleibt: Habe eigentlich keinen Appetit, Hänsel. Sagte ich ja schon. Vielleicht sollte ich überhaupt wieder gehen. Jetzt sofort.
Herr Josef Hänsel: He, spinnst du? Du bist doch gerade erst vor ein paar Minuten zu mir reingekommen. Nein, nein, Mona. So geht das nicht. Glaubst du, ich lass dich nach fünf Minuten wieder bei mir raus? Du bleibst schön hier bei mir Du trinkst jetzt erst mal was mit mir, ein, zwei Gläser. Dann schaut die Welt sofort ganz anders aus. Dann wird aus einem gebrauchten Tag ein neuer. SIE alle, SIE sollen uns doch mal sonstwo. Kreuzweise sollen SIE uns mal sonstwo, oder?
Frau Ramona Gleibt: Wenn das so einfach wäre. Das spricht sich leichter, wie's getan wird, Hänsel. Wenn wir was bestellen ... Muß aufpassen, was und wieviel ich esse. Hab seit ein paar Tagen einen ganz schwachen Magen. Ganz schlimm. Ganz schlimm ist das, seit ...
Herr Josef Hänsel: Komm schon, Mona, immer schön lächeln. Schau mal her: Wenn du's nicht machst, ich schenk dir dein Glas gern voll. Bis zum Rand.
Das Geräusch von Flüssigkeit, die in einen gläsernen Gegenstand gefüllt wird. Dann wurde eine Flasche aufgeschraubt.
Herr Josef Hänsel: Die Pasta, Mona, von Gorno? Von Gorno, deinem Lieblingsitaliener, Mona? Wie wärs? Eine Pasta für dich - eine Pasta für mich. Frisch von mir für dich bestellt, vom Pizzadienst angeliefert und von mir auf den Tisch gestellt. Ist das nichts? Du mußt dann nur noch aufessen, Mona. Wenn du nicht aufißt, stopf ich es in dich rein. Bis zum letzten Krümmel. Und wehe, du kaust nicht. Wehe, du kaust nicht.
Frau Ramona Gleibt: Mich hebt's jetzt schon, Hänsel.
Herr Josef Hänsel: Jetzt hör aber auf, Mona. Dich hebt's?
Frau Ramona Gleibt: Ja.
Herr Josef Hänsel: Du spinnst doch, Mona. Lecker Pizza, lecker Pasta ... Wart mal, gib mir noch einen Kuß, Mona ... Magst du Hänsel schon küssen?
Frau Ramona Gleibt: Ich glau-glaube, Hänsel, dich küssen, das kann ich mir vielleicht erlauben. Aber nicht ... Es war ein Fehler, daß ich heute zu dir gekommen bin, denk ich. Ein Riesenfehler. Wie konnte ich nur?
Wie es sich anhört, ist es Josef Hänsel, der metallenes Eßbesteck mehrere Male aneinanderschlägt.
Herr Josef Hänsel: Jetzt nicht sofort was zu essen zu bestellen, das wär der Riesenfehler, Mona. Ein riesiger Riesenfehler. Und, Hänsel, der kann sich beherrschen ... Küssen kannst du den nach dem Essen auch noch. Lange genug. Rauf und runter, Mona ... Hahaha! Ich küss dich auch, da und dort, Mona ...
Frau Ramona Gleibt: Ich glaub, ich hätt nicht zu dir herkommen dürfen. Ich glaub, ich geh jetzt besser wieder.
Herr Josef Hänsel: Das tust du nicht. Sicher nicht schon jetzt. Eben erst zu mir reingekommen - und schon wieder gehen zu wollen ... Das erlaub ich dir nicht. Da hast du recht, das hättest du dir vorher überlegen sollen ...
Frau Ramona Gleibt: Stimmt, es war falsch, zu dir zu kommen, Hänsel. Scheiße, daß ich das überhaupt gekonnt hab, zu dir in die Wohnung zu kommen, Hänsel. Das hab ich jetzt davon, daß ich das konnte. Nichts hat mich aufgehalten. Mist, verdammter. Und jetzt ... Wer bist du denn, Hänsel. Überhaupt nicht kannst mir helfen, Hänsel, und ich komm her zu dir ...
Herr Josef Hänsel: Ach ...? Hach ja, helfen ... Du hilfst mir, ich helf dir. Erst essen wir beide zusammen was. Dann helfen wir uns. Du dem Hänsel, ich deiner Mona ... Haha! Wie ich's dir immer gemacht habe, so mach's ich dir. Wird wieder die Post abgehen, sag ich dir ... Eins, zwei, drei ... Prost, Mona! Hoch das Glas, Mona. Das Glas Portwein, ein paar Gläser Wein - alle Sorgen sind draußen vor der Tür ... Bei dir, bei mir.
Das helle Geräusch von Glas, an das angestoßen wurde.
Frau Ramona Gleibt: Nein, Hänsel. Es geht nicht. Weißt du, früher war es nicht so. Aber heute schon. ER verbietet mir Sachen. ER hat es mir verboten. ER hat es mir verboten. Kein fremder Same darf an mich herankommen. ER sagt, es geht mir nicht gut, wenn ich ... Wenn ich, könnt ich dann ... ER müßte sehen, für was ER mich noch brauchen kann ... Einfach zu dir hinzufahren, jetzt bei dir in der Wohnung zu sein. Zu dir zurückkommen geht nicht, Hänsel. ER ... ER hat es mir nicht erlaubt. Einfach, daß ich heute zu dir hingefahren bin. Das wird ganz schlimm. Ganz schlimm für mich, merkt ER was. Wenn wir, du und ich, ohne SEINE Erlaubnis ... Wir müßten, wir müßten sehr weit von hier fortreisen, Hänsel ... Heute nacht noch. Wie mir das jetzt nur einfallen hat können, zu dir in die Wohnung zu kommen ...? Der größte Fehler, Hänsel. So was von doof, zu dir gekommen zu sein. So groß kann mein Haß auf dich überhaupt nicht, daß ich möchte, was dir passieren könnte, wenn ER ... Nein, nein. Wenn ich nur nicht so verzweifelt wäre ... Ich fürchte ... Ich fürchte, bald ... Bald ... Bald ... Das will ER. Nur - ich ... Ich ... Nein, ich gehe jetzt wieder, Hänsel ...
Das Geräusch, als würde jemand gestoßen. Das Knarzen einer Sofasprungfeder.
Frau Ramona Gleibt: Was soll das, Hänsel?
Herr Josef Hänsel: Du gehst nicht, du bleibst da. Hübsch bleibst du da bei mir, Mona. Du gehst nicht. Du bleibst schön da am Sofa sitzen ...
Frau Ramona Gleibt: Du hast IHN schon vergessen, Hänsel? Dabei hatte ER dich bereits. Weißt du noch? ER hatte dich im Schwitzkasten, als wärst du nichts. ER hat dann in deinen Hals gebissen. Wäre ich nicht gewesen, hätte mit IHM geredet ... Nein, besser für dich, wenn ich jetzt geh. ER könnte dich wieder ganz oben auf der Liste haben, Hänsel. Jede Sekunde dann hier bei dir vorbeischauen, Hänsel. Auch tagsüber. Fehle ich IHM, macht ER sich auf die Suche nach mir. Zu dir zu kommen, das war ein Fehler, Hänsel. Mein Fehler. Besser, ich geh jetzt sofort.
Herr Josef Hänsel: Wenn ich sage, du bleibst, bleibst du. Du gehst jetzt nirgendwohin, Mona. Meinst du, ich fürcht mich vor irgendwas?
Geräusch des Hochspringens. Ein schriller Schrei, der Ramona Gleibts. Flüche Josef Hänsels. Teller, gläserne Gegenstände, die klirrend aneinander anschlugen. Schließlich, als würde was vom Wohnzimmertisch herunterrutschen. Etwas, das zu Bruch ging.
Frau Ramona Gleibt: Gehst du weg von mir, du Arschloch. Wirst du wohl weggehen von mir, du Arsch, mich loslassen. Du bist einfach nur voll blöd, Hänsel.
Herr Josef Hänsel: Nein - warum denn? War soll ich weggehen? Ich sag dir, ich geh nicht weg. Du bist in meinen Armen immer noch so hilflos, wie du immer warst, wenn ich das wollte, Mona. Du wirst schön dableiben bei mir. Du wirst nicht hier rausgehen ... Du wirst ... Du wirst mit mir ... Dann, wenn mein kleiner Hänsel, bei dir fertig ist, wirst du in meinen Armen liegen. Hab mir eine Schrotflinte besorgt, da jag ich IHM eine volle Ladung voll mitten ins Gesicht ...
Weiteres Keramik- und Glasgeklingel, als wären noch nicht alle Tassen, Teller vom Tisch heruntergefallen gewesen. Unartikuliertes Gekreisch. Kampfgeräusch: Ramona Gleibt, die sich fauchend wehrt.
Frau Ramona Gleibt: Au! Du tust mir weh. Bitte ...
Weibliche Klagelaute. Kleidung die zerreißt.
Höhnisches Gelächter, ds Josef Hänsels.
Frau Ramona Gleibt: Iiihhh! Du kannst nicht hören, willst das wirklich jetzt machen, Hänsel ...? Nein! Hör sofort auf damit. Das kannst du nicht mit mir machen. Das nicht.
Als würden Josef Hänsel und Ramona Gleibt mit Geschnaufe von neuem miteinander ringen, hört es sich an.
Herr Josef Hänsel: Ganz schön kräftig, Mona. So schmächtig geworden, und doch so kräftig. Aber, du schaffst mich nicht. Mach doch einfach mit, laß dich gehen, dann macht das auch dir Spaß.
Frau Ramona Gleibt: Es wäre nicht gut, mich mit dir zu beflecken, Hänsel. ER merkt das. ER riecht dich, Hänsel. ER kennt deinen Geruch. Hatte ihn bereits in der Nase. ER macht dich nicht sofort tot, Hänsel. ER läßt sich damit Zeit. Mit IHM kannst du nicht fertigwerden, wie mit mir jetzt ... Für dich ist ER der Abgrund, Hänsel.
Herr Josef Hänsel: Mach dir besser Sorgen, ob du nicht locker werden kannst. Sonst solltest du dir keine Sorgen machen. Und sonst: Ich kann alles, Mona!
Frau Ramona Gleibt: Wie du da drauf kommst, Hänsel? Wegen deiner Schrotflinte? Denkst du das wirklich, daß die IHN aufhält?
Herr Josef Hänsel: Wollte ja eigentlich lieb zu dir sein, Mona. Pasta, Pizza vorher mit dir essen. Aber, darauf zu verzichten, wenn du jetzt da bist, das will ich nicht. Das ist nicht drinnen, Mona. Jetzt machen wir das zuerst, essen später. Können später noch was bestellen. Mensch, hör auf, dich gegen mich zu wehren. Bringt doch nichts.
Frau Ramona Gleibt: Besoffener Dreckskerl. Wie habe ich nur zu dir kommen können ...
Herr Josef Hänsel: Weil du es von mir haben wolltest. Siehst du, du kannst dich überhaupt nicht mehr rühren. Das gefällt dir. Meine starken Arme ... Jetzt liegst du in meinen starken Armen, und ich drück dir die Luft ab, wenn ich das möchte. Das hat dir die letzten Monate doch immer gefehlt, mich zu spüren, oder? Jetzt kriegst du mich!
Frau Ramona Gleibt: Du kannst dich auch nicht rühren, Hänsel. Du mußt mich erst wieder etwas loslassen. Sonst kannst du deine Hosen nicht runterlassen ...
Herr Josef Hänsel: Hast keine Chance, Mona. Paß auf ...
Metallisches Geklimper, als würde Hänsel an seinem Hosengürtel herumfingern.
Herr Josef Hänsel: Bist du schon heiß, Mona? Um was anderes brauchst du dir jetzt keine Sorgen machen.
Frau Ramona Gleibt: Lass mich los. Wenn ich dann einfach wieder geh, war nichts. Daß du mich umarmt hast, das verflüchtigt sich schnell. Blaue Flecke lassen sich erklären. Aber, wenn ER DAS riecht, ich sage ... Und es war ja auch so, ich lüge nicht ... Bis jetzt können wir das Ganze immer noch so nennen, daß es zum Vergessen ist ... Erst, wenn du machst, was du vorhast - dann könnt's dir die nächsten Tage schlecht ergehen. ER wird das merken. ER hat gesagt, ich darf nicht. Mit niemandem, nirgends. ER kommt über dich, Hänsel. Darauf werd ich warten können. Dann bist du tot. Im Eimer. Kein Hänsel mehr.
Herr Josef Hänsel: Fällt mir aber nicht ein, dich gehen zu lassen. Nicht, ehe ich nicht mit dir fertig bin.
Ein Reißverschluß wurde heruntergezogen.
Herr Josef Hänsel: Sieh IHN dir an, Mona. Sieh IHN dir an. Schau IHM zu, Mona ...
Frau Ramona Gleibt: Gut, Hänsel, ich ... Mit dem Mund, Hänsel. Dann bist du zumindest ein bißchen auf der sicheren Seite. Sag ich, ich hätt schlechten Fisch gegessen. Nur, eins mußt du wissen, Hänsel: Wenn du noch mal weiter was von mir möchtest, daß ich, gehe ich bei dir raus, vielleicht wieder zu dir komme ... Dann läßt du mich jetzt los. Sofort!
Herr Josef Hänsel: Ach was! Du kommst schon wieder zu mir. Wär nicht das erstemal. Weil du nicht anders kannst, mich im Kopf hast. Jetzt werd ich einfach weitermachen. Deine Mundarbeit, die interessiert mich einen Dreck. Würd dir empfehlen, dich ruhig mal langsam ein wenig locker zu machen, Mona. Hör auf, dich aufzuführen, als hättest du keine Lust. Dabei hast du Lust. Du hast Lust. Jede Menge Lust. Ich kenn dich doch. Du hast immer Lust.
Frau Ramona Gleibt: Was bist du nur für eine miese Type. Immer wenn du zu viel gesoffen hast, Hänsel, bist du nur noch mies.
Herr Josef Hänsel: Hicks.
Frau Ramona Gleibt: ER macht dich fertig, Hänsel. ER riecht das.
Herr Josef Hänsel: Hicks. Hicks.
Frau Ramona Gleibt: Sei doch vernünftig. Denk mal scharf nach: Du sagst, du willst mich zurück. Das aber, das machst du jetzt einmal mit mir. Einmal. Dann nie wieder. Es hat nur Nachteile. Und IHN hast du am Hals. Wirklich am Hals. ER saugt dich aus, schmeißt dich weg wie eine Milchtüte. Nur tot bist du, nur noch tot. Wenn du mich aber losläßt ... Vielleicht mach's ich dir mit dem Mund. Wenn du wieder nett bist, versprech ich dir, ich änder meine Nummer so schnell nicht wieder. Wir können die nächsten Tage immer wieder telefonieren, Hänsel. Vielleicht, vielleicht ergibt sich eine Möglichkeit. Daß wir beide, so wie du das jetzt willst. Auf IHN kommt es an, Hänsel. Vielleicht ist ER wieder mal länger wo. Weiter von hier fort. Kommt schn vor, daß ER Tage fort ist. Dann ... Dann können wir beide das miteinander machen. Die ganze Nacht durch. Wir müssen nur aufpassen. Wenn ich fühle, daß ER zurück ist. Verstehst du, wovon ich rede, Hänsel? Das jetzt, das ist doch nur schlecht, Hänsel. Das schafft nichts als Probleme. Hörst du, Hänsel?
Herr Josef Hänsel: Will dich jetzt, Mona. Nicht irgendwann mal. Wenn wir Glück haben. Nein, nein, nein! Nein, ein paar Minuten kann ich jetzt noch warten ... Ob du nicht von selber auseinandermachen möchtest, Mona ... Komm, mach auseinander ... Laß mich machen, Mona ... Wenn nicht, geht's auch weiter. Also, Mona ...?
Frau Ramona Gleibt: Menschenskind, Hänsel, wie kann einer nur so blöd sein. Du bist doch nur blöd. Was du machst, das ist lebensgefährlich. Dabei hast du IHN schon am Hals gehabt. ER war an dir dran.
Wie Handgemenge klingt es. Hände, die auf nackte Haut patschen.
Herr Josef Hänsel: Hab dich wieder, du Luder. Ha! Hahaha!
Frau Ramona Gleibt: Ah - aauuu! Aauuuu! Du zwickst! Das gibt Flecke!
Herr Josef Hänsel: Zwicken? Nein, nicht zwicken. Ich will dich nehmen. Und ich werd dich nehmen. Es kommt nur drauf an, wann ich die Geduld mit dir verlier. Darauf wart ich noch. Wann verlier ich die Geduld mit dir? Los, mach auseinander, Mona. Weit, weit auseinander.
Frau Ramona Gleibt: Aa-auuu! So nicht, Hänsel! ER kommt über dich, Hänsel. ER merkt das. Zwei, drei Tage merkt ER das sicher.
Herr Josef Hänsel: Dann merkt er es eben. Au ja, Mona, da schau hin. Endlich wieder, du und ich ... Endlich wieder wir beide. Nach so langen Monaten. Jetzt ... Nein! Das tust du nicht. Du läßt schön die Flasche stehen, du Luder!
Ein häßlich dumpfer Laut.
Herr Josef Hänsel: Du haust mich auf den Kopf? Du haust mir die Weinflasche drüber? Du -! Du -! Ich mach dich alle, du -!
Wiederholung des Dumpfen, Glas, das zerbrach. Es rempelte gegen den Wohnzimmertisch.
Frau Ramona Gleibt: Dreckskerl. Dreckskerl. Dreckskerl. Hoffe, du bist verreckt, Hänsel. Dreckskerl. Dreckskerl.
Eine etwas längere Stille.
Frau Ramona Gleibt: He ...? Hallo, Hänsel? Der ist jetzt doch nicht wirklich tot? Hab ich ihn mit der Flasche erschlagen? Das kann doch nicht sein. Nicht möglich. Der Idiot hat keinen Puls mehr. Nein, er hat kein Puls mehr. Der Idiot kann doch jetzt nicht tot sein. Kein Puls! Kein Puls! Hänsel hat keinen Puls mehr. Raus hier. Nichts wie weg. Weg von hier.
Was sagen Sie, Herr Doktor Weil-Esch?
Schlecht für uns von der Detektei Umschau gelaufen, was?
Das, daß es Josef Hänsel einfallen könnte, Ramona Gleibt, sobald die zu ihm in die Wohnung gekommen wäre, vergewaltigen zu wollen, auf die Idee wären Thomas und Regine nicht gekommen.
Thomas und Regine fanden Josef Hänsel durchaus sympathsich. Nach einem Vergewaltiger hat Josef Hänsel nicht ausgesehen, haben Thomas und Regine mir wiederholt. Wenn Josef Hänsel davon laberte, daß er Ramona Gleibt lieben würde, klang das ehrlich.
Unten zur Glastüre ist Ramona Gleibt herausgestürzt. Über die Straße zu ihrem abgestellten Auto, daß Frau Ramona Gleibt gelaufen ist.
Weggefahren ist Ramona Gleibt.
Thomas hat schnell zu Regine gemeint, Regine solle rüberlaufen zum Gebäude, bei Josef Hänsel in der Wohnung oben nachschauen, was mit Josef Hänsel los wäre. Ob mit Josef Hänsel wirklich Schlimmeres passiert wäre.
Dann ist Thomas Ramona Gleibt hinterhergefahren. Während Regine, die bei Thomas aus dem Lieferwagen draußen war, das mit Josef Hänsel am liebsten gelassen hätte. Richtig schockiert hatte Regine Josef Hänsels Verhalten. Das, was Josef Hänsel am Schluß bei Ramona Gleibt anbringen wollte.
Liebend gerne hätte Regine wegen Hänsel bei der Polizei angerufen. Nur, dann hätte Regine den Polizisten zuviel genau erklären müssen.
Das mit der verwanzten Wohnung Josef Hänsels.
Außerdem waren es Thomas und Regine, die von der Detektei Umschau, die den Spaß bei Josef Hänsel angeleiert hatten. Ohne Thomas und Regine, den Mitarbeitern der Detektei Umschau, hätte Josef Hänsel Ramona Gleibt nicht so leicht in die Wohnung locken können. Bis dahin waren Josef Hänsels Versuche, Ramona Gleibt zu einer Verabredung zu veranlassen, kläglich gescheitert. Erst nachdem Thomas und Regine von der Detektei Umschau, dafür sorgten, daß Josef Hänsel die Telefonnummer von Finanzmakler Eberhardts Villa kriegte, in der Frau Ramona Sonja, die Mutter Ramona Gleibts, mit Herrn Eberhardt, dem Immobilienmakler, zusammenlebte, hatte Josef Hänsel Ramona Gleibt am falschen Fuß erwischt.
Was war bei Herrn Josef Hänsel in der Wohnung oben, als Regine bei Josef Hänsel drinnen eintraf?
Im Wohnzimmer Josef Hänsels waren ein paar Kleinigkeiten durcheinander geraten. Zwischen dem seitlich gekippten Wohnzimmertisch und dem Sofa lag Josef Hänsel mit dem Rücken auf Keramikteller- und Glasscherben.
Einige Scherben der Portweinflasche, die Ramona Gleibt in die Finger gekriegt hatte, um sie Josef Hänsel zweimal über den Kopf zu ziehen, befanden sich in Josef Hänsels blutverschmierten Haar. Die Nadelstreifenhose und seine weiß-schwarz karierte Bermuda hatte Josef Hänsel sich bereits die Fußknöchel heruntergeschoben gehabt, ehe sich das Unglück bei ihm ereignete.
Nach dem Puls fühlte Regine bei Josef Hänsel.
Josef Hänsel hatte Herzschlag.
Wäre das nicht bei Josef Hänsel der Fall gewesen, hätte es Regine auch nicht gestört. So aber hat Agathe Herrn Hänsel zu sich gebracht, dafür gesorgt, daß Herr Hänsel sich mit ihrer Hilfe vorsichtig von dem Scherbensammelsurium erhoben hat.
Erste Hilfe hat Regine bei Josef Hänsel geleistet.
Eine einigermaßen ansehnliche Klaffwunde hatte Josef Hänsel am Hinterkopf. Am Handballen hatte Josef Hänsel ein paar Schnitte. Aus den Pobacken und der oberen Rückenpartie hat Regine bei Josef Hänsel mehrere Keramik- und Glasscherben gezogen.
Nichts war bei Hänsel, das Regine bei Josef Hänsel nicht auf die schnelle mit Jod, Verband und Heftpflaster versorgen hätte können. Froh war Josef Hänsel darüber, daß Regine selber doktorte, ihr nicht eingefallen war, nach dem Notarzt zu telefonieren. Dafür bedankte Josef Hänsel sich.
Anderntags reichte das Ganze nach einem vormittäglichen Hausarztbesuch für Josef Hänsel immerhin für drei Tage Krankschreibung.
Geredet hat Regine die ganze Zeit ihres Aufenthalts in Hänsels Wohnung mit Herrn Josef Hänsel nur das Allernotwendigste. Nicht einmal ist Regine auf den wehleidigen, jammernden Tonfall Herrn Josef Hänsels eingegangen. Josef Hänsel, der tatsächlich Regine gegenüber behauptete, Ramona Gleibt hätte plötzlich, ohne jeden ersichtlichen Grund mit der Weinpulle bei ihm zugehauen.
Daß Regine Josef Hänsel daran erinnerte, daß Thomas und sie die Geschehnissen in der Wohnung mitgehört hätten. Sonst wäre sie, Regine, sicher nicht zu ihm, Hänsel, hochgekommen.
Das Mikrophon im Josef-Hänsel-Wohnzimmer, mit dessen Hilfe Thomas und Regine, die Mitarbeiter der Detektei Umschau, die Geschehnisse in Josef Hänsels Wohnzimmer mitverfolgt hatte, wurde von Regine eiligst entfernt. Auch die beiden anderen, die Thomas noch angebracht hatte. Für den Fall, daß doch noch irgendwie Polizei zu Josef Hänsel hochkam, zu Josef Hänsel hereinschaute.
Dann hat Regine die Wohnräume Josef Hänsels verlassen. Grußlos, kühl gegenüber Josef Hänsel.
Bis zum heutigen Tag ist Ramona Gleibt verschwunden.
Wie es für uns von der Detektei Umschau aussieht, hat Ramona Gleibt nur vielleicht keine Ahnung, daß Josef Hänsel noch am Leben ist. Daß es Herrn Josef Hänsel bereits wieder bestens geht.
Ist schließlich kein Fall für die lokalen Medien geworden, Ramona Gleibts Erlebnis in Josef Hänsels Wohnung. Von dem ganzen Geschehen in Josef Hänsels Wohnung wissen nur wir von der Detektei Umschau, Josef Hänsel selber und natürlich sie, Ramona Gleibt.
Wir von der Detektei Umschau, wir hoffen, daß Ramona Gleibt bald von dort zurückkommt, wo sie sich momentan aufhält. Daß Frau Ramona Gleibt in der Zwischenzeit nichts geschehen ist, woran wir von der Detektei Umschau eine gewisse Schuld zu tragen hätten.
Taucht Frau Ramona Gleibt in absehbarer Zeit nicht wieder in der Gegend auf beziehungsweise, daß Frau Ramona Gleibt irgendwo tot aufgefunden wird, werden wir von der Detektei Umschau nicht darum herumkommen, einige unserer Unterlagen, die das Augenmerk auf Herrn Drakonie Rupertus Wank richten, den Polizeibehörden übermitteln zu müssen.
Hiermit verbleibe ich,
mit freundlichen Grüßen
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Anlage
7 Fotos von Herrn Josef Hänsel, wie er in seinem Wohnzimmer mit heruntergelassenen Hosen bewußtlos zwischen Sofa und gekipptem Wohnzimmertisch zwischen Scherben am Teppichboden liegt
8 Fotos von Herrn Josef Hänsel mit Kopfverband, eingebundener Hand, Herr Josef Hänsel beim Verlassen der Praxis seines Hausarztes
10 Fotos des oberhalb von Geiersdorf auf dem Feldweg abgestellten Fahrzeuges Frau Ramona Gleibts
1 Videofilmaufnahme der verhuschten männlichen Gestalt, die zwischen den Bäumen hervorkommt, die Beifahrertüre von Frau Ramona Gleibts Wagen aufreißt, hineinspringt
15 Fotos des am Feldweg am oberen Rand von Geiersdorf abgestellten leeren Autos Frau Ramona Gleibts; Frau Ramona Gleibts Fahrzeug wird von Polizisten inspiziert; die Abschleppfirma beim Einsatz in Sachen Abtransport des Autos
15 Fotos von Zimmer sechzehn, das Frau Ramona Gleibt im Hotel Bertha bewohnt
1 Stick (Bilder von Frau Ramona Gleibts Laptop: Frau Ramona Gleibt mit roter Perücke, fast zur Unkenntlichkeit hergeschminkt; Frau Ramona Gleibt nackt und in eindeutigen Posen; Frau Ramona Gleibt mit verschiedenen jungen Männerpaaren beim Sexspiel. Mitgeschnittene Telefongespräche Frau Ramona Gleibts mit Freundinnen, Arbeitskolleginnen und mit ihrer Mutter Ramona Sonja. Ein paar kopierte Sex-Chat-Unterhaltungen Frau Ramona Gleibts. Besonders hervorzuheben die Gesprächszeilen, Frau Ramona Gleibt als bewitchedMona im Chat Hexenweiber.
1 Stick (Der Original-Mitschnitt der Geschehnisse in Herrn Josef Hänsels Wohnung.)"
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