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Blog von TeddeMehr

"Das digitale Tagebuch" (16.05. - 13.06.), No. 4

27. Mai 2014 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #T-Rixi

Achter Juli, foxy.jpg.

Montag am frühen Morgen. 09:43 Uhr.

 

Zwischen fünf nach ein und zwei Uhr. Da war eine ganze Stunde Stromausfall.

Die letzte Nacht, von Sonntag auf Montag. Also heute nacht.

Mein Smartie und das Angelikas, die ganze Stunde durch - kein Empfang. Tot war alles.

Angelika kann die Dimension der Geschichte nicht begreifen. Strom weg, ja - aber, was hatte das eine mit dem anderen zu tun? Ihr Smartie hätte noch funktionieren müssen.

In den Nachrichten von Kanal-Musik+, Angelikas Lieblingsradiostation hier in der Stadt, nur im Netz verfügbar, war zu erlauschen, daß in der ganzen Stadt der Strom weg war. Wie sämtliche Netze für die Telekommunikation Ausfall hatten.

 

Was ist denn seit einer Woche nur in der Stadt bei der Stromversorgung los? Das fragte Angelika mich, als wäre ich die richtige Adresse für die Frage und könnte ihr darauf Antwort geben. Jetzt hatte sich so ein Stromausfall sogar auf dem gesamten Stadtgebiet ereignet; sämtliche Telefonnetze waren überdies hinüber. Eine geschlagene Stunde lang.

Den Kopf schüttelte Angelika in einer Tour, weil ihr das Ereignis so unvorstellbar war.

Nahe bei mir am Schreibtisch, daß Angelika rumstand. Trotzdem, dem Foto mit Manuela und Christine Dombrowski oben, das bei mir rechter Hand auf der Schreibtischfläche herumlag, dem schenkte Angelika keine Beachtung. Obwohl mir heiß und kalt war. Weil ich dieses eine Foto nicht schnell genug angesichts von Angelika mit irgendwas abdecken oder verschwinden lassen hatte können.

 

Da kam Angelika zu mir ins Zimmer hereinspaziert, erwischte mich mit jenem Foto, das bei mir immer seitlich rechts vom Monitor nahe der Schreibtischkante überblickbar dalag - und Angelika schaute über das Foto drüber. Als ob Angelika das Foto und das, was auf dem Foto zu sehen war, erst bewußt wahrnehmen würde, wenn ich Angelika darauf aufmerksam machte. Etwa mit einem Fingerzeig oder einer kleinen Ansage: Du, Angelika, schau mal, was ich da habe ...

Ist mir jedoch nicht eingefallen.

Schließlich und endlich, es ist JENES Foto, das Manuela nicht bemerken möchte.

Dieses Foto.

 

Nach dem Stromausfall in der Nacht, nachdem sämtliche Lichter überall ausgegangen waren, war Angelika mit der Stabtaschenlampe zu mir ins Zimmer hereingekommen. Nahe beim Bürodrehstuhl am Fußboden liegend, daß Angelika mich vorgefunden hat, über mich drüberleuchtend.

Das Blut hat Angelika mir mit einem Papiertaschentuch vom Mund, den Nasenflügeln weggewischt, mir die Wange hergepatscht, damit ich zu mir käme. Dabei sah ich Angelika doch an. Angelallt habe ich Angelika, um ihr zu bedeuten, daß sie aufhören könnte, mich herzuwatschen.

Zum Glück fehlte mir nicht viel. War ich innerhalb von ein paar Minuten wieder am Damm.

Was anderes hätte auch zu einigen Fisimatenten geführt. Angelika wäre hilfos gewesen, hätte nicht gewußt, was sie groß mit mir anstellen hätte sollen. Höchstens zu einem Hausmitbewohner hätte Angelika laufen können, bei ihm in der Wohnung zu klingeln, ihr, Angelika, dabei zu helfen, mich irgendwie auf die Beine zu schaffen. Damit ich auf schnellstem Wege ins Krankenhaus verbracht werden könnte.

 

Die Erklärung befriedigte Angelika bisher jedesmal, daß ich in meiner Aufregung im Dunklen irgendwo dagegen wäre. Den Kopf hätte ich mir gestoßen.

Dabei hat Angelika mich im Verlauf der ganzen letzten Woche bereits zum dritten Mal so, ohne Bewußtsein am Fußboden herumliegend, vorgefunden. Und jedesmal war gleichzeitig im gesamten Gebäude der elektrische Strom weg.

Um es kurz aufzuzählen: Das erste Mal am Dienstag letzter Woche vor Mitternacht: Stromausfall, nur im hier Wohngebäude. Die Nacht des Freitags: alle Lichter im Gebäude waren weggeblinkt. Jedoch, wie später zu erfahren war, hatte es auch die Stromversorgung im gesamten Stadtviertel erwischt. Ein paar Minuten.

Das in der Montagnacht hatte jedoch noch zusätzliche Dimension gekriegt: Stadtweit war die Stromversorgung hinüber. Eine volle Stunde lang.

Überdies waren sämtliche Mittel zur Telekommunikation im gleichen Zeitraum gekappt. Nicht zu fassen.

 

Gewissermaßen lassen mich die Vorfälle schaudern.

Weil: Kann das noch nur der pure Zufall sein?

Will mich ja nicht wichtiger nehmen als ich bin. Nur: Jedesmal, war am Schluß der Elektrizitätsfluß im Eimer, hatte ich vorher gedacht, jetzt wäre es wieder. Jetzt wäre was. Auf der Blümchenwiesenfotoszene bei Manuela und Christine Dombrowski, daß Bewegung entstanden war.

Kaum, daß ich das kurz mitzukriegen meine, setze ich schon meinen Kopf auf das Bild auf - und: peng!

Die Welt war schwarz, blieb schwarz. Bis auf mich ein Licht fiel. Das ging mir auf, daß ich angeleuchtet wurde. Die, die da bei mir war, für mich zu erkennen - Angelika. Keine als Angelika. Angelika mit der Stabtaschenlampe in der Hand. Mich spricht Angelika an, schwatzt was daher. Das erklärt mir Angelika mir, daß der Strom weg wäre.

 

Eindeutig, mit dem muß das mit dem Stromkollaps zu tun haben, was ich gemacht hatte.

Ganz klar sehe ich das.

Anders kann ich die Zusammenhänge nicht verstehen.

Mag schließlich nicht an Zufälle glauben.

Man muß das nur kurz betrachten. Paßt alles zusammen. Die heute Montagnacht habe ich auch das gleiche angestellt.

Es war ein paar Minuten nach eins. Mein Läppie war an. Ich gucke auf das Blümchenwiesenfotografie mit Manuela und Christine Dombrowski, erkenne dort etwas wie ein schnelles Huschen.

Jetzt, jetzt ist es wieder, sage ich mir. Ich bin zu allem entschlossen, zögere nicht lange. Was immer das für Folgen hatte, egal. Ich beuge mich rasch herab, bringe meine Stirn an die Fotofläche heran, sofort den Moment zu erwischen - peng!

 

Dreimal peng. Dreimal at es die vergangenen Tage jetzt peng gemacht.

Jedesmal war es Angelika, die mich in die bewußte Welt zurückgeholt hat. Keine andere als Angelika.

Mit dem Lichtschein ihrer Stabtaschenlampe und ihrem Tun, daß Angelika für Realität bei und mit mir sorgte.

Diejenige, die ich da bei mir hatte Angelika. Scheiße, nur Angelika. Niemand anders als Angelika.

Angelika, die mich herpatschte, anredete, darüber aufklärte, daß wieder nichts andres als der nächste Scheißstromausfall vorgefallen wäre.

Irgendwann, früher oder später, funktioniert alles so weit wieder stromflußtechnisch einwandfrei, daß Angelika mich alleine im Zimmer läßt. Um bei sich im Arbeitszimmer drüben nach ihren eingeschalteten Geräten zu schauen. Dem Läppie. Oder dem fürs Laden angesteckten Smartie.

Dann bekomme ich, wieder alleinegelassen, die Gelegenheit, einen Blick auf die Fotografie mit Manuela und Christine Dombrowski zu werfen.

Dort, auf dem Foto, ist das Sekündchen eingefangen, gefrorene Szene.

Am Farbbild oben sind Manuela und Christine Dombrowski zu überblicken. Manuela und Christine Dombrowski pflücken weiterhin Blumen, für ihre Blumensträuße.

Hübsche Trampelspuren, die Manuela und Christine Dombrowski mittlerweise im Gras und bei den Blümchen mancherorts auf der Wiese hinterlassen haben ...

Stillstand herrschte bei Manuela und Christine Dombrowski auf der Fotografie. Manuela und Christine Dombrowski verharren bei ihrem Tun.

So sollte es sein. Als ob sich für alle Zeit nie wieder etwas daran ändern könnte. Ein Sekundenbruchteil, für die Ewigkeit eingefangen.

Bloß, Tatsache, ich weiß es besser.

Wie ich mir dessen voll bewußt bin, daß das mit dem Foto mit Manuela und Christine Dombrowski auf der Bildfläche oben schuld daran hatte - an den Stromausfällen.

Das einzige, was ich nicht sagen kann, ist, wie das so zugeht. Warum das funktioniert.

 

*

 

 

Neunter Juli, foxy.jgp.

Dienstag am Abend. Uhrzeit: 22:49 Uhr.

 

Mal foxy.jgp. angeschmissen. Mit Zitterfingern am Tippen.

 

Erst mal: Heute sind Angelika und ich nicht an die Uni.

Trotzdem mußte Angelika mir mit Annerverei daherkommen. Etwas besorgte Angelika, daß sie sich schließlich drum kümmern mußte.

 

Plötzlich kam Angelika mir um fünfzehn Uhr rum ins Zimmer reinmarschiert. Am Sofa dasitzen hat Angelika mich gesehen, in Unterlagen lesen.

Daß sie bei der Polizei angerufen hätte, erklärte Angelika mir. Der Grund für Angelikas Anruf bei den Behörden: Angelika wollte wissen, wie weit das mit den Ermittlungen in der Einbruchssache Meinhardt-Sanatorium gediehen wäre. Wie außerdem die Laborergebnisse ausgefallen seien, was die Untersuchungen der Haare, Hautpartikel und ähnlichem anginge. Bisher habe niemand deswegen Bescheid gegeben. Sie, Angelika, würde das als meine gesetzliche Vertreterin und diejenige, mit der ich zusammenleben würde, doch gerne wissen, was bei den Laboruntersuchungen an Ergebnissen herausgekommen wäre.

Der Inspektor, zu dem Angelika weitergeleitet worden war, meinte, daß das Labor tatsächlich einen Bericht übermittelt hätte. Aus den ermittelten Daten gehe jedoch nichts hervor, was auf eine Täterschaft von Herr Bernd Reil hinweist. Nicht die kleinste Hautschuppe hätte einen Hinweis darauf abgegeben, daß Herr Bernd Reil derjenige gewesen sein könnte, der am Donnerstag, dem sechzehnten Juni, in das Meinhardt-Sanatorium eingedrungen wäre. Obwohl das mit mir, was die körperliche Statur des Einbrechers anginge, weiterhin passen würde; vom Zeitfenster her wäre mir das ebenfalls durchaus möglich gewesen, Autofahrmöglichkeit hätte ich haben können. Bloß, wenn ich von nichts was wüßte, es keine weiterführenden Spuren gäbe, die auf direktem Wege zu mir und mich als Täter hinführten, könnten solche Vermutungen auf vielerlei Personenkreis des weiteren zutreffen.

Sofern Angelika ihre Aussagen bei der Polizei nicht abändern wolle, daß ich mich doch nicht die ganze Nacht bei ihr im Schlafzimmer aufgehalten hätte, hätte man momentan keine Handhabe gegen mich. Wolle sie, Angelika, das also nichts am Protokoll widerrufen, ergäbe sich nichts Neues, würde die Polizei mich in Frieden lassen. Solange kein eindeutiger Beweis gegen mich erbracht werden könnte, müßte man sich als Ermittlungsbehörde damit zufrieden geben. Ohnehin befände ich mich in psychiatrischer Obhut. Durch Frau Doktor Hella, die mit dem Meinhardt-Sanatorium zusammenarbeite, stünde ich unter ständiger Beobachtung. Als meine ehrenamtliche Betreuerin hätte Angelika überdies die Verantwortung für mich und mein Tun und Lassen übernommen ...

Damit wünschte der Staatsbeamte im Polizeidienst Angelika noch einen schönen Tag und trennte die Telefonverbindung mit Angelika. Ziemlich unhöflich empfand Angelika das, empörte sich über den Menschen.

 

In fünf Minuten haben wir Mitternachtsstunde.

Angelika führt gerade mit Betsy ein trautes Gespräch mit Cam-Bild.

Niemand möchte mich da im Bild haben, etwas von mir und meiner Gegenwart wissen. Habe ich ein paar Augenblicke Zeit, foxy.jpg. aufzumachen ...

Unbedingt muß ich das, was Angelika mir vorhin daherschwatzte, hier in foxy.jpg. festhalten. Geradezu führt daran kein Weg vorbei.

Es hat Vorfälle gegeben. Die Angelika, als sie und ich vorhin noch zusammen im Wohnzimmer am Kunstledersofa gesessen sind, einen Popcorneimer aus dem Supermarkt zwischen uns, plötzlich ansprechen mußte.

Miteinander haben Angelika und ich uns Titanic angeguckt. Plaudert Angelika drauflos, als wäre der Film nicht in der Sekunde zum Weinen, daß sie Manu in der letzten Zeit immer wieder zufällig treffen würde.

Ich bin hochgeschreckt. Beinahe wäre mir der Eimer Popcorn unten am Wohnzimmerteppich gelandet, hätte ich jede Menge Popcorn zu entsorgen gehabt.

 

Angefangen hätte es vor so vierzehn Tagen, meinte Angelika zu mir; am Dienstag. Früh abends auf der Heimfahrt von der Uni im Linienbus. An der Supermarkthaltestelle, daß der Bus die Fahrt stoppte. Angelika machte sich ans Aussteigen - da sah Angelika Manu plötzlich zufällig. Hinten auf der Mittelplattform, daß Manu dastand. Schnell hat Angelika Manu noch gegrüßt. Manu mit dicker Sonnenbrille auf der Nase, grüßte nicht zurück. Als würde Manu Angelika nicht bemerken oder wäre mit den Gedanken woanders.

Das war die Nummer eins. Drei, vier Tage drauf gab es ein neues Wiedersehen. Angelika erblickte Manu, die auf dem Parallelgehsteig gegenüber daherstolzierte. Wieder grüßte Angelika, weil Angelika dachte, sie würde von Manu angesehen. Und Manu war wirklich die Manu, grüßte kurz, flüchtig zurück. Manu schritt jedoch weiter aus, als hätte sie keine Zeit zum Herübermachen über die Straße und für einen Plausch oder so. Während Angelika stehenblieb, Manu hinterherguckte, bis Manu ums Straßeneck bei dem Brillenladen verschwand.

Beim Hinterhergucken, schwatzte Angelika mir daher, hätte sie durchaus gefunden, Manu erinnere ein bißchen an jene Manuela Dombrowski, die sie, Angelika, von Fotos aus meinem Besitz her kannte.

Am Samstagnachmittag hockte Angelika mit Betsy, Laila und einigen vom Rest an flüchtigen Männerbekanntschaften im Café Lenz. Um an dem ziemlich heißen Tag der zu böse bräunenden, Hautflecke verursachenden Sonnenbestrahlung zu entkommen. Drinnen im Café Lenz guckte Manu mal im Rund herum. Da erblickte Angelika unvermittelt Manu. Manu, äußerst seltsam. Ihre Lippen, daß Manu gegen die Glasscheibe seitlich vom Eingang preßte. Sehr befremdlich. Als hätte Manu das Glas geküßt und sich dran festgesaugt. Dann war Angelika für ein Momentchen von Betsy, die ihren Teeglas umkippte, abgelenkt, und als Angelika das nächstemal in die Richtung schaute, war dort keine Manu mehr. Weit und breit keine Manu nirgendwo. Hereingekommen war Manu nicht in Café Lenz.

 

Manu ist unmittelbar in meiner Nähe. Und - ich weiß von nichts. Nur, weil Angelika eingefallen ist, damit anzufangen, mir davon ein paar Worte zu erzählen, erfahre ich, daß Manu zurück ist, sich blicken läßt. Von Angelika.

 

*

 

 

Zehnter Juli, foxy.jpg..

Mittwoch am frühen Abend. Uhrzeit: 19:04 Uhr.

 

Angelika ist zur abendlichen Vorbereitungsvorlesung fürs nächste Semester aufgebrochen. Hat mich alleine in der Wohnung zurückgelassen.

Konnte das nicht, zu Angelika sagen, daß ich es lieber gehabt hätte, daß sie bei mir dableibt.

Angelika hat mich heute schon öfters mal undefinierbar arrogant, gereizt betrachtet, mich von oben herab behandelt. Könnte sein, daß gerade wieder Angelikas Freunde/-innen im Hintergrund Stimmung gegen mich machen. Oder Vati, Mutti Angelika im Ohr sitzen, zwei, die mich ebenfalls nicht sonderlich mögen, sondern eine Champagnerflasche aufmachen würden, würde sich Angelika von mir trennen.

Vor ihrem Weggehen hat Angelika zu mir gesagt, daß sie, wenn ich sie heute noch mal kurz wegen irgendwas doof anrede, im Meinhardt-Sanatorium anrufen werde. Dann käme für mich der Meinhardt-Sanatorium-Transporter, mich abzuholen. Sicher hätte man mich nach der Einbruchsgeschichte ziemlich gerne wieder für länger im Meinhardt-Sanatorium. Für eingehendere Unterhaltungen mit mir. Wäre wirklich interessant für die im Meinhardt-Sanatorium, zu erfahren, wer derjenige nun eigentlich war, der bei ihnen am Gelände und im Hauptgebäude in die Verwaltung eindrang. Würde schließlich auch sie, Angelika, mal gerne wissen, wer das nun war, wenn ich derjenige durchaus sein konnte. Vom reinen Zeitfenster her.

 

Zwischen siebzehn und achtzehn Uhr war das, daß Angelika so mit mir geredet hat. Denke nicht, daß Angelika diesen Tonfall an den Tag legen hätte müssen.

Wenn man sich überlegt, daß ich derjenige bin, der Angst um Angelika hat. Angelika, die jetzt besonders abends auf sich achtgeben müßte. Schließlich ist Angelika es, die Manu trifft. Während ich bis heute von Manu nicht die Nasenspitze zu Gesicht gekriegt habe. Könnte sein, daß Manu jetzt abends, nachts keine Sonnenbrille braucht.

Auch ohne Manus direkte Anwesenheit ist etwas bei mir los, was mit Manu zu tun hat und nicht notwendigerweise bei mir sein müßte.

Hier, in foxy.jpg., kann ich mir einigermaßen sorglos darüber auslassen. In foxy.jpg. kann ich das offen ansprechen. Das mitteilen, wo ich meinen Angstzustand, meine deutlich sichtbare Zitterei herhatte, daß mir heute in der Küche, während Angelika mir zuschaute, vier Teller, die ich in die Geschirrspüle legen wollte, aus der Hand gefallen sind. Porzellanscherben mußte ich zusammenkehren und in einem Beutel für die Resttonne entsorgen.

Der Grund für meinen Zustand hat mit dem Foto zu tun. Dem EINEN Foto.

Knapp nach halb fünf, nachdem Angelika und ich vom Einkaufen nach Hause gekommen waren, gemeinsam das eingekaufte Zeug weggeräumt hatten, war ich auf meinem Zimmer. Sagte Angelika, ich wolle meine e-Post nachgucken.

Das habe ich jedoch nicht gemacht. Was ich statt dessen getrieben habe, war, ES von unten unter Unterlagen aus der Schublade herauszuholen. Beinahe zwanghaft. Dieses Foto. Einen Moment nur, daß ich einen klitzekleinen Blick darauf werfen wollte. Ganz kurz. Auf das Foto, auf dem Manuela und Christine Dombrowski beim Blümchenpflücken zu sehen waren.  Oder besser gesagt: zu sehen sein sollten.

Die Fotografie habe ich zur Hand genommen, draufgeguckt, um loszukeuchen.

Fast war mir, ich hätte das verkehrte Bild. War aber das richtige. Sah ich sofort, als ich es umdrehte.

Was war das, was mich dermaßen auseinandersetzte? Antwort: Manuela und Christine Dombrowski, die waren auf dem Foto von der Wiese verschwunden.

Nur noch das mittlerweise reichlich hergetrampelte grüne Gras mit gelben, weißen Blümchen blickte ich auf der Aufnahme. Ein Schrecken in Reinkultur für mich. Gegen die Herzgegend habe ich meine Hand gekrallt.

Daß mich kein Herzschlag erwischt hat?

 

Das war vor siebzehn. Anschließend bin ich zu Angelika in die Küche gelaufen, um mich von Angelika anmachen zu lassen.

Jetzt haben wir neunzehn Uhr fünfzehn, und es ist weiter ungeheuer.

Ich habe das Blümchenwiesenfoto eben wieder zwischen den Seiten meines dicken Ökologielexikons herausgeholt. Um draufzublicken.

Weiterhin fehlen auf der Fotoszene Manuela und Christine Dombrowski. Die beiden Schwestern Dombrowski sind nicht auf die Fotoszene zurückgekehrt. Die nicht. Statt dessen - sehe ich jetzt Fransen dort am Bild. Mitten auf der Blümchenwiese  steht Fransen dort am Bild. Wie selbstverständlich. Als wäre er, Fransen, schon ewig dort gestanden.

Fransen in seiner üblichen Kleidung. Abgetragener Trenchcoat. Braune Altherrenhose. Schäbige, schmutzige Wanderschuhe.

Fransen grinst bleckend, präsentiert dabei schwarze Zahnstummel. Den einen Arm hat Fransen zum Winken gehoben.

 

Wollte vorhin mit meinem Smartie das Meinhardt-Sanatorium anrufen. Die Nummer war bereits auf der Anzeige, ich hätte nur zu drücken brauchen.

Meine Smartie-Nummer wäre bei einem Anruf von mir nicht unterdrückt.

Sämtliche Nummern von mir und Angelika sind im Meinhardt-Sanatorium hinterlegt. Die im Meinhardt-Sanatorium haben Angelikas Nummer und auch meine mit Namen versehen im Telefonbuch ihrer Anlage. Die Leute im Meinhardt-Sanatorium würden auf alle Fälle für eine kurze Nachfrage zurückzurufen. Schlüssig wollten sie sicherlich was erklärt haben. Oder, meldete sich niemand auf ihren Rückruf, daß sie ihre Schlüsse zogen, ein Meinhardt-Sanatorium-Transporter sich auf den Weg machte.

Dafür hätte ich nur ein bißchen mehr Fingerdruck an den Tag legen müssen, daß das jetzt Programm bei mir wäre.

 

Statt das zu bewältigen, im Meinhardt-Sanatorium anzurufen oder bei Frau Doktor Hella in der Praxis, habe ich mein Smartie aus der Hand gelegt. Um auf Fransen, Fransen auf der Fotoszene draufzuglotzen.

Fransen und sein spöttisches Grinsegesicht.

Ich glaube, Fransen ...

Fransen am Bild regt sich zwar nicht, aber ich habe so was wie eine Stimme in meinem Kopf. 

Die Stimme Fransens.

Fransens Worte: 'Du und deine kleine reiche Freundin, ihr öffnet uns die Türe. Ihr laßt uns ein. Wenn wir anklopfen, laßt ihr uns ein.'

Ich erwiderte, laut zum Foto hinuntergesprochen, mich komischerweise bockig anhörend: 'Nein!'

Fransen: 'Du wirst tun, was dazu nötig ist. Du kannst nicht anders, als zu gehorchen.'

Ich verweile bei meinem Aufbegehren. Ich: 'Nein!'

Fransen: 'Ich kann dir nur wiederholen: Du kannst nicht anders.'

Seltsam, ich höre mich weiterhin alles andere als eingeschüchtert an. Trotz der Seltsamkeit, daß ich jemanden in meinem Kopf höre; wie gesprochenes Wort. Ich: 'Wenn ich nicht anders kann, Dinge tun muß, warum redest du überhaupt lange darüber mit mir? Ihr beiden, du und Manuela, ihr braucht doch nur anzuklopfen, oder? Du sagst, daß ich dann sofort aufmache ... Aufmachen muß. Was laberst du hier?'

Fransen: 'Deine kleine Freundin ist ziemlich aufgeschlossen. Nicht schwer, sie anzusprechen. Eigentlich ist sie nicht das Problem - sondern DU. Du bist hier außerdem der erste. Auf dich kommt es dabei besonders an. Deshalb solltest du endlich tun, was nötig ist. Die Türe für uns aufmachen. Was deine kleine Freundin doch schon lange möchte. Hat sie dir das noch nicht mitgeteilt? Wird sie schon noch machen, paß auf.'

Ich, ziemlich abgebrüht: 'Erklär mir das näher, damit ich was besser versteh ... Angelika würde euch lange geöffnet haben - nur ich, ich bin dem im Weg? Sonst wärt ihr lange da ...? Wärt bei uns drinnen ...'

Fransen: 'Du wirst schon das richtige tun, denke ich. Das weißt, was zu tun ist. Es ist deine Sache. Du willst das doch auch, daß wir ... Deine kleine Freundin, die so reich ist, daß es nicht zu glauben ist, wird langsam richtig böse, hörst du?'

Ich: 'Und wenn schon! Ist Angelika mir eben böse. Böse war Angelika mir schon öfters. Also, wenn ich nicht will, daß ihr zu mir und Angelika reinkommt. Pech. Ihr könnt gut auch draußen bleiben, wie ich das sehe.'

Fransen: 'Das meinst du, daß wir immer draußen bleiben. Ich wäre mir an deiner Stelle nicht so sicher. Langsam solltest du es aber mal wissen. Beziehungsweise dir selber klar darüber sein, was du willst. Oder es könnte dir klar was angesagt werden, von deiner kleinen Freundin. Sie kann dir das Leben elendig schwer machen. Letztens hat Manu sie überhaupt nicht sonderlich gut gelaunt getroffen. Deine kleine Freundin hat ziemliche Sachen über dich gesagt.'

Ich: 'Na und? Aber, du mußt mit mir schwatzen - ihr seid auf mich angewiesen ... Entweder habt ihr weniger Einfluß auf Angelika als ihr denkt - oder ich bin euch mehr im Weg, als euch das paßt.'

Fransen: 'Nein. Ich denke, du hast dich längst entschieden. Du weißt, was du zu tun hast. Also, höre auf, weiter hier Zeit zu verschwenden. Deine Freundin will, daß wir zu ihr und dir reinkommen. Die nächsten Tage wird sie es dir gegenüber durchsetzen.'

...

 

Am Fußboden meines Zimmers bin ich zu mir gekommen.

Um mich herum war Licht. Was bedeutete, die Elektrizität war an.

Mein Läppie lief, stellte ich fest, als ich mich hochgerappelt hatte. Mein Läppie funktionierte wie eine Eins. Sogar abgespeichert hatte ich komischerweise. Oder, das Gespräch mit Fransen war noch weitergegangen - ehe ...

Worte einer Unterhaltung, die ich glaube, daß ich sie mit Fransen geführt hätte. Wie sie hinter meiner Schädeldecke laut wurden, entstanden.

Das Zwiegespräch mit Fransen hatte ich mitgetippt. Mit schnellen Fingern.

 

Schon seltsam, daß hier nach einer Entscheidung von mir gefragt wurde.

Als wäre ich wichtig.

Und als wäre Christine Dombrowski nicht schon einmal drinnen bei mir gewesen, hätte den Boden bei mir nicht markiert.

Ich meine: Was für Probleme hatten DIE, zu mir hereinzukommen? Versteh die Geschichte nicht. Wenn DIE bei Angelika sich umtrieben, müßten DIE doch mit Hilfe Angelikas zu Angelika und mir reinmachen können.

Was kam es dabei auf mich an? Wie stelle ich das überhaupt an, daß ich SIE blockieren würde?

 

Jetzt haben wir dreiviertel zwölf Uhr. Es halb elf Uhr am Abend, zeigte die Leiste unten am Läppie-Monitor, als ich an der Wohnungstüre das Geräusch des Schlüssels gehört habe.

Obwohl mir elend zumute war, ich auf meinem Liege- und Sitzsofa lieben bleiben wollte, habe ich mich ängstlich, nervös aufgerappelt. Bin bei mir über die Zimmerschwelle getaumelt.

Angelika habe ich ins Gesicht gestarrt, Angelika alleine. Kein Mensch bei Angelika dabei. 

Mit einem dicken Blumenstrauß in der Hand, daß Angelika zur Türe hereingekommen war, als hätte ein Verehrer Angelikas den Angelika übergeben.

Keine Blumen wie aus dem Gewächshaus eines Blumenladens, sondern ein Strauß gelbe, lila, weiße Wiesenblumen. Welche, die man auf einer grünen Wiese vielleicht auch selber pflücken könnte. Löwenzahnblätter umschlossen die Stengel des Vollstraußes, gebunden mit Gerstenstielen.

Den Wiesenblumenstrauß legte Angelika auf das Deckchen des Flurtisches.

Danach begab Angelika sich zur Türe zurück, nahm ihren metallenen Bürokoffer am Tragegriff. Mit der Linken hob Angelika etwas Längliches von der Bodenmatte auf.

Ein metallener Spazierstock war das, das sah ich auf der Stelle. Das Ding, das kam mir bekannt vor.

Als Angelika abgesperrt hatte, die Sicherheitsketten vorgelegt, schritt ich hinter Angelika her in die Küche. Am Küchentisch blieb Angelika nicht stumm. Aufgeregt erzählte Angelika mir, der Strauß Wiesenblumen, der sei von Manu. Den Gehstock, den hätte ihr Manu ebenfalls gegeben.

Ihr, Angelika, wäre, als wäre ihr das Metallding befremdlich bekannt. Konnte aber nicht möglich sein, oder?

Ich habe den Kopf geschüttelt.

 

An der Bushaltestelle in der Parallelstraße, daß Angelika und Manu miteinander ausgestiegen waren.

Im Bus hatte Angelika Manu bis dahin überhaupt nicht das bißchen gesehen. Muß weiter hinten umfinstert auf einem Sitz gehockt sein, Manu. Ohne auf sich aufmerksam machen zu wollen.

An der Bushaltestelle redeten Angelika nach der Abfahrt des Linienbuses ein paar Allgemeinplätze miteinander. Manu meinte dann, sie wolle schnell noch jetzt bei einer Freundin vorbeischauen, die die Straße runter wohne. Mit dem Finger zeigte Manu die Richtung. Gestern hätte die Freundin Geburtstag gehabt, und sie, Manu, hätte das vergessen; total verschwitzt. Jetzt, am Abend, wäre ihr, Manu, das eingefallen; eilig, daß sie zu ihrer Freundin gefahren wäre. Den Blumenstrauß hätte sie, Manu, eigentlich für sich selber gedacht, nicht für jemand anderen

Plötzlich, daß das mobile Telefon in Manus Handtasche laut Musik zu spielen anfing.

Den Strauß Blumen hat Manu deswegen an Angelika weitergereicht. Den Metallstock, den Manu ebenfalls mit dabei hatte, den sollte Angelika kurz halten. Damit Manu beide Hände frei hätte, ihre Telefoniergerätschaft aus der Handtasche zu holen, den Anruf entgegenzunehmen.

Unvermittelt entfuhr es Manu, Manu, die im Handtascheninnern herumkramte, hochschaute, da sei doch Bernd. Bernd Reil, der käme dort dahergeschritten. Bernd Reil, mit dem sie, Angelika, doch in einer Wohnung zusammenlebe.

Von den Worten Manus dazu veranlaßt, wandte Angelika sich auf dem Absatz um, schaute in die Richtung, in die Manus Finger gedeutet hatte.

Bloß, niemand, der angeschritten kam. Nur schlecht ausgeleuchtete Finsternis, in die Angelika guckte. Kein Bernd Reil weit und breit.

Zurück zu Manu drehte Angelika sich kopfschüttelnd. Festhalten wollte Angelika Manu die Tatsache, daß da doch kein Bernd Reil nirgends wäre. Wie könnte sie, Manu, Bernd Reil sehen, wenn nirgends ein Bernd Reil war? Woher kannte sie, Manu, überhaupt Bernd Reil, wüßte, daß ihr Freund, mit dem sie, Angelika, in der Wohnung zusammenlebe, mit vollem Namen Bernd Reil heißt?

Einzig und alleine, keine Manu mehr für Angelika gegenwärtig. Ohne jedes Geräusch war Manu spurlos verschwunden. Von einer Sekunde zur anderen. Als hätte Manu sich in Luft aufgelöst. Nur Manus süßliches Parfüm war für Angelika noch zu riechen. Alles andere als dezent, daß Manu sich mit einem Parfüm eingesprayt hatte, das Angelika ekelhaft fand.

 

Die Straße hinauf und -unter ist Angelika gelaufen, mit Manus Blumenstrauß und dem eisernen Spazierstock in der Hand. Ihren eigenen Metallkoffer hatte Angelika seitlich an einer Hauswand abgestellt.

Nirgends konnte Angelika eine Spur Manus entdecken.

Genauer mitgeteilt, wo ihre Freundin wohne, wie die mit Namen heißen würde, das hatte Manu Angelika nicht. Das konnten zwei, drei Gebäude sein, jeweils fünfstöckig, die Manu mit ihrem Fingerzeig gemeint haben konnte. In jedem dieser Wohnhäuser zehn Parteien.

Überall zu läuten, das fand Angelika keine gute Idee. Irgendwann kämen Polizisten für Angelika herbei. Herrschaften von der Polizei, die sich bei Angelika erkundigen würden, ob Angelika sich gut dabei fühle, nächtens die Ruhe der Leute in den Häusern zu stören.

Zehn weitere Minuten wartete Angelika hin, ob Manu nicht doch zurückkehren wollte, den Blumenstrauß und dem Spazierstock bei ihr, Angelika, abzuholen. Dann entschied Angelika, heimwärts zu machen. Schlußendlich, alles nützte nichts; es wurde bloß immer später auf der Uhranzeige von Angelikas Smartie.

 

Den Wiesenblumenstrauß holte vom Abstelltischchen am Flur. Den Strauß gab Angelika in eine schmucke Vase.

Der Gehstock aus Manus Besitz blieb jedoch mitten auf den Küchentisch liegen, für die Dauerbetrachtung.

Mir stellte Angelika schließlich die Frage, woher Manu denn meinen vollständigen Namen kannte.

Die Schulter habe ich gezuckt, mir mit dem Papiertaschentuch Tränen fortgetupft. Direkt Antwort geben wollte ich Angelika auf ihre Frage nicht. Daß mein Zustand nicht der beste war, das konnte, wollte ich nicht vor Angelika verbergen.

Tatsache, den metallenen Gehstock, den kannte ich nur zu gut. Und Manu, von der wußte ich seit Dezember letzten Jahres, daß Manu Manuela Dombrowski so sehr ähnelte, daß sie nur Manuela Dombrowski selber sein konnte.

Angelika betrachtete das Teil, den Metallspazierstock, mit ängstlichen Augen. Angelika meinte von ihrem Sitzplatz zu mir herüber, daß sie Metallspazierstock doch kennen würde. Diese Plastik einer Drachenfratze oben am Knauf, die wäre ihr bekannt. Der Metallstock sähe ihr beinahe aus wie das Duplikat eines anderen Stockes, den sie vor Monaten auf der Polizei abgeliefert hätte, redete Angelika zu mir hin.

Die Mundwinkel, die ich beide herabzog. Traurig, daß ich aus der Wäsche guckte.

Erhoben hats Angelika sich von ihrer Sitzgelegenheit. Im Stehen hat Angelika auf mich heruntergeglotzt, um sich abbrupt loszumachen, die Küchenwelt und mich zu verlassen. Auf ihr Arbeitszimmer ist Angelika mit ihrem Metallkoffer getorkelt, den sie rasch am Griff vom Flurboden hochnahm.

 

Paßte auch alles viel zu haarscharf zusammen. Echt wahr, der Spazierstock Fransens, der zu uns, Angelika und mir zurückgekehrt war.

Fransens Gehhilfe, eben jetzt befindet sich die bei Angelika und mir in Angelikas Wohnung. Im Flur habe ich den Spazierstock in das eimerhohe Behältnis zu den drei Regenschirmen gesteckt.

 

Ich glaube, ich verstehe die Bedeutung. Die Zeichen sind zu offenkundig. Der Gehstock soll der Türöffner sein. Für Fransen und Manu.

Um zu Angelika und mir hereinzukommen.

 

Wie es aussieht, kann ich das nicht auf sich beruhen lassen. Ich denke, ich werde den Gehstock jetzt sofort woanders hinbringen.

Solange ich das noch kann. Schließlich muß ich mir das gewahr sein: Manu und Fransen, die können jede Sekunde herbeikommen.

 

Jetzt ist es mir gekommen. Auch wenn wir schon nach Mitternacht am Donnerstag haben, gestern war der zehnte Juli!

Vor einem Jahr hat das alles begonnen. Ein Jahr her, daß Manuela Dombrowski sich vorm Unterem, dem Stadtkino, mir gegenüber aufgebaut hat.

 

*

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