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Blog von TeddeMehr

"Das digitale Tagebuch" (18.08. - 27.09.), No. 1

27. Mai 2014 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #T-Rixi

Achtzehnter Augst, Tagebuch-Datei geöffnet.

Samstagmittag. Uhrzeit: 12:18 Uhr.

 

Habe den Kochkurs gestern nicht versäumt. 

Deswegen bin ich jetzt im Augenblick auch noch ziemlich angeschlagen.

 

Abgefüllt war ich gestern. Sternhagelvoll.

Warum war ich blau?

Weil ich dache, ich sollte nicht auf meiner Bude sitzen, sondern unter Leuten sein.

Auszugehen, das hatte ich mich im eigentlichen Sinne nicht mehr getraut. Alleine wollte ich nirgendwohin in den Straßen der Stadt unterwegs sein. Und nachdem sich Angelika mit nichts bei mir gemeldet hat, obwohl ich Angelika anrief, Angelika was textete - hatte ich keine bessere Idee als das Kochen mit Anton, dem angehenden Sterne-Koch.

Zwar bin ich erst gegen zwanzig Uhr in die große Kellerküche im Wohnheim runtergeschlichen gekommen. Nur, Anton hatte noch überhaupt nicht angefangen. Fröhlich waren Anton, Robbie, Nadine und Trendy dabei, sich zu unterhalten, jeder ein Weinglas mit rotem Inhalt in der Hand.

Als die vier mich sahen, gab es ein Hallo, Bernd. Groß die Freude, daß mit mir noch einer zum Kochen dazukam.

Habe meinen Namen selber in Druckschrft auf die Anwesenheitsliste gesetzt, rechts unterschrieben. Dann war es das für mich, ich hatte eine Kochschürze umhängen und ein Glas Trollinger zum Festhalten in den Fingern.

 

Hatte dadurch gestern abend ein gutes Abendessen. Mal was anderes als Chips und Bier oder lasche Dosenravioli, selber aufgewärmt.

Zwei Kurze, die ich mit Robbie und Anton, dem Chefkoch, bei der Essensvorbereitung, das heißt dem Herschnippeln von Tomaten und sonstigem Gemüse, gekippt habe. Trendy und Nadine, meine französische Nachbarin hier auf der Etage, blieben ausschließlich beim Rotwein.

Insgesamt ergab sich eine heitere, gelöste Stimmung. Alles, was mir auf der Seele lag, war in weiter Ferne. Sozusagen auf Distanz gegangen.

Anton zeigte uns, Robbie, Nadine, Trendy und mir, wie man Spaghetti selber macht. Zuerst den Nudelteig. Und nachdem Anton einen vorbereitet und mitgebracht hatte, der bereits gelegen war, hat Anton den durch die Maschine gezogen. Dafür gesorgt, daß jeder dann das gleiche mit Teigstücken macht.

Verschiedene Arten von Tomatensaucen, Bolognese, Napoli, die wir miteinander zubereiteten.

Eine Apfeltart gab es auch.

 

Mann, Mann, am Ende hatte ich im Leben schon schlechter gegessen. Genauso miesere Abende verbracht. Jedenfalls störte Anton, den Chefkoch, Robbie, Trendy, Nadine und mich nichts und niemand während unseres Kochabends.

Der Alkohol, der hat schön heftig bei mir reingehauen, daß ich Schluß nur noch weiß, daß Anton, der auch ein wenig Schlagseite hatte, seine Frau anrief. Die sollte mit dem Taxi am Wohnheim vorbeikommen, ihn dann mit dem eigenen Auto nach Hause fahren.

War überrascht, daß Anton erzählte, er hätte sein Restaurant dienstags, freitags und samstags am Abend nur bei besonderen Anlässen bis um zweiundzwanzig Uhr offen. Ansonsten: die Öffnungszeiten bei Anton von acht Uhr früh bis achtzehn Uhr. Dann war Schnitt.

Aber, das mußte Anton, dessen Restaurant bald einen Stern kriegen konnte, schon selber wissen, wie er sein Geschäft betreiben wollte und zu welchen Zeiten.

 

Eigentlich der totale Filmriß, den ich habe, was nach der Abgang Antons bei Robbie, Nadine, Trendy und mir dann war.

Aufgewacht bin ich gegen halb zehn Uhr bei Trendy in der Wohnheimbude oben. In Trendys Doppelbett. Nur mit einer Unterhose an.

Trendy war schon wach. Mich hatte Trendy schlafen gelassen. Als Trendy sah, daß ich erwachte, kam Trendy zu mir aufs Bett, fragte mich, wie es mir ginge.

Konnte mich an nichts erinnern, was zwischen der dicken Trendy und mir gewesen war. Nur, neben Nadine wäre ich lieber aufgewacht. Nadine, die hatte anscheinend dieser Scheiß-Robbie abgekriegt. Oder ich bin mit der mitgegangen war, die mich zu sich auf die Bude läßt. Das war dann Trendy, Trendy hat mir ihre Budentüre aufgesperrt.

Fühlte, kaum wach, sofort Blasendruck. Das brannte außerdem, als hätte ich zu viel Flüssigkeit intus und es kürzlich wieder getrieben. Mußte unmittelbar darauf auch schon wieder bei Trendy aufs Klo.

 

Trendy mußte es meinen Augen angesehen haben. Auf alle Fälle sprachen Trendy und ich mit keinem Wort irgendwas an, was zwischen uns gewesen war.

Sogar, daß Trendy an mir ab und zu schüchtern vorbeischaute.

Trotzdem trank ich bei Trendy eine Flasche Mineralwasser leer, eine Tasse tiefschwarzen Kaffees. Teilte mit Trendy eine Dose Ölsardinen mit älteren Brötchen. Trendy und ich redeten über unser Studium. Sachen, die ich bei meinem Studiengang erlebte, hörte Trendy sich an. 

Dann war es das gegen halb zwölf uhr mittag für mich bei Trendy, ich hab mich bei Trendy zur Budentüre begeben.

Zum Abschied hat Trendy gemeint hätte, daß ich, wenn ich weiter Probleme mit Leuten hätte, jederzeit wieder bei ihr übernachten könnte. Ihre Türe stünde immer offen für mich.

Habe mit dem Kopf genickt, bin bei Trendy raus. Hinter mir hat Trendy bei sich zugemacht.

 

Mann, ich hatte Trendy die Nacht, und ich wußte nicht das bißchen was davon.

Überdies paßt mir davon nichts.

Weil ich konzentriert auf Angelika losmachen wollte. Daß ich jetzt bei einer andern gelandet bin, ob das Trendy war oder nicht, das paßte mir dabei überhaupt nicht in den Kram.

Der Sex mit der dicken Trendy, der störte. Als könnte sich deswegen ein dünner Vorhang zwischen Angelika und mich gelegt haben.

Zwar wußte ich auch nicht genau, was Angelika alles trieb, wenn sie ohne mich irgendwo im Café Lenz oder im Molto unterwegs war. Bloß, das war Angelika, und das andere ich. Und ich war jetzt bei Trendy gelegen. Hatte damit erst mal Geruch, von dem man unter Umständen was merken konnte. Vielleicht, daß sich damit das mein Verhalten Angelika gegenüber änderte. Irgendwie.

 

Schon ärgerlich. Dabei wollte auf Angelika konzentriert bleiben. Ausschließlich. Gleichgültig, wie Angelika sich verhielt.

Anders wollte ich das erst mal nicht machen, das mit Angelika.

Und jetzt hatte ich Trendy. Etwas, was störte. Mich. Bei meinem Vorgehen in der Angelegenheit Angelika.

 

*

 

 

Achtzehnter Juli, Tagebuch-Datei offen.

Früher Samstagnachmittag. Uhrzeit: 14:09 Uhr exakt.

 

Traue mich im Moment nicht mal, auch nur die Nasenspitze zur Budentüre rauszustecken. Die Hosen habe ich so was von gestrichen voll.

 

Christine Dombrowski und dieser Fransen, die beiden ...

Das mit denen setzt mich unter Druck. Daß ich nicht weiß, was ich machen soll. Wohin mit mir.

Jede Sekunde praktisch kann es bei mir hier drinnen klingeln. Oder Christine Dombrowski und dieser Fransen, die stehen bei mir vor der Türe meiner Wohnheimbude oben.

 

Angelika, die rührt sich nicht. Mit nichts.

Nur eins ist weiterhin klar, was Angelika angeht: Meine Anrufe werden immer noch bei Angelika auf dem Smartie angezeigt. Vielleicht, daß Angelika meine Kurznachrichten, die sie auf ihr Gerät bekommen hat, aufmacht und liest.

 

Mein Läppie ist an. Ich habe die Schwatzbude offen. Ich tippe hier, in der Tagebuch-Datei.

Das kann ich.

Sonst jedoch sehe ich nicht viele Möglichkeiten.

Am liebsten würde ich zu Trendy runterrennen. Zu Trendy rein in die Bude mich flüchten ... Mich Trendy in die Arme werfen ...

Nur - ab wann wird es schwierig, das Trendy zu sagen, daß Trendy mir wieder weggehen soll? Eigentlich will ich doch nichts von ihr, Trendy. Sie soll mir ja vom Hals bleiben.

Ich meine, wenn ich der bin, der das bei Trendy anschaltet. Die dicke Trendy öffnet mir nur freundlich die Tür. Weiter tut sie von sich aus nichts.

Richtig Sex hat sie, meine dickliche Freundin Trendy. Ich besorge ihr ein Sexleben. Total unerwartet.

Am Schluß habe ich mir in Trendy jedoch eine Feindin gemacht. Weil ich bei ihr die verkehrte Tonlage an den Tag legte. Sie zu vieles mißverstehen konnte, nachdem ich doch der war, der sich zu ihr hingedrängt hat. Nicht so sie sich zu mir.

Tja, so könnte es bald rüberkommen: Ich habe das mit Trendy nötig. Will das mit ihr. Als wäre ich in sie verknallt. Müßte sie haben, sie, Trendy.

 

Kommen wir zurück zum echten Thema, das mir mitspielt: Christine Dombrowski. Christine Dombrowski, sie hat jemanden bei sich dabei. Diese Grusel-Type mit dem Spitznamen Fransen.

Ehe ich das nicht mehr kann, möchte ich hier in Dir, Tagebuch, noch ein weniges tippen, was mir mit diesem Fransen an der Geiersdorfer Kurve passiert ist.

 Mit dieser Figur, die Fransen genannt wird. Die mir mit dem zehnten Juli dieses Jahres entstanden ist.

 Da hab ich was auf Lager, mit dem kann ich hier weitertippen, solange mir darüberhinaus nichts fehlt.

 Und zwar das, was mir an der Geiersdorfer Bergstrecke in der Kurve, deren Leitplankenvorrichtung Manuela Dombrowski bei viel zu hoher Fahrgeschwindigkeit in ihrem schwarzfarbenen Tabert-Geländewagen durchbrochen hatte, passiert ist. um anschließend im Fahrzeug eine kleine Abfahrt die Bergwiese hinunter zu . Wonach eigentlich nichts mehr mit einer wie Manuela Dombrowski sein sollte, die im Fahrzeug eine kleine Abfahrt die Bergwiese gemacht hatte. Bei niemandem mehr.

Außer als Gedächtnisübung, sollte sich jemand noch an sie erinnern wollen.

Wäre mir eigentlich vor dem zehnten Juli schwergefallen, so ahnungslos war ich. So sehr war Manuela Dombrowski aus meinem Gedächtnis und bewußten Denken gelöscht.

 Manuela Dombrowski sollte tot sein. Nach den Feststellungen, die die Ärzte bei ihr dort unten auf der Bergwiese beim Tannenbaum getroffen haben.

 

Etwas Gegenteiliges kann ich der Welt auch nicht beweisen. Ihr lediglich mitteilen, daß ich ein anderweitiges Erlebnis mit Manuela Dombrowksi hatte

Ich bin nur jemand, der mit Unheimlichkeiten im Zusammenhang mit Manuela Dombrowski zugange war und ist, Dingen, bei denen jeder normale Mensch sich an die Stirn tippt.

Schreien könnte ich, vom Bürodrehstuhl auf meiner Wohnheimbude hier aufspringen und laut zu kreischen anfangen.

Vielleicht sollte ich das tatsächlich in Betracht ziehen, mich einliefern zu lassen. Hinter den Mauern einer Anstalt hätte ich zumindest vor Christine Dombrowski und ihrer männlichen Begleitung Ruhe. Bis ich entlassen würde. Dann müßte sich zeigen, ob irgendwas mit dem Ruch Dombrowski mir wiederkäme.

 

Nun, erst mal noch befinde ich mich auf meiner Wohnheimbude. Nichts ist bei mir anders. Ich meine, eine Christine Dombrowski ist weiter draußen. Auch Fransen.

Weiterhin erwarte ich erst das Eintreffen von denen.

Kehre ich hier in der Datei nun zurück zu den unübersichtlichen Momenten, die ich in der Kurve, aus der Manuela Dobrowski schwerer Geländewagen - Hans-Georg Taberts Eigentum - abgeflogen war, erlebt habe. Worauf ich mich knapp entsinne.

Wie ich bereits beschrieben habe, gab es auf der Seite jenseits der Leitplanke Teelichter, jede Menge Grabkerzen, einzelne Blümelein, Blumensträuße am bewuchsfreien Erdboden. Überdies war eine Fotografie Manuela Dombrowskis in einem goldfarbenen Bilderrahmen, der an einem herabhängenden Alu-Draht festgemacht war, zu entdecken.

In die Hocke war ich gegangen, hielt das gerahmte Bild in den Händen.

Dabei hatte ich eine seltsame Erscheinung. Jenes Farbbild, das Manuela Dombrowski - Manuela Dombrowksi in einer Reiterhose, mit dem Hinterteil auf einem Koppeltor hockend - zum Mittelpunkt hatte.

Ungeheuerlicherweise: Die gesamte Fotoszene war mir in Bewegung geraten. Als wäre das ein Bildschirm, auf dem lediglich kurz der Film angehalten war.

Böse war das für mich. Unbegreiflich. Fürchterlich.

Total fixiert war ich auf das Fotografiegeschehen, die bewegten Bilder mit Manuela Dombrowski, die ich wahrnahm - da rollte ein Kieselsteinchen an mir vorüber. Eins, das zu einhundert Prozent unbeabsichtigt zu mir hingekickt worden war.

Der vorüberrollende Kiesel, der lenkte meine bewußte Aufmerksamkeit auf sich. Unwillkürlich, daß meine Augen vom Foto wegschauten. Obwohl sich dort weiterhin die Szene in Ablauf befand.

Tatsächlich wurde ich mir bewußt. Ich war weiter hier  - nicht dort. Manuela Dombrowski ruderte auf der Fotoszene mit den Armen.

Seelenruhig, als ob nichts wäre, plazierte ich das gerahmte Bild am Leitplankenfuß, erhob mich aus der Hockposition auf die Füße. Im Stand wandte ich mich abrupt auf dem Absatz herum, schaute voller ängstlicher Sorge das an, was hinter meinem Rücken herangekommen war.

 

Auf den ersten Blick war das ein Riese, Stehplatz Höhe des weißfarbenen Mittelstrichs der Teerstraße.

Eine feindselige Zerrfratze, in die ich starrte. Pure Mordlust gewahrte ich in den weit aufgerissenen Augen.

Einen länglichen Gegenstand hielt die monströse Gestalt in der Klaue. Hocherhoben. Ein Metallding, zum Zuschlagen bereit.

Kurz ließ ich einen Aufschrei vernehmen, stellte mich seitlich. In Zweikampfposition, die Fäuste locker geballt. Für Handkantenschläge waren meine Hände nicht mehr trainiert. War besser, auf solche Versuche zu verzichten.

Irre, irre, mit welcher Rasanz sich die Riesengestalt zu einem normalgroßen Menschen eindampfte. Ich meine, es war beinahe der Effekt wie beim falschen Riesen in der Geschichte von Jim Knopf. So was von plötzlich war das eine hundsgewöhnliche Menschengestalt. Zwar weiter relativ hochgewachsen, aber jetzt, als hätte jemand bei meinem Gegenüber Luft rausgelassen.

Im Bruchteil eines Sekündchen fiel der Arm mit dem zum Zuschlagen hochgehobenen Metallspazierstock, der mit dem runden Knaufkopf auf mich herabgesaust kommen sollte, saft- und kraftlos herab.

 

Eher ein Penner, daß das war, einer in einem grauen, fleckigen Allwettermantel der Marke Trenchcoat.

Einen gelben Basthut hatte der Dreckskerl am Schädel sitzen. Den Kopf beugte er nun so vor daß ich wegen des Hutrands nicht weiter was Genaures von seiner erschreckend blassen, eingefallenen Drecksvisage blicken konnte.

Ansonsten war die bei mir eingetroffene Type vollends zur Salzsäule erstarrt. Stillstand herrschte.

 

Meine gedankliche Feststellung, die sich auf meine Eindrücke bezogen, nachdem mir das Manuela-Fotobild in Bewegung geraten war, daß der keine Kamera beziehungsweise einen Fotoapparat vorm Brustkorb hängen hatte.

 Allerdings blieb dieser markante, kantige, metallene Gehstock, den der andere weiterhin fest mit den Fingern umklammerte. Um möglicherweise mit dem Gerät zuzuschlagen, hatte er sich erst von seinem Schock, daß es für ihn mit dem Überraschungsmoment bei mir vorbei war, erholt.

Wahrscheinlich, daß er mir, wäre von ihm erst die nötige Nähe zu mir erreicht worden, den Knauf brutal auf meinen Hinterkopf herabsausen hätte lassen wollen. Zwei-, drei-, viermal.

Hätte man mich finden können, wann immer. Eher tot als lebendig. Bestimmt mit Trümmerschädel jenseitig der Leitplanken hinuntergerollt. Finden hätte man mich in einer der Pflugrillen der braunen, vom Bauern umgepflügten Erdscharte gekonnt. Schwer zu sagen, wann.

 

Weiß nicht, wie ich angesichts der Gefahr, auf diese Idee habe kommen können. Jedenfalls konnte ich dem nicht widerstehen, mußte seitwärts treten, für Momente die Manuela-Dombrowski-Fotografie ins Auge zu fassen.

Auf dem gegen den Fuß der Leitplanke gelehnten Foto im rechteckigen Goldrahmen war Bewegung.

Fordernd gestikulierte Manuela Dombrowski, sah ich, weil ich mich näher zur Bildfläche herabbeugte.

Klar ersichtlich, daß Manuela Dombrowski den Wunsch hatte, daß der, der in kleiner Distanz bei mir dran war, endlich losmachen sollte, auf mich zu. Um mich fertigzumachen.

Bloß, daß der, der mir irgendwie bekannt vorkam, mir sein Gesichtschwarte unter dem gelben Basthutrand verbarg, Höhe Mittelstreifen der Bergstraße verweilte. Nicht großartig, daß der sich von der Stelle bewegen wollte, obwohl ich mal von ihm weggeschaut hatte. Als wäre ihm das nicht länger die allergrößte Freude, daß er vor Ort anwesend war, jetzt nachdem sich meine Aufmerksamkeit auf ihn gerichtet hatte. Ich dummerweise das mit seiner Gegenwart mitkriegen mußte. IHN sah, daß ich sah, IHN, eine jämmerliche Pennergestalt in einem abgetragenen grauen Fleckeregenmantel.

Mir kam es vor, als ob sich mein Freund sich in Dauerschleife die Frage stellte, wo er bloß hinmachen sollte. Aus der Sonne und aus meinem Blickfeld schnellstmöglichst fortzukommen.

Lange, lange dauerten die Momente zwischen ihm und mir bereits. Purste Langsamkeit, mit der ich mir den Jägerrucksack von meinem Rücken heruntergleiten ließ. In Leitplankennähe plazierte ich den Jägersmannrucksack.

Nun war ich noch freier, für den Zweikampf, einen unter zwei Männern.

Mein Gegner an seinem Stehplatz geriet jedoch immer heftiger ins Taumeln. Wahrscheinlich, weil sich bei ihm das, was sich vorhin noch an mordlustigem, hinterhältigem Konzentrat aufgebaut gehabt hatte, mehr und mehr verabschiedete. Ein ziemlich alkoholisierter Jammerzustand, der bei ihm zum Vorschein kam.

 

Es sah wirklich nicht so aus, als ob ich keine Chance haben könnte. Auch wenn ER das Hilfsmittel zum Zuhauen mit Mordabsicht hatte.

Gezielt einmal IHN am Kinnwinkel erwischt. Das reichte bestimmt. IHN herschlagen zu können. Ganz nach Lust und Laune. Kein Ringrichter weit und breit, der mich an irgendwas hätte hindern wollen, geriet ich in Form.

Trotzdem mußte es nicht sein, daß ich anfing. Daß ich plötzlich der war, der behördlich als der Böse, Gemeine festgestellt, ermittelt werden konnte. Derjenige, der angegriffen hatte.

Ich muß das festhalten: Die Szene zwischen DEM und mir, die hatte sich gefressen.

Voll gefressen hatte die sich. Wie eine Rechner-Seite, auf der man im Netz ewig lang festsaß, auf den Bildschirm glotzend. Ehe man ausschaltete.

Nicht absehbar, wann sich irgendeine Kleinigkeit zwischen DEM und mir ereigneten.

Bis ...

Bis auf der Geiersdorfer Bergstraße Richtung abwärts Weiber meine Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Drei mittelalte Frauen, die, Skistöcke in den Händen, Nordic-walking betrieben. Den Berg herauf, daß sie am geteerten Straßenbelag marschierten. An meine Gehörgänge drang mir ihr Schnaufen.

Als das sportliche Frauentrio mich in Leitplankennähe und den andern am Mittelstreifen der Teerstraße oberhalb erblickte, verhielt es abrupt im Gleichschritt.

Daß Bestimmtes zwischen den sich gegenüberstehenden Männern oberhalb nicht stimmte, das begriffen die drei von der Weiberpartie auf der Stelle. Schwer zu gaffen, daß das Trio anfing.

 

Mein Attentäter, derjenige, der leise zu mir hingewollt hatte, mir von hinten den runden Knauf seinen eisernen Gehstocks drüberzuziehen, beabsichtigte, mein Abgelenktsein für sich auszunützen. Nicht allerdings, um mich tätlich anzugreifen. Aus dem Stand warf er sich ohne irgendeinen Laut von sich zu geben herum. In torkeligen Lauf geriet er. Erreichte den grasbewachsenen Anstieg, die Gegend ungefähr, wo er vorhin voller feindseliger, meuchelnder Absichten herabgeschlichen gekommen sein mußte.

Daß er mir so einfach davonkommt, das wollte ich dem plötzlich nicht erlauben. Mit einem Aufschrei habe ich dem Mistkerl hinterhergesetzt.

Der Flüchtige hatte zwar einen gewissen Vorsprung, war die steile Anhöhe hinaufmachend aber so was von saft- und kraftlos, deswegen viel zu langsam. Im Nu hatte ich ihn eingeholt, ihn am Hosenbein gepackt, daß er die Grasnarbe küßte.

Der Sonnenhut, der ihm vom kahlen Schädel geflogen war, kullerte an mir vorüber.

Den Eisengehstock, mit dem mein Gegner schwach, ungeschickt nach mir stach, umfaßte ich und riß ihn ihm wie nichts aus den Fingern.

Jetzt hatte ich das Metallding. Der war ich, der damit herab zuhauen hätte können. Eine Schädeldecke zu zerdeppern.

 

Mit weit aufgerissenen Augen stierte ER mich an.

Voll hatte ER die Furcht vor dem Eisenstock, den Hieben, die ich IHM damit drüberziehen konnte.

Ehrlich, jetzt kannte ich IHN tatsächlich urplötzlich.

Er war Fransen.

Daß ich nicht augenblicklich gewußt hatte, wer das war? Daß mir das nicht unmittelbar eingefallen war? Keine Ahnung. Jedenfalls war ER es, Fransen.

Irre erbärmlich sah Fransen aus, mir am steil abfallenden Gelände daliegend.

Von nichts, was mir vorhin noch so groß an Gestalt an ihm bei mir rübergekommen war, war bei Fransen irgendwas übriggeblieben. Fransen, die allerjämmerlichste, mitleidserregendste Kreatur, die einer sich nur vorstellen konnte. Links und rechts lief Fransen schwarze Soße die Mundwinkel herunter. Ein verhältnismäßig dicker Fluß undefinierbarer Flüssigkeit. An Blut erinnerte das nicht unbedingt. So was von einem üblen Gestank, der von Fransen wegging. Nicht nur, als hätte Fransen sich frisch in die Hosen gemacht, das war echter Totengeruch. Paßte alles ausgezeichnet zu der kackbraunen Hose, die Fransen an den Beinen hatte, dem ekelhaft fleckigen Mantel, die dünne schwarze, löchrige Weste.

Schweiß lief Fransen am eingefallenem, hohlwangigem Gesicht, tropfte bei Fransen. Mir war, als fehlten Fransen, der voller finsterer Erwartung dessen, was von mir jederzeit schmerzensreich kommen könnte, den Mund fletschte, jetzt sämtliche Zähne.

 

Da war nichts als dunkler Rand. Dahinter ein Schaum von ekliger Schwärze.

Der metallene Gehstocks Fransens, wirklich das edelste Teil an Fransen.

Mit einem gräßlichen Drachenmonster mit weit aufgerissenen Maul droben am Knauf. Realste Plastik. Zum Angstkriegen.

Den eigenen Metallspazierstock hob ich für Fransen an, drohte damit Fransen, das erste Mal nach ihm zu schlagen. Daß Fransen am Rücken liegend heftig vor mir zurückzuckte. Rückwärts ruckte Fransen.

Statt jedoch auf Fransen hinunter loszuhauen, guckte ich bloß voller Häme auf Fransen. Dann warf ich Fransen seinen hübsch massivenmetallenen Spazierstock an den geteerten Rand der Geiersdorfer Bergstraße hinunter. Daraufhin ballte ich für Fransen die Fäuste. Für Fransen, hilflos allem ausgeliefert, was immer ich beliebte, mit ihm anstellen zu wollen. Total, die Verzweiflung bei Fransen. Unartikulierte Krächzlaute, die Fransen vernehmen ließ, mich zu beschwichtigen.

 

Nichts, das ich Fransen dort angetan hätte. Fransen, das war eine Laus. Einfach eine Laus zum Zerdrücken. Weiter war der nichts.

Ich beabsichtigte nicht, der zu sein, der das bei Fransen tun würde. Außerdem gab es Zuschauer. Drei Augenpaare.

Herablassend, der Wink, mit dem ich Fransen bezeigte, daß er von mir fortmachen könnte. Daß er das ohne weiteres dürfte. Nicht irgendeine Kleinigkeit, die ich dagegen zu unternehmen gedächte.

Wenigstens nicht, solange Fransen nicht ein bißchen etwas dafür machte. Solange bei Fransen weiterhin nicht viel los war. Daß die Zeugen such jemand anderen als mich als handelnde Person sehen konnten. Fransen, im Grunde genommen doch nichts als ein feiger, langweiliger Meuchler, gut dabei, wenn es sich um Sachen von hinterrücks handelte. Während Fransen von jemand Ahnungslosem die Rückansicht präsentiert kriegte, war Fransen zu allem fähig. Da entwickelte er große Macht.

Tatsächlich, meine Rechnung paßte. Nicht lange, daß Fransen sich von mir bitten lassen wollte. Die Möglichkeit nützte Fransen, die ich ihm in meiner Großzügigkeit gewährte. Nicht etwa die für den Faustkampf, Mann gegen Mann. Einen Tritt gegen mich wagte Fransen ebenfalls nicht. Herum warf sich Fransen. Auf allen vieren kroch Fransen, die letzten Meterchen Passage den Hang hoch, mir seine Rückansicht mit beflecktem Mantel und Schuhen mit kaputten Sohlen darbietend.

Die Baumgrenze des Waldes erreichte Fransen. Einige wenige Sekunden, dann war Fransen zwischen älteren, dickstämmigeren Tannen-, Eichenbaumgestalten meinem Blick entschwunden.

 

Kaum jedoch war Fransen auf und davon, mir unsichtbar geworden, daß sich bei mir das Adrenalin mit Höchstgeschwindigkeit abbaute. Regelrecht, daß ich im Stehen auf der Hangschräge in mich zusammensackte. Den stechendsten Schmerz spürte ich von hinten, von meinem Rückgrat her. Die Folgen meiner alten Verletzung aus meiner Soldatenzeit.

Trotz der Pein, die mich zum Weinen, zum Keuchen und zum Seufzen brachte, konnte ich aufrecht stehen bleiben. Sogar mich einigermaßen fortbewegen, um vorsichtig und in Zeitlupe Richung Teerstraße hinuntersteigen, die Augen verdrehend, in der Gegend rumstöhnend.

 Der Sport, den ich betrieben hatte, Fransen hinterherzukommen, war ziemlich der Mord für mich gewesen. Mußte ich schon zugeben.

 

*

 

 

Neunzehnter August, meine Tagebuch-Datei geöffnet.

Nach der Mitternachtsstunde, Sonntagnacht. Uhrzeit: 01:17 Uhr.

 

Was treibe ich nur seit etwa eineinhalb Stunden?

Schon irre.

 

Jetzt zum Beispiel bin ich wieder zurück auf meiner Bude.

 

Was ich anstelle?

Das, ich treibe mich im Wohnheim herum.

Die nächsten zehn Minuten lang war ich vorhin unterwegs.

Geht Licht an, höre ich jemanden, verdrücke ich mich eilig, ängstlich auf die Stiegen des Treppenhauses. Horche von dort atemlos.

Seitdem ich im Gebäude herumgeistere, sind die Leute, die mir begegnet sind, immer am Ausgehen gewesen. Nie, daß einer, eine hereinkam.

Während ich im Hausinnern festsitze. Voll angezogen. Praktisch in meiner Ausgehmontur.

 

Also, erst mal habe ich mich stundenlang nicht zur Budentüre hinausgetraut. Seit zwanzig Uhr war dem so, man stelle sich vor.

Eineinhalb Stunden her, schaffte ich das dann mal, durch die Tür hinauszukommen. Anschließend hing ich im Hausinnern fest, spielte einen Wohnheimgeist.

Anders kann ich das nicht beschreiben, was mit mir los ist.

Im Finstern, daß ich von Tür zu Tür mache. Gegen jede Türfläche drücke ich mein Ohr ...

Still, die Welt im Wohnheim, heute. Für mich zu still.

Obwohl zum Beispiel auf meinem Hausetage fast keiner in den Semesterferien heimwärts gefahren war, ist deswegen heute keiner daheim, bei sich in der Bude drinnen.

Kann nicht sein, daß sie allesamt schlafengegangen wären. Das heißt, sie müssen ausgegangen sein. Sie haben Spaß. Denn: Keine, keiner ist schon wieder daheim?

 

Bei Robbie, daß ich bei jedem meiner Wohnheimausflüge bisher länger an der Tür gelauscht habe. Natürlich bei Nadine hier oben nebenan bei mir und bei Kathrin. Auch bei Trendy.

Bloß, drinnen in den Buden: Stille.

Allerorten ist dem so. Als wäre das Wohnheim ein ausgestorbener Ort.

Wirklich, hätte ich nur den kleinsten Schimmer Helligkeit unter einer Türschwelle gesehen, den allerleisesten Ton von Musik oder ähnlichem drinnen erlauscht, hätte ich den Klingelknopf gedrückt. Gleichgültig, ob ich den, die kannte, der hinter der Tür die Räumlichkeit bewohnte.

Und wäre derjenige für den Samstabend, die Nacht des Sonntag fertig zum Fortgehen angezogen gewesen, hätte ich ihn gefragt, ob ich ihn nicht dorthin begleiten dürfte, wo er hinging. Ich spendiere ein Bier, einen Drink, auch einen Cocktail, wenn man einen Cocktail mochte. Mir ganz egal, Hauptsache, ich durfte die Begleitung sein.

 

Nur - es herrscht tote Hose im Wohnheiminnern. Jetzt haben wir nach ein Uhr am Sonntag, weiterhin habe ich nicht mitgekriegt, als ich auf den Etagen herumtanzte, daß jemand wieder für seine Wohnheimbude eingetroffen wäre.

Irgendwie fühle ich mich einsam auf der Welt. Von allen alleinegelassen.

Am allerschlimmsten von Angelika. Angelika, das Mitstück, das nicht einmal für mich das Smartie drückt, wenn ich sie anrufe. Auf keine Kurznachricht antwortet Angelika mir.

Eine flehentliche SMS habe ich ihr vor einer Viertelstunde geschrieben, Angelika gefragt, was ich getan habe, daß sie nicht mit mir telefoniert, mir nichts schreibt. Ich bräuchte es dringend, Angelikas Stimme mal wieder zu hören, heute, dringend. Jederzeit könnte sie mich anrufen. Oder mir Bescheid geben, wenn sie, Angelika, irgendwohin ausgegangen ist. Ich käme dorthin, auf der Stelle.

Bloß, Angelika, bei der tut sich nichts. Angelika rührt sich nicht für mich. Wegen mir spielt sich bei Angelika nichts ab.

 

War gerade wieder für fünf Minuten auf den Stockwerken über und unter mir auf der Reise.

Weiterhin alles beim alten: Nadine, ausgegangen.

Niemand auf meiner Etagenhöhe ist auf seiner Bude.

Wäre Trendy gestern abend daheimgeblieben, wäre ich jetzt sicher bei Trendy drunten.

Wenn Trendy mir die Budentüre aufmachen würde, ich weiß nicht, ob ich ihr nicht auf Trendy losgestürzt wäre, Trendy in den Arm zu nehmen. Mich mit Trendy zu wiegen. Minutenlang. Hätte Trendy sicher nicht mehr so schnell losgelassen.

 

Kathrin aus dem fünften Stock oben, wäre aber eher eine nach meinem Geschmack. Schon eher als Trendy mit ihrer Dickleibigkeit.

Im Aufzug, daß Kathrin mich immer so nett angelächelt hat. Bis ich letzten Dienstagvormittag mit Kathrin mal über dies und das ins Gespräch gekommen bin.

Kathrin hat die Uni gewechselt. Wird demnächst hier mit dem dritten Semester Bio- und Zoologie anfangen. Als Bedienung arbeitete Kathrin die Semesterferien durch tagsüber im In-Café. Ein Freund, den sie hier an der Uni hat, hat Kathrin den Job besorgt.

 

Hätte Kathrin gerne gefragt, ob sie mich nicht zu sich reinlassen würde. Sogar jetzt noch, mitten in der Nacht.

Scheiß doch auf Angelika und Angelikas Reichtum.

Angelika ist schließlich die, die nichts mehr von sich hören läßt. Was immer ich mache, für mich stellt Angelika sich tot. Was mir nichts anderes sagen sollte, als das: sehr viel Interesse hat Angelika momentan nicht an mir.

Anfangen hätte ich Kathrin damit können, mit Angelika. Daß Angelika schuld daran hätte, daß ich nicht schlafen könnte. Unbedingt bräuchte ich jemanden zum Reden. Hätte Probleme. Mit Angelika, aber auch mit anderen Leuten. Aber am schlimmsten das mit Angelika. Seit ein paar Tagen hat Angelika mich überhaupt nicht mehr lieb. Eine Kurznachricht nach der andern läßt mich Angelika schreiben. Rufe ich an, darf ich Angelika auf die mailbox sprechen. Sonst geht nichts mit Angelika. Nichts für nichts.

An Text, an Text hätte es mir bei Kathrin sicher nicht gemangelt.

Bloß, es herrschte hinter Kathrins Türe die gleiche Stille wie hinter den restlichen Türen.

 

Einfach so bei Kathrin zu klingeln, das traute ich mich bisher nicht. Schließlich kannte Kathrin mich eigentlich noch nicht so besonders. Nur vom Sehen her.

Weil, wenn zum Beispiel Kathrin bereits schlief ... Weckte ich dann Kathrin, schob Kathrin sich aus dem Bett, begab sich Kathrin zur Budentüre, öffnete Kathrin mir, sah Kathrin mich. Fragte Kathrin mich dann, was mir denn einfiele, sie, Kathrin, aus dem Schlaf zu reißen ...

Ähnliches hatte Andy letztes Wochenende im Wohnheim gemacht.

Andy, zwei Stöcker tiefer. Bei Jasmin. Bei Tür Jasmins hat Andy die Klingel gedrückt, ungefähr halb zwei Uhr in der Nacht soll Andy das gemacht haben. Von Andies Läuten bei ihr in der Bude wurde Jasmin aus dem nächtlichen Schlummer gerissen.

Darüber war Jasmin dann dermaßen sauer, daß Jasmin am Montag der Wohnheimleitung ins Büro gestöckelt war. Noch am selben Tag erfuhr Andy von der Sache. Andy, den Jasmin nur mühsam bei sich aus der Bude wieder hinausschieben hatte können, kriegte die außerordentliche Kündigung. Zuschauen mußte Andy, innerhalb von einer Woche auszuziehen. Grund: nächtliche Ruhestörung, Exhibitionismus, bei nacktem Oberkörper. Nur eine Schlafanzughose hatte Andy an. Und Andy war bei Jasmin drinnen, nachdem Jasmin ihm aufgemacht hatte, wollte einfach nicht sofort wieder bei Jasmin raus.

 
Da war ich besser vorsichtig mit dem Klingelknopf. Auch wenn ich besser als Andy angezogen war.
 
 
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