"Das digitale Tagebuch" (23.07. - 26.07), No. 4
Sechsundzwanzigster Juli, meine Tagebuch-Datei offen.
Donnerstag am Abend. Zwanzig Uhr. Genaue Uhrzeit: 20:02 Uhr unten rechts auf der Bildleiste.
War mal Pause, hier was reinzuschreiben.
Gestern hatte ich ein unwiderstehliches Widerstreben, mich nach dem Heimkommen auch nur kurz hier hinzusetzen, um in der Tagebuch-Datei textmäßig noch was festzuhalten.
Nun habe ich mich wieder zu einem Doppelklick aufgerafft: Tagebuch-Datei ist damit geöffnet.
Vor allem, weil da ein Schreck in mir war. Der, einzelne Dinge, die mir passiert sind, könnten dem Vergessen anheimfallen. Beziehungsweise, Dinge, die ich weiß, könnten sich mir plötzlich verändern. In dem Sinne, daß ich meine, ich hätte was ganz anderes erlebt als das, was ich erlebt habe.
Deshalb ... Deshalb sollte ich mich doch beeilen. Ehe sich mir Tatsachen abändern, verklären. So was.
Diesen Veränderungen, die sich in der Zukunft urplötzlich einstellen könnten, will ich hiermit zuvorkommen, ihnen hiermit widersprechen.
Das hier ist das Unmittelbare. Diese Version. So war das. Alles andere ist was anderes.
Also ist ab sofort wieder einiges an Getippe hier drinnen angesagt.
Das war ein langer, schrecklicher Tag. Der gestrige Mittwoch.
Möchte versuchen, das von mir Erfahrene, Erlebte einigermaßen vernünftig auf die Reihe zu bekommen.
Reichlich der Wahnsinn, den es gestern gegeben hat. In vielerlei Hinsicht.
Fangen wir zunächst langweilig an.
Vorvor- und vorgestern nacht, da fehlte sie mir vollständig, die Empfindung einer mich bedrängenden Präsenz. Die mit Manuela Dombrowski zu tun hat.
Wirklich, ich hatte nicht das Gefühl, da wäre was. Draußen, unten im Garten. SIE, die Einlaß verlangt. SIE und IHR Drängen, Verlangen, das an mir zerrte, dem ich jedoch bis dahin Widerstand leisten konnte.
Warum auch immer. Warum das auch so ist, daß SIE darauf angewiesen ist, meine Erlaubnis zu brauchen, um zu mir hereinzukommen. Jedenfalls ist SIE und alles bis jetzt draußen geblieben. Nicht, daß ich irgendwas Gegenteiliges wüßte.
Weil wegen IHRES Fehlens so ein Friede herrschte, ereignete es sich, daß ich zwei Tage hintereinander die Nachtstunden durchgeschlagen habe. Acht Stunden am Stück. Mann, so was war mir lange nicht passiert.
Keine Ahnung, warum das mit dem Nachtschlaf so gut hinhaute. Eventuell, daß half, daß Mutti mir einen Schlaftee bereitet hatte.
Hatte Mutti extra für mich in der Apotheke besorgt.
Vor der Mitternachtstunde hat Mutti mir die Tasse mit dem Schlaftee auf mein Zimmer gebracht, mir dabei zugeschaut, wie ich brav ausgetrunken habe. Erst dann ist Mutti gegangen, es zufrieden.
Schließlich war es Mittwoch am Morgen geworden. Gestern morgen. Ausgeschlafen, frisch für den Tag bin ich erwacht. Von irgendwelchen Träumen wußte ich nicht viel.
Nach dem Frühstück, während dem ich mit Mutti von den Kleinigkeiten sprach, die ich die Vormittagsstunden über anzustellen gedachte, habe ich mir telefonisch ein Taxi bestellt.
Das Gefährt samt Fahrer hat sich pünktlich kurz vor neun Uhr hier vorm Haus eingestellt.
Zunächst ging es für mich im Taxi nach den Straßen der größeren Stadt, auf das Amt. Mir die Doppelversicherungskarte abzuholen. War zu erledigen. Dauerte überhaupt nicht so lange.
Unmittelbar darauf ging es im nächsten Taxi Richtung Automechanikerwerkstätte. Zu 'Autorep.Heinz' ans Gelände ran.
Drinnen bei 'Autorep.Heinz' war der Verkauf meines Autos abzuwickeln.
Auf keinen einzigen Witz des selbsterhöhten Werkstättengroßarschlochs namens Heinz bin ich eingegangen. Habe ohne Unterlaß sauertöpfisch geguckt, was diesen Scheffe Heinz jedoch nicht daran hinderte, bespaßt zu sein, herumzuwitzeln. Ausschließlich das Arschloch Heinz hat gelacht.
Die Dopplerkarte zu bringen, hat die Oberbosse-Type mit Namen Heinz gemeint, damit wäre die Sache für mich erledigt. Den Rest, den mache jetzt die Werkstatt und später derjenige, der meinen früheren Wagen nun für sich kaufte. Mein Auto, das würde vorerst abgemeldet. Sobald sich ein neuer Besitzer für den Viertürer fände, würde neu angemeldet. Alles klar für mich? Dann, weil nichts dagegenstand, meine Unterschrift bitte auf den Abtretungsvertrag, dorthin, wo ich das Kugelschreiberkreuzchen sah.
Habe nur genickt, meinen Servus brav druntergesetzt.
Damit war der Schlußpunkt erreicht, es endgültig sonnenklar: Ich war ohne Auto. Mein schönes Auto war mir abhandengekommen. Zwar nicht von einem Tag auf den andern. Aber schnell genug. Von nun an war Autolosigkeit angesagt. Dafür hatte ich eine frische Summe Geld. Fünf Tausender. Keine Barzahlung auf die blanke Kralle. Aber die Fünftausend, von nun an bereit für alles Volk, das Geldbeträge von mir sehen wollte, das ging im Laufe der zwei, drei Tage auf meinem Bankkonto ein.
Auch was Schönes, oder?
Mit meinem Ausdruck des Vertragwerks bin ich ohne jeglichen Abschiedsgruß von meiner Seite raus bei Heinze aus dem Bonzewerkstättenbüro. Zum Schluß habe ich noch ein paar Kleinigkeiten aus meinem ehemaligen vierrädrigen Besitz herausgeholt, die mir gehörten. Mit diesen Dingen in der von mir mitgebrachten Sporttragetasche bin ich hinfort, habe das Betriebsgelände von 'Autorep.Heinz' verlassen, mir sagend, daß ich nie wieder einen Zentimeter Fuß zu 'Autorep.Heinz' hineinmachen würde. Für nichts. Außerhalb von 'Autorep.Heinz'-Landschaft habe ich mir mit meiner mitreisenden Telefongerätschaft das nächste Taxi bestellt.
Als der Wagen des Taxiunternehmens herbeigekommen war, habe ich mich hineingesetzt ins Fahrzeuginnere und den fröhlichen Passagierbringer informiert, daß ich zum Bahnhof der Stadt möchte. Dorthin sind wir also zusammen abgedüst. Der leutefahrende Mensch weitaus besserer Laune als ich. Viel, viel besser.
Am Bahnhofsgelände habe ich meine Tasche in ein Ganztagesschließfach eingesperrt.
Wie die Zeit mir verflogen war! Kaum hatte ich kurz rumgeschaut, war ich autolos geworden und es dreiviertel zwölf. Zwölf Uhr Mittag in einer Viertelstunde.
Heimwärts wollte ich nicht reisen. Deswegen bin ich in ein besseres Restaurant, das ich am Weg erwischte.
In dem Restaurant - 'Ristaurante Noblesse' - habe ich mir das teuerste Menü auf der Tageskarte bestellt. Das mit Langustenfleisch und Südseekrabben, helle holländische Sauce mit bunten Trüffelnudeln. Getrunken habe dazu eine Flasche Rotwein, Kostenpunkt: ein schlapper Fuffziger.
Ein Gefühl war das, als wäre ich am Mittelmeer, irgendwo in einem Küstenort. Hatte zwar nichts zu feiern, aber das immerhin. Trübe das Nichts, das war doch auch etwas. Ich meine, es mußte schon was sein, das, daß ich es mir gutgehen ließ. Wenn ich schon fünf Tausender in Erwartung hatte, wie die ahnungslose Jungfrau ein Kind. Wenn mir auch mein Automobil dafür den Abgang gemacht hatte. Gewonnen hatte ich die Scheine nirgends, eigentlich.
Während ich am Restauranttisch gesessen bin, ich einsam vor mich hingespeist habe, ist mir Manuela unvermittelt vor meinem geistigen Auge entstanden.
SIE, Manuela. Meine Manuela.
Damit hat es angefangen. Daß ich zur Ein- und Ausgangstüre des 'Restaurante Noblesse' gelinst habe. Unwillkürlich erwartete ich immer dringlicher, Manuela Dombrowski könnte mir, ihre dunkle Sonnenbrille auf dem kecken Näschen, zur Glastüre hereinmarschieren. Eigentlich, daß Manuela, nachdem Manuela es einmal für mich machte, ich außerdem die vergangenen Tage, Wochen so Empfindungen, Träume, Hirnklatscher hatte, die Manuela anbetrafen, es wieder frisch für mich machen konnte. Für eine neue Szene. Manuela, so hübsch, so überaus lebendig, gegenwärtig. Sogar anfassen, daß ich Manuela gekonnt habe, sie küssen. Das spüren, wie Manuela der Kuß auf die Nase niederging. Gewissermaßen Leibhaftigkeit.
Die Vostellung, die sich in mir aufbaute, da im 'Restaurante Noblesse', Manuela, die kam herein ins Restaurant. Einige Momente, daß Manuela herumschaute. Mich sieht Manuela dasitzen, natürlich. Zu mir nickt Manuela hin, erfreut, mich zu sehen. Ein breites Grinsen, das Manuela für mich im Gesichtchen stehen hat. Nichts Arges dabei.
Ein Sekündchen darauf, als wäre vorher keine Zeit gewesen, daß Manuela mit ihren blonden, langen Haare, dem schwarzen Minikleidchen langbeinig bei mir am Restauranttisch hockte. Um mir eins herzugrinsen. Mich anzugrinsen. Ich mußte doch Bescheid wissen, mit ihr wieder mal rechnen. Daß sie herkommen könnte zu mir. Daß sie nicht immer unbedingt eine Einladung dafür bräuchte. Das Unmittelbare ihrer Gegenwart, eine Tatsache, die konnte mir ohne weiteres geschehen.
Das Gegrinse, das ungefähr so viel ausdrückte: da schaue ich aber doof aus der Wäsche. Echt voll doof. Dabei könnte sie, Manuela, das bringen. Immer wieder mal bringen. Sich einfach zu mir hinbegeben.
SIE, SIE, die das konnte.
Manuela ...
Am Gnaden-Friedhof hatte Manuela ihr Grab.
Der Sargdeckel über Manuela war geschlossen. Haufenweise Erde lag auf dem Holzsarg drauf. Bei Manuela am Gnaden-Friedhof.
War mir jedenfalls zu Bewußtsein gebracht worden, daß dem so wäre, daß Manuela am Gnaden-Friedhof läge. Daß es schier unbegreiflich war, wie Manuela dazu kommen konnte, mir mitten in der Stadt nachmittags vorm 'Unteren' vor die Füße zu laufen.
Etwas, mit dem ich kaum fertigwerden konnte. Eine gewisse Problematik hatte das, was mich anbetraf. Damals, vor drei Wochen, nachdem ich es erfuhr, dann die nachfolgenden Tage, Nächte. Bis zum heutigen Tag hatte sich an diesem Problem wenig geändert. Es war quasi unbewältigt geblieben. Eine gewisse Hilflosigkeit, die ich deswegen spürte.
*
Sechsundzwanzigster Juli, meine Tagebuch-Datei aufgeklickt.
Donnerstag am späteren Abend. 22:18 Uhr.
Gute Lust hätte ich, mir alles wirklich vom Hals zu schaffen.
Ich meine, ich könnte meine Sachen packen, mir ein Taxi rufen. Das mich zum Bahnhof bringt.
Wäre gut mit dem nächsten Zug hinaufzufahren, um morgen früh im Laufe des Vormittags in meiner Studentenbude im Wohnheim anzukommen.
Vielleicht wäre droben meine Welt wieder eine andere. Ginge mir der ganze Manuela-Müll weg. Den keiner braucht.
Andererseits: Jetzt ist es nachts. Und SIE möchte, daß ich zu IHR hinauskomme. Oder, daß ich wenigstens das Fenster aufmache, IHR bezeige, daß SIE ins Haus kommen kann.
So was, das sollte ich tun. Irgendwas in der Art.
Was ich jedoch nicht machen will. Weil ich eigentlich gut auf SIE, Manuela, verzichten kann.
Dann ist da immer noch Mauth.
Von Mauth ist bis jetzt noch keine endgültige Absage gekommen.
Es besteht immerhin die knappe Möglichkeit, daß ich doch noch einen Anruf von Herrn Altdorf - oder aus seinem Büro, von Tina Weigelt - erhalten könnte.
Dann sollte ich hier anwesend sein. Weil ich bei Mauth ja schließlich arbeiten sollte. Damit bei mir wenigstens die Zeit der Semesterferien Geld hereinkommt.
Die Fünftausend, die können am Schluß auf einen Schlag weg sein.
Eine einzige Überweisung, zu der ich gezwungen sein könnte - schon ist von dem Betrag nichts mehr da.
Das mit Math will ich jetzt aber endgültig geregelt kriegen.
Morgen ist Freitag. Nachdem kein Mensch mich antelefoniert, rufe ich morgen früh dann selber bei Mauth an. Erkundige mich locker bei Altdorf, dem alten Personaler, wie die Lage denn ist. Immer noch genauso schlimm wie letzte Woche?
Wenn das mit der Arbeit bei Mauth nicht hinhaut, wäre das der Punkt, hier aus meinem alten Elternhaus wieder abzufahren. Weg von Orten, an denen mir die Unheimlichkeit dräut. Unheimliches ist mir bereits passiert, und Unheimliches ist weiter bei mir los, hockt mir quasi auf der Türschwelle.
Dinge sind das, die mir geschehen sind, die mir klargemacht wurden, daß man sich fragt.
Sollte ich nicht mehr alle Sinne beisammen haben, repariert sich das woanders vielleicht. Kriegt alles eine andere Perspektive.
Oder?
Doch keine so gute Idee, jetzt aus dem Haus gehen zu wollen. Wer weiß, was mir passiert, öffne ich die Haustür, trete ins Freie hinaus.
Schließlich spüre ich heute wieder IHRE Gegenwart.
Wahnsinn!
Habe jede Menge Recherche betrieben, was die Manuela-Dombrowski-Geschichte angeht.
Das Schreckliche daran ist nur, daß sich nichts daran ändert, daß Manuela Dombrowski ihr Grab am Gnaden-Friedhof hat.
Manuela Dombrowski ist bei einem fürchterlichen Unfall ums Leben gekommen. Das ist Fakt. Ein harter Fakt.
Der Rest, daß ich Manuela Dombrowski Wochen nach ihrem Ableben in der Stadt treffe, daß ich sonst auch Wahrnehmungen habe, die mit Manuela Dombrowski zusammenhängen - das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Das heißt, wenn mir Manuela Dombrowski nachmittags in der Stadt begegnet, ist das ein Problem - von mir. Auch die restlichen Erscheinungen, die ich habe.
Gut, ich bin plemplem.
Nur - warum sollte ich das plötzlich sein? In Zusammenhang mit Manuela Dombrowski?
Ausgerechnet mit Manuela Dombrowski. Eine Frau, die ich Jahre nicht mehr wiedergesehen hatte. Von der ich nichts mehr wußte. Bewußt jedenfalls nicht. Höchstens unbewußt.
Sehen wir, da fängt die Problematik schon wieder an. Die Frage: Was wußte ich von Manuela Dombrowski? Was wußte ich nicht von der?
Eine Schwester von mir war Manuela Dombrowski auf alle Fälle keine.
Bestens bedient bin ich in der Gegenwart, was das Sterben Manuela Dombrowskis anbetrifft.
Ich brauchte den Namen Manuela Dombrowski nur im Netz in die erstbeste Suchmaschine eingeben. Bald war ich auf die Seiten der örtlichen Medien gestoßen, die das Sterben Manuela Dombrowskis behandelten.
Das Geschehene mit Manuela Dombrowski war für mich parat. Lesbar. Sogar anschauen konnte ich mir in der Mediathek des Regionalfernsehens Filmaufnahmen. Auch das Lokalradio hatte für mich was an altem Programm, für mich anklickbar. Herunterzuladen.
Was soll ich sagen? Was Manuela Dombrowskis Ableben anging, die Vorkommnisse, die dazu führten, damit hatte ich die Vollbedienung. Das Fieber in meinem Kopf ist mir nichtsdestotrotz geblieben. Dieses Rätsel, dem ich mich gegenüberfand, den Knoten konnte ich nicht durchschlagen.
Wie, was, warum Manuela Dombrowski? Wenn die tot war, aus welchem Grund lief Manuela Dombrowski, die Tote, mir dann vor die Füße? Vorm 'Unteren' vor die Füße?
Für mich ist das kein Spaß. Weil ich der bin, dem sich das Mysteriöse nicht aufdröseln möchte. Mit einer Unmöglichkeit bin ich konfrontiert. Klar die Frage: Wie kann eine tot sein, mir nachmittags unter schönstem blauem Himmel nichtsdestotrotz den Weg verbauen?
Zweieinhalb Monate war Manuela Dombrowski da bereits tot. Monatelang lag Manuela Dombrowski schon am Gnaden-Friedhof unter der Erde.
Vor zweieinhalb Monaten, jenes Ereignis, das zum Ableben Manuela Dombrowskis geführt hatte. Daß Manuela Dombrowski verstorben sein sollte.
Das Geschehnis vor zweieinhalb Monaten war, daß Manuela Dombrowski bei zu hoher Geschwindigkeit in der Kurve die Kontrolle über das schwere Geländefahrzeug verloren hatte. Beim Dagegenprallen durchschlug der geländegängige Wagen, hinter dessen Lenkrad Manuela Dombrowski saß, die Kurvenleitplanken. Als Passagierin ging es für Manuela Dombrowski die steile Böschung hinunter. Bis eine Tanne mit dickem Stamm die Abwärtsfahrt des Automobils abrupt stoppte.
Bewegte Bilder gibt es vom Unfallort Manuela Dombrowskis.
Die Filmaufnahmen, die ein Kameramann von oberhalb, von der Kurvenumgebung hinab, gemacht hat, die habe ich mir heruntergeladen. Mir auf der Festplatte gespeichert.
Ein paarmal am Tag, daß ich mir das Filmdokument angesehen habe, seitdem ich es entdeckt hatte.
Zu sehen ist der schwarzfarbene Geländewagen unten an diesem dickstämmigen Tannenbaum. Feuerwehrleute, Polisten in roten, dunkelblauen Uniformen wuseln in der Umgebung herum, suchen den Boden ab. Vielleicht fehlte ihnen die Pistole, mit der Manuela Dombrowski herumgeballert hatte.
Von den Fernsehleuten des Regionalsenders durfte jedoch niemand direkt zu der Unglücksstelle hinabsteigen. Nur aus dieser Entfernung von der Kurve oben, daß man zu filmen die Erlaubnis hatte. Jedenfalls, daß niemand sich daran störte.
Es gab zwar Ton, aber die Rufe unten waren für die Kamera oben eher unverständlich. Zu sehen ist, daß zwei Polizisten an der Fahrertüre des Fahrzeugs an der dicken Tanne zerrten. Von einem Rotuniformierten der Feuerwehr, dem der Befehlegeber der uniformierten Polizisten das bezeigt hatte, wurde beim Geländewagen drunten das Seitenfenster auf der Fahrerseite mit einem großen, schweren Hammer eingeschlagen. Ein Notarzt, der einen weißen Kittel anhatte, war die Momente reglos nebenbei gestanden, kriegte jetzt Leben. Hinein griff der Arzt zu der reglosen langhaarigen Person auf dem Fahrersitz, tatschte an der Kopfpartie, der Halsgegend herum. Eine erste Behandlung, während ein zweiter des Ärztepersonals ihm Hilfestellung leistete, ihm irgendwelche Dinge hinreichte, dann eine Spritze. Nichts schien für die hinterm Lenkrad der Bringer zu sein. Das Moment der Reglosigkeit, das sich auf der Szene einstellte, hatte nichts Gutes zu bedeuten.
Versucht wurde von zwei Feuerwehrmännern, die hineingriffen, die Frau im Geländefahrzeug am Oberkörper hochzuzerren, um sie am Schluß durch das seitliche Fahrzeugfenster schnell herauszuziehen. Das mißlang, die drinnen steckte anscheinend richtig fest.
Der Nächststehende aus der Polizeimannschaft gebärdete sich wieder wichtig, gab Handzeichen, sagte ein paar dem Tonaufnahmegerät der Kamera undeutliche Worte. Daraufhin, daß großgewachsene Feuerwehrleute mit langen Metallzwickern sowohl auf der Beifahrerseite, auf der ebenfalls das Fensterglas weggeschlagen wurde, wie auf der Fahrerseite zu schaffen machten. Schließlich schien alles erledigt, faßte einer der Feuerwehrmänner ins Fahrzeuginnere hinein, zerrte die leblose Person, deutlich weiblich, langhaarig, dunkelblond, am Oberkörper von ihrem Sitzplatz hoch und durch die Seitenfensteröffnung hindurch heraus. Eine schwarze Lederjacke hatte diejenige an, dunkelblaue Jeans.
Sofort waren die Sanitäter für die Reglose da. Haben den Körper, wegen der Steilheit des Geländes, auf der Rettungsliege plaziert, festgehalten und angefangen, ihn festzuschnallen. Zwei Notärzte, die links und rechts vom Oberkörper der Bewegungslosen auf der Liege in die Knie gingen, versuchten gemeinsam eine Reanimation. Die nächsten Spritzen, die gesetzt wurden. Diverses ärztliches Hilfsgerät, das den Ärzten von ihren Helfern hingehalten wurde.
Ungefähr eine Minute, die trotzig hektische Aufregung geherrscht hatte, während nicht viel weiter vom ärztlichen Treiben drunten mitzubekommen war, weil Feuerwehrleute und Polizeibeamte in Uniform der Kameralinse, die von oben hinunterschaute, die freie Sicht versperrten. Dann erhob sich der erste der Weißkittel mit einer weißen Mütze am Kopf auf die Beine, sprach Worte in die Umgebung. Erkennbar die Resignation des Mannes, ehe er, wegen der Steilheit des Geländes wegrutschte, sich am Boden festhalten mußte.
Von drunten, daß einer der Feuerwehrleute in roter Einsatzuniform für die in der Kurve oben Herumstehenden heraufschreit. Überraschend vernehmbar, die Worte. Der Feuerwehrmann: 'Sie ist tot, Leute! Sie ist tot. Genickbruch. Das hat sie nicht überleben können.'
Die restlichen Filmaufnahmen zeigen, wie die Rettungstransportliege, angesichts der Steile nur mühsam von vier Männern hochgehalten, mit Hilfe eines Stahlseils, das von einer Drehwinde hinten am Feuerwehrwagen heruntergelassen worden war, hinaufgezogen wurde.
Über die Kante schafften die Leute von der Feuerwehr die Transportliege bei der kaputten Leitplanke. Hochgehoben wurde die Liege von oben wartenden Sanitätern, am Rand der Straße das Stahlseil von der Halterung an der Liege gelöst.
Diejenige, die auf der Liegenfläche festgeschnallt war, brachte der Kameramann nun bestens in Sicht.
Eine Reporterin sprach mit ihrem Mikrophon in der Hand einen Notarzt an, der sich über die Blondhaarige auf der Liege gebeugt hatte. Die Reporterin: 'Ist sie tot?'
Anwort des Arztes: 'Ja. Es ist bei ihr kein Herzschlag mehr zu spüren. Nichts mehr. Die Frau ist tot. Tut uns leid. Wir haben getan, was wir konnten.'
Die Reporterin: 'Aber, sie schaut doch nicht tot aus. Sie schaut eher aus, als würde sie friedlich schlafen.'
Antwort des im Arztkittels: 'Nein, sie schläft nicht. Sie ist tot. Die Blutungen sind innerlich. Daran ist sie unmittelbar bereits kurz nach dem Aufprall gestorben.'
Ein beistehender Feuerwehr mit schwarzem Bart, der sich einmischte. Der Bärtige: 'Die Airbags sind auf beiden Seiten nicht aufgegangen. Die Airbags hätten aufgehen müssen. Keine Ahnung, war die Airbags nicht aufgingen.'
Eindeutig für mich, Manuela, die mitten am Bild, aufgenommen von der tragbaren Kamera auf der Schulter des Kameramannes. Manuela Dombrowskis hübsches Gesicht, farbig und in sämtlichen Details aus allernächster Nähe aufgenommen.
Im Tod, Manuela Dombrowski, wirklich mit einem Aussehen, als würde Manuela Dombrowski nur kurz schlafen. Jede Sekunde, daß sie erwachen konnte, die Augen aufschlagen. Dann hochrumpeln, sich aufsetzten, um die in ihrer Umgebung zu fragen, was denn los wäre hier. Was die Leute bei ihr trieben. Die Kamera, was die sollte, warum die auf sie gerichtet war.
Das Bild habe ich hier am Rechner zum Stehen gebracht.
Klicke beim Tippen hier jetzt zwischen das stehende Szenenbild mit Manuela und der Tagebuch-Datei hin und her.
Nirgendwo der kleinste Blutfaden im Gesicht von Manuela Dombrowski. Nichts, das Manuela Dombrowski seitlich die Mundwinkel oder bei den Augen herauslief.
Verstorben, Manuela Dombrowski, trotzdem im Moment ihres Todes wie das blühende Leben. Eine, wie im Schlummer. Nur kurz, daß sie mal schlief. Um jede Sekunde zu erwachen ... Wortreich würde sie verlangen, auf der Stelle losgeschnallt zu werden. Was mit ihr gemacht wurde, das mußte man ihr erklären.
Trotzdem, nichts als härteste Tatsache, Manuela Dombrowski, die war infolge des Unfalls verstorben. Manuela Dombrowski hatte, so unverletzt sie auf diesen Kamerabildern auch wirkte, diesen Unfall in der Kurve nicht überlebt. Erst hatte Manuela Dombrowski bei zu hoher Geschwindigkeit die Leitplanke durchschlagen, war durchgebrochen. Das steile Gefälle hatte Manuela Dombrowski hinabgemacht, hatte den Einschlag an einem Tannenbaum nicht überlebt. Gegen den ihr der Wagen ungebremst krachte.
Gegenteiliges hatte nie irgendein Nachrichtenmedium gemeldet. Manuela Dombrowski, sie hatte nicht überlebt. Nicht einmal mehr in ein Krankenhaus haben sie Manuela Dombrowski gefahren, sondern in das Kühlhaus eines Begräbnisunternehmens.
Am Gnaden-Friedhof kann jeder, der sich danach erkundigt, die Auskunft erhalten, wo sich Manuela Dombrowskis Grab befindet.
Der Sargdeckel über Manuela Dombrowski war zugeklappt.
Das heißt, welche Probleme habe also ich?
Warum fröstelt es mich gerade? Weil ich da eine Präsenz wahrnehme. Die IHRE.
Sie verlangt, ich soll losmachen, SIE sehen. Etwas tun, daß SIE mir nahe sein kann.
Tot wie eine nur tot sein kann, sollte Manuela Dombrowski eigentlich sein.
Wie jede Tote, für die die Totenmesse in der Kirche lange gelesen ist, sollte Manuela Dombrowski friedlich unter der Erde liegen. Und keinem - zum Beispiel mir - über den Weg laufen können. Wie da vorm 'Unteren'. Als wäre das das Normalste auf der Welt, mich zu treffen, wenn man tot war.
Wie das sein kann, daß eine, die Wochen, Monate tot ist, mir lustig, unbeschwert vorm 'Unteren' den Spazierweg verbauen kann, das übersteigt meinen geistigen Horizont.
Ausgesehen hat Manuela nicht, als wäre ihr viel geschehen. An vielen Örtlichkeiten der Stadt sind Manuela und ich herumgeturnt. So deutlich war Manuela mir, so leibhaftig, körperlich manifestiert. Gespürt habe Manuelas Hand, Küßchen habe ich von Manuela gekriegt.
Und jetzt - im Augenblick dieser Sekunden - fürchte ich, daß Manuela draußen sein könnte. Ich bräuchte nur runtergehen, dann würde ich sehen.
Manuela Dombrowski, SIE ist bei dem Unfall da in der Kurve gestorben. Tot ist Manuela Dombrowski. Sollte tot sein wie eine nur tot sein kann.
Und nicht ...
Fertig macht mich das. Fertig.
*
Sechsundzwanzigster Juli, meine Tagebuch-Datei offen.
Kurz vor Mitternacht. Genaue Uhrzeit: 23:57 Uhr.
In mir ist dieser Zorn.
Entweder möchte ich zu meinem Fenster rennen, das Rollo hochmachen, in die Dunkelheit hinausschreien. Oder von dem Drehstuhl hier hochspringen, raus aus dem Zimmer, den Gang hoch, zur Stiege. Unten die Haustüre raus ...
Um was zu erleben?
Was habe ich am Schluß davon?
Nur, weil ich IHRE Präsenz spüre? Die von einer, die tot sein sollte? Die mir aber vor drei Wochen nachmittags vorm Unteren den Weg fürs Weitergehen verbaut hat. Als ob sie das dürfte, SIE, Manuela Dombrowski.
Wenn Manuela Dombrowski am Gnaden-Friedhof liegt, tief genug unter schwerer Erde in einem Holzsarg - dürfte Manuela Dombrowski das doch eigentlich nicht. So ohne weiteres nicht, oder?
Schon alleine, wie sich die obigen Zeilen dieses neuen Eintrages schon wieder lesen ...
Als hätte ich ein großes Problem. Irgendeinen ziemlichen Dachschaden.
Nur kann ich den nicht einsehen.
Keine Ahnung, warum ich vorhin mein Codewort bei spotPost eintippen habe müssen.
Vielleicht, weil ich drei Tage nicht mehr bei spotPost drinnen war, meine Briefe nachzusehen. Wollte das wissen, was ich Schönes im Posteingang hatte.
Auf der anderen Seite, was sollte sich bei spotPost finden, was die Postzustellung anbetraf? Großartig Spaß machte das nicht, überblickte ich die Namen der Leute, die mir Briefe schickten.
Lange Rede, kurzer Sinn, spaßig war daran nicht das geringste.
Laser04 hatte mir Briefe geschrieben. Die in meinem Netzpostfach bei spotPost gelandet sind, weil ich weder Laser04 noch kleinesHäschen dort bis jetzt auf den Index gesetzt habe. Weiter können beide das, mir wenigstens Brieftexte zu senden.
Im jedem der Texte, die mir Laser04 übermitteln mußte, steht geschrieben, daß bis spätestens nächste Woche das Schreiben seines Anwalts bei mir im Briefkasten meiner Realweltadresse eingetrudelt sein würde. Die Worte, die ich ihm, Laser04, zuletzt im Chat in Zeilenform hingetippt hätte, die würden mir teuer zu stehen kommen. Die von mir abgesonderten Inhalte sollten mich zumindest was kosten, was sich in Geldwert errechnete.
Laser04 und kleinesHäschen, die gehen in ihren Anschreiben nur noch solo.
Schwer für mich, es genau zu überblicken, aber die beiden Hübschen scheinen sich nicht mehr unbedingt zu verstehen. Jedenfalls textet kleinesHäschen nichts mehr im Namen von Laser04 und umgekehrt.
Laser04 und kleinesHäschen, jeder scheint für sich. Obwohl das Ziel weiterhin das gleiche ist: ich.
Auch nicht mehr die Rede davon, daß beide gemeinsam gegen mich antreten. Quasi im Partner-Look mit einem gemeinsamen Rechtsverdreher. Das ist anscheinend ebenfalls gänzlich unter den Tisch gefallen. Beide haben sie jetzt eine Anwaltsvertretung, die jeder für sich beauftragt hat.
Das hilft bei denen wirklich überhaupt nichts, daß ich sie jetzt schon wiederholt darauf aufmerksam gemacht habe, daß auch ich abgespeicherte Inhalte habe. Dinge, die Laser04 und kleinesHäschen in meine Richtung getextet haben. Ein paar Kleinigkeiten dabei, die sich haarscharf nach Beleidigung anhören, nicht nur dem Zweck dienen, mich so nebenbei heruntermachen zu wollen, sondern klare, verständliche beleidigende Ansagen für die Gerichtsmasse.
Leider bin ich unklug. kleinesHäschen und Laser04 stacheln mich ziemlichan, schon mal beleidigend, ausfallend zu werden. Bin schließlich aus Fleisch und Blut, muß mir nicht alles gefallen lassen. Gleichgültig, welche Geschichten ich früher bei Laser04 und kleinesHäschen abgelassen habe, wie verrückt die beiden das finden.
Das, daß ich ebenso dieses und jenes an Ausdrucksweisen von ihnen in der Hand habe, das wird von Laser04 und kleinesHäschen vollkommen ignoriert.
Ist aber auch gut. Wenn die meinen, weitermachen zu müssen, sich das mit mir nicht schenken zu können, ihre Sache.
Hat auch eine geistige Problematik, wenn man etwas nicht auf sich beruhen lassen kann. Wenn Spott, Häme Laser04, kleinesHäschen nicht reichen, dann muß dem eben so sein wie dem ist.
Ach, ich war vorhin auch noch kurz drinnen im Chat, auf der Haupt-Rolle.
Was soll ich sagen, ich war kaum dort anwesend, sind Laser04/2 und kleinesHäschen2 sofort ebenfalls auf der Szene erschienen. Augenblicken haben die zwei angefangen, nach mir hinzuflözen.
Obwohl ich nicht gelesen hatte, daß Laser04/2 und kleinesHäschen2 überhaupt in einem der Nebenräume anwesend waren, waren Laser04/2 und kleinesHäschen auf der Stelle für mich auf der Kampfwiese. Nur kurz mußten Laser04/2 und kleinesHäschen2 meinen Namen aufscheinen sehen, ihre Spottworte und Niedermach-Smilies für mich schußfertig am Brett.
Hat gewissermaßen auch etwas Unheimliches an sich, so was.
Zeige ich mich, sind die gegenwärtig. Kommen extra aus der Geisterwelt für mich, für eine Erscheinung, weil ich aufgetreten bin. Gleichgültig, von wo sie kommen.
Zu den restlichen Chat-Präsenzen hin fängt kleinesHäschen2 ohne den kleinsten Verdruß augenblicklich mit ihren Art Kleinkindertexten an.
kleinesHäschen2: a gugga a ma wida da, wer da wida reigschneit is
Laser04/2: der, der mit den toten tanzt. der ist wieder da. hurra! die leiche heute schon wiedergesehen?
kleinesHäschen2: nix tanze. nö-chen tanze. der treibt's mit de tote. am liebstn mit anner gonz bestimmtn totn.
Laser04/2: yep. der totenlutscher.
kleinesHäschen2: yes. yes. hat se segt dä typä. segt nix andräs. dä treibts mit totn. boing. boing. boing.
Laser04/2: nix dagegen zu sagen. glaubt ihm auch jeder. wo immer er sie ausbuddelt.
kleinesHäschen2: legga schmägga da totn riarts sä net da toddä boing boing boing.
Laser04/2: glaubt ihm doch jeder, daß er tote trifft. sogar unten vorm haus sollen sie bei ihm rumstehen. zombie-alarm. er hat ihn, den zombie-alarm.
kleinesHäschen2: segs wida, wi riechn dä totn. wi riechn dä totn wenn sä imma rauskrobble segs wida
Laser04/2: der weiß wie die toten sind wenn sie küssen. sag, magst echt nix reinschieben. wenn sie schon drunten ist. mußt sie doch nur rufen. dann .... dann kommt sie zu dir ... mach doch mal los. würd uns alle dringend interessieren. müssen wir von dir erfahren. könntest echt die cam anmachen, wenn ...
kleinesHäschen2: syss! missten syss kissen. syss kissen de totn, oda. wos segst es net jetzat? sogs. sogs. sogs dä leit.
Laser04/2: ja, genau! sag das wieder. sag uns allen das mal. allen hier. wie hat die tote geküßt? wie hat die geküßt? sag's uns, wie küßt die? sag's uns schnell noch mal. wie hat die geküßt? wie küßt Manuela?
So was von Sportsfreunde, Laser04/2 und kleinesHäschen2.
Hätte sie am liebsten, könnten sie den Knick bei mir sehen.
Nur dafür sind die auf der Reise, wollen mir knicken, die zwei. Mich wirklich knicken.
Ihr allergrößter Wunsch: Ginge ich unter ihren Tritten zu Boden, daß ich mich danach nicht wieder vom Boden erheben würde. Nie wieder.
Kann leider nicht davon ablassen. Habe die Soße von Laser04/2 und kleinesHäschen2 minimiert.
Weil ich das mit dem Ausloggen nicht schaffe. Ich MUSS sie lesen, mitkriegen, was sie schreiben. Das MUSS ich.
Deshalb blocke die neuen Namen von denen auch nicht.
*