Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

deMehr's K.K.-Expo, I 46

2. Mai 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #K.K.

 

46. Zurück auf der "Peter"

 

* Weiche Kissen, eine kuschelige Decke. Unfroh schlug René Depart die Augen auf, atmete tief durch. Alles in der Kabine rundum war ungefähr wie er es verlassen hatte. Als wäre in der Zwischenzeit nichts geschehen. Hier distanzierte sich das, was er auf dem Eiland erlebt hatte.

 

* Er, René Depart, war auf die "Peter" zurückgekehrt, ein sehr großes Glück. Andere hatten so ein Glück nicht. Ivan Hammer, Pierre Raul und Gina Davies blieben für immer auf der Insel. Auch Lisa Murat war tot, hatte Anton Dieger ihn informiert. Plötzlich war Lisa Murat am Sandstrand verschwunden. Alle hatten sie nach Lisa Murat gesucht. Und sie fanden Lisa Murat auch: Lisa Murat war mausetot. Zwei fingernagelgroße Wundmale hatte Lisa Murat hinten im Nacken, als wäre sie das Opfer eines "Vampirs" geworden. Und Markus und Helmut Unger fehlten ebenfalls auf der "Peter". Markus war verbotenerweise alleine auf Tauchgang gegangen. Nachdem Markus nicht wieder zurückkam, begann die Unterwassersuche. Eine vergebliche Suche. Helmut Unger hatte mit der Sucherei unter Wasser nicht aufhören wollen. Seit fünf Tagen gab es auch von Helmut Unger keine Spur mehr.

 

* Klopfen. Ohne daß René Depart "Herein" gerufen hätte, öffnete sich die Kabinentüre. Anton Dieger kam herein, gefolgt von Jack Spearbow. Der Gruß Diegers war freundlich, während Spearbow, der amerikanische Marinesoldat, bloß finster auf René Depart hinabblickte. Hustend meinte René Depart zu Jack Spearbow, daß er sich nochmals herzlichst dafür bedanken wollte, daß Spearbow ihm das Leben gerettet hätte. Jack Spearbow zuckte die Schulter, raunte, daß das nicht anders hätte sein können, weil er und Anton Dieger ja mitgekriegt hätten, wie er, René Depart, den Fels hinaufgestiegen wäre. Jedenfalls mußte René Depart dort ja irgendwann wieder runterkommen.

 

* Schweigen im Raum. Einige Momente der Fahrt im Militärjeep auf der Dschungelstraße mit Jack Spearbow am Steuerrad liefen vor René Departs geistigem Auge ab. Spearbow war wie ein Irrer gefahren. Ein Wunder, daß Spearbow keiner aus dem Jeep gefallen war. Anton Dieger störte die Stille der Gedanken, sagte, daß sie alle auf der "Peter" dafür dankbar sein müßten, daß Jack Spearbow am Strand aufgetaucht wäre. Das war ungefähr zwei Stunden, nachdem er, René Depart, mit Ivan Hammer, Gina Davies, Pierre Raul und Irene aufgebrochen war. Ohne Jack Spearbow würde es heute vielleicht die "Peter" gar nicht mehr geben. Jack Spearbow hätte den Dieselmotor erst zum Laufen gebracht. Und dann hätte Jack Spearbow die "Peter" in die Felshöhle an den Anlegeplatz für Klein-Uboote gesteuert. Dort hätten sie alle weiteren Reparaturen in aller Ruhe durchführen können. Und Jack Spearbow häte mit Diesel ausgeholfen, so daß der Tank jetzt bis oben voll war. Jetzt wäre die "Peter" zur Abreise bereit; sie könnten alle die Insel auf der Stelle verlassen. Jack Spearbow nickte ernst zu Anton Dieger hin.

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post