"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 356
Wie Christine Dombrowski aber rein ist zu mir? Auch durch das Fenster? Aber wie? Das Fenster war zugeklappt. Wie sämtliche anderen Fenster der Wohnungseinheit. Nirgends die allerkleinsten Einbruchsspuren. Nichts kaputt. An der Wohnungstüre waren die Sicherheitsketten...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 355
Bloß, meine Zähne sind - schon spaßig - die gleichen. Schauen aus wie immer. Außer dem Gefühl, es müßte sich was abspielen, tut sich nichts. Bis jetzt. Deshalb: Habe ich noch alle Tassen im Schrank? Bei dem, was ich die letzten Stunden so angestellt habe,...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 354
Dabei möchte Angelika doch ständig ein Auge auf mich haben. Mich in ihrem Blickfeld. Deswegen bin ich überhaupt nur raus, aus dem Meinhardt-Sanatorium. Weil Angelika schriftlich erklärt hat, die Verantwortung für mein Tun und Lassen zu übernehmen. Statt...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 353
Kaum war Angelika aus ihrer Vorlesung draußen, ist Angelika in der Caféteria gehockt, war Angelika mit Schnelltippseln auf ihrem Phon beschäftigt. Auch während dem Mittagessen in der Mensa. Mußte ja alles wissen, was bei Betsy abging. Alles erfahren....
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 352
Zu Betsy ist Angelika die Stationen im Bus gefahren. Finde, jetzt wird es bald mal Zeit für Betsy. Zeit dafür, daß Betsy sich was antut. Denn das, das Betsy nur dauernd gegenüber Angelika davon spricht, daß sie sich was antun will, das nervt. Das nervt...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 351
Ohne Angelika wäre meine kleine Welt eine andere. Eine ganz andere. Daß ich nach ein paar Tagen aus dem Meinhardt-Sanatorium hinausmachen durfte, habe ich Angelika zu verdanken. Schließlich hätte mich die Leitung des Meinhardt-Sanatoriums gerne noch ein...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 350
Außerdem will ich hier tippen, daß Meinhardt-Sanatorium-Ärzte Blutproben von mir an das Koch-Plank-Institut in der näheren Umgebung weitergeschickt haben. Die Forscher dieses Instituts haben entdeckt, daß Genabschnitte des in meinem Körper befindlichen...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 349
Mich läppisch auf das Bett zu binden, das reichte für mich und meine Kraft bei weitem nicht. Ich kreischte, bellte, bäumte mich auf, drohte, jede Sekunde die Fesseln zu zerreissen. Daraufhin verpaßte man mir mit der Spritze eine erhöhte Dosis Beruhigungsmittel,...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 348
Marlene, so müßte man heißen. Einhundertprozentig, daß sie, Marlene, bei jedem Schönheitswettbewerb siegen könnte. Unvermittelt, daß ich nach Marlene greife, Marlene, die aufschreit, am Arm zu mir herziehe, auf die Bettkante. Zwar wehrte Marlene sich...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 347
Im Krankenbett, daß ich zu mir gekommen bin. Zufällig während der Besuchszeit. Angelika und Mutti, die konnten ein paar Minuten nach meinem Erwachen zu mir herbeikommen, so erfrischt und putzmunter war ich bereits. Als hätte ich nur kurz ein Nickerchen...