"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 276
Hat irgendein Bettelbruder einen derartigen Gehstock bei sich, könnte er einem möglichen Betrachter irgendwann als nicht so ärmlich, verarmt vorkommen. Möglicherweise würde ich es mir überlegen, bei der Betrachtung dieses Stücks Eisens, der Pennertype....
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 275
Ich blicke Fransen, klar und deutlich, nur ein paar Meter von mir entfernt. Dann blinzle ich, und Fransen ist verschwunden. Ein Etage drunter: Das komisch aufwärts gerichtete Gesicht, das ich zu sehen glaubte, war ebenfalls das von - Fransen. Jenem Fransen....
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 274
Da war ich besser vorsichtig mit dem Klingelknopf. So schwitzig und barfüßig, wie ich unterwegs war. Nur in der Schlafanzugshose und mit einem Unterhemd an. Das alles ging mir durch den Kopf. Trotzdem drückte ich mich weiter am Gang herum. Kathrin, wäre...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 273
Bin im Finstern von Türe zu Türe. Auf meinem Stockwerk fast keiner, der in der Semesterferien heimwärts gefahren wäre. Fragte mich, ob sie alle schlafen würden. Oder waren sie ausgegangen? Keine, keiner schon wieder daheim? Bei Kathrin habe ich insgesamt...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 272
Irgendwelche Krächzlaute, die Fransen vernehmen ließ, mich zu beschwichtigen. Nein, Fransen, das war eine Laus. Zwar eine Laus, eine zum Zerdrücken. Allerdings beabsichtigte ich nicht, der zu sein, der das tun würde. Mit einem Wink habe ich Fransen bezeigt,...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 271
Den Eisengehstock, mit dem mein Gegner schwach, ungeschickt nach mir stach, umfaßte ich und riß ihn ihm wie nichts aus den Fingern. Jetzt hatte ich das Metallding. Ich der, der damit zuhauen hätte können. Mit weit aufgerissenen Augen stierte ER mich an....
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 270
Es sah wirklich nicht so aus, als ob ich keine Chance haben könnte. Auch wenn er das Gerät zum mörderischen Zuhauen hatte. Gezielt einmal am Kinnwinkel. Das reichte bestimmt. Ihn herschlagen zu können. Ganz nach Lust und Laune. Kein Ringrichter weit und...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 269
Allerdings blieb dieser markante, kantige, metallene Gehstock, den der andere weiterhin fest mit der Hand umklammerte. Um möglicherweise mit dem Ding zuzuschlagen, hatte er sich erst von seinem Schock, daß es für ihn mit dem Überraschungsmoment bei mir...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 268
Dort gab es Teelichter, jede Menge Grabkerzen, einzelne Blümelein, Blumensträuße. Dazu eine Fotografie Manuela Dombrowskis in einem goldfarbenen Bilderrahmen, der an einem herabhängenden Alu-Draht festgemacht war. In die Hocke war ich gegangen, hielt...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 267
Irgendwann erwischen SIE mich schon, wenn ich aus dem Wohnheim rausmache. Bis dahin soll ich mir aber noch die Fingernägel blutig kauen. Christine Dombrowski, von der ich wußte, daß sie als Nutte arbeitete, stilmäßig bereits für ihre abendliche, nächtliche...