"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 416
Keine Ahnung, wie ich alles die ganze Zeit so ruhig ertragen konnte. Das eine oder andre Mal hatte ich ein nervöses Zucken, ein kurzes Zittern der Beine, mehr war im Grunde nicht bei mir. Dagestanden bin ich in der Gegend wie ein ausgeschalteter Roboter,...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 415
Haha! Gestohlen habe ich sie IHM nicht. Sie ist ein Geschenk von IHM an mich. Ob du es mir glaubst oder nicht. Eine echte Regentin hat die Krone am Kopf oben aufgehabt, hat hof gehalten? Hm! SIE hatte mehrere davon. Diese da war nicht IHRE wichtigste....
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 414
Das Schärfste, das Größte allerdings ist - eine Königinnenkrone. Auf einem blauen Samtkissen aufliegend mitten am Wohnzimmertisch plaziert. Eine echt goldene Herrscherinnenkrone. Zwei-, dreimal ist die edelsteinbesetzte Königinnenkrone schon durch die...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 413
Tatsächlich störte Angelika sich nicht daran, daß ich weggehen wollte. Sondern hat mich angenervt von sich fortgewunken. Weiß nicht, wie lange ich auf meiner Zimmerflucht meine Ruhe habe, wer insbesondere was von mir möchte. Jedenfalls habe ich erst mal...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 412
Mensch, Angelika, ich bin doch der, den du gern hast. Du bist meine Freundin. Hör mir zu: Manuela Dombrowski hat ihre Haare rotgefärbt. Kupferrot. Früher mochte Manuela Dombrowski aber ihre dunkelblonde Naturhaarfarbe lieber. Ich hab' ein Foto, Manuela...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 411
Bei allen Toten der Unterwelt, Manuela Dombrowski. Manuela Dombrowski, der hatte Angelika freudig eine Runde gewunken. Zu Angelika begab sich Manuela Dombrowski, Manuela Dombrowski in einem schwarzen Designer-Minikleid und dicker Sonnenbrille auf dem...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 410
Plötzlich, ich war auf dem Nachhauseweg in Angelikas Wohnung, rempelte mich jemand. Ich starrte den jungen Kerl aufgebracht an. Er und seine beiden Begleiter grinsten mir breit ins Gesicht. Die Frage ging an mich, ob ich unverzüglich was abbekommen wolle....
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 409
Herr Meierl hatte vor allem den Stockknauf mit dem dreibehörnten Drachen, der sein Maul weit aufriß - dabei plastisch ziemlich wirkte, als könnte das Vieh jede Sekunde zum Leben erwachen -, im Auge. Einhundertundzwanzig Eier, die er mir geben würde, meinte...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 408
Obwohl ich mich ziemlich matt fühlte, habe ich mich aufgerafft. In der Küche habe ich mir ein Heftpflaster besorgt, mir das Pflaster auf meine Brustwunde geklebt. Im Anschluß daran machte ich mich daran, mich stadtfein anzukleiden. Jeans, Shirt, Socken,...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 407
Statt dessen konnte ich auf meinem Zimmer dem Verlangen nicht widerstehen, das Ökologie-Lexikon aufzuklappen, um das EINE Foto auf ein neues hervorzublättern und zu betrachten. Was ich auf der Fotografie blickte, hat mich ein weiteresmal vollends an meinem...