"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 226
Ich: 'Hier, Frau Dombrowski!' Ein Papiertaschentuch aus der Packung, die ich mir aus der Hemdbrusttasche holte, reichte ich Frau Dombrowski mich vorbeugend rüber, statt aufzustehen, Frau Dombrowski tröstend in die Arme zu nehmen. Frau Dombrowski, die...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 225
Sie: 'Ah, ich kenn' Sie doch! Warten Sie - Bernd, Bernd, nicht wahr? Sie sind das, Herr Bernd. Ja doch! Sie waren mal länger mit Manuela zusammen ... Ach, ist das lange her.' Ich: 'Stimmt!' Sie: 'Kommen Sie doch bitte herein, Herr Bernd. Macht mir nichts,...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 224
Mit Sack und Pack habe ich mein Zimmer verlassen, habe zum Schluß im Nebenzimmer den Kabelrollenstecker gezogen. Den Flur bin ich hinuntergeschritten, habe die Treppenstufen hinabgemacht. Im Nu war ich aus der Haustür draußen. Ohne daß mir noch jemand...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 223
Das war es, das Momentum, daß Mutti schluchzend wieder bei mir raus ist, zu Vater hinunter, um aufs neue den Versuch zu starten, mit Vater zu sprechen, daß die Vernunft Wiederkehr halten sollte. Nach dem Abgang meiner Mutti bei mir in der Räumlichkeit...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 222
Seit Sonntag letzter Woche halb sieben in der Früh bin ich hier zurück. Nicht mehr im Haus meiner Eltern auf meinem alten Kinderzimmer. Hatte bloß bis heute nicht die geringste Lust, mit dem hier fortzusetzen. Überhaupt, das von dem Stick, auf dem ich...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 221
Dem Stamm des Tannenbaums, dem fehlt einiges an Rinde; eine hübsche Scharte hat er im Holz. Dort, wo Manuela Dombrowskis Gefährt dagegengeschossen war. Von einem Baumschiefstand konnte jedoch keine Rede sein. Habe ich mit meinen eigenen Augen gesehen....
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 220
Dergleichen könnte ich schon noch gut anbringen, bei meinem Vati. Wenn es sein müßte. Auch wenn ich als Folge davon möglicherweise einen Besuch beim Physiotherapeuten, Heilpraktiker ansagen müßte, der sich ausgiebiger um mich und mein Rückgrat samt kaputten...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 219
Zunächst mal hat Mutti mir aufs neue versichert, daß ich mir um nichts Sorgen machen müßte. Solange dürfte ich daheim im Haus meiner Eltern wohnen bleiben, wie ich das möchte. Selbst wenn ich die Zeit meiner Semesterferien keine Arbeit für mich fände....
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 218
Mit meinen in der Luft freischwingenden Armen schwimme ich an der unsichtbaren Grenzlinie entlang die Breite der Ein- und Ausfahrt hinüber. Das haute hin, das klappte bestens. Über die unsichtbare Grenze hinwegzuspazieren, geradeaus weiter hineinzulatschen,...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 217
Treibe ich ein bißchen Sport, hebe ich dabei unbedarfterweise ein größeres Gewicht falsch, kann es mir geschehen, daß ich mich im Rollstuhl wiederfinde. Verschärft. Mit der besten Chance, daß die nächste Rehabilitation bei mir fehlschlägt. Die Rollstuhlfahrerei...