Top-Posts
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 179
Das war ein langer, schrecklicher Tag. Der gestrige Mittwoch. Will versuchen, das von mir Erfahrene, Erlebte auf die Reihe zu kriegen. Ja, in mir, das unbestimmte Gefühl, diese Aufzeichnung, die sollte sein. Unbedingt. Die Kleinigkeiten für mich festzuhalten....
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 146
Als sie vierzehn, fünfzehn war, war Manuela meine Freundin, Geliebte. Knapp ein Jahr lang. Bestimmt zusammen waren wir ein dreivierteltes. Ewige Jahre her, eigentlich, heute. Daß mir das alles mit Manuela schlichtweg unbegreiflich ist. Eine unfaßliche...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 112
Wegen der Neuigkeit war ich total perplex. Die Zeitung hat mir die Zeitungsausträgerin hingehalten, und ich hab' sie genommen. Verabschiedet hat sich die Frau von mir, sich abgewandt, um von mir wegzugehen, weiterzumachen auf ihrem Weg, den Leuten ihre...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 78
Meint diese Frau Kammer zu mir, daß meine Begleitung kurze, schwarze Haare hatte. Schwarze Röhrenjeans an den Beinen. Ein weißes Topp, viel zu knapp; nahe dran, ein Bikiniteil zu sein. War spaßig. Frage: Können die Leute lesen? Hatte ich in der Zeitungsanzeige...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 245
Weiß nicht, was dagegenstand, Angelika anzufahren, Angelika eine volle Abfahrt zu verpassen. Statt jedoch was Gröberes in Richtung Angelika anzubringen, lasse ich mich von Angelika am Hemdsärmel mitziehen. Als wäre zwischendrinnen nichts gewesen, sitze...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 212
Obwohl es mich ganz schön gallig gemacht hat, das für Mutti tun zu müssen. Über Bettina und Tanja, Tanja, die, wenn Bettina eine Kleinigkeit spricht, an Bettinas Lippen klebt, habe ich im Angesicht von Mutti zu schimpfen angefangen. Sicher Bettina, die...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 191
Alles ausgestorben, bei Tabert drunten. Voll still und langweilig. Etwas für den Freund der reinen Häuserfassaden-Betrachtung. Was brauchte ich da ein Fernglas, wenn unterhalb nicht das allergeringste los war? Nach der zweiten Bierdose langte mir das...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 156
Der Tresen-Pirat, der schüttelte den Schädel mit dem roten Totenkopfmotivtuch oben, meinte zu dem Neuankömmling, er kriege dann ein Pils, wenn er auf der Stelle bezahle oder alles zahle, was er aufschreiben hätte lassen, den vollen Betrag. Nun räkelte...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 120
Ich entschied mich, besser mal hinzuschweigen. Weil ich mir Sorgen machte, bei einer falschen Tonart gegenüber Manuela unbestimmt herbere Punkteabzüge zu erleiden. Das mußte wirklich nicht sein, solange ich mich mit Manuela zusammen auf dem Weg zum Königweiher...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 89
Unfaßlich, unglaublich, das mit Manuela. Das mit Manuela und mir. Bei Helens bösen Dschinns, es ist nicht zu fassen. Manuela, ich hör' Manuela mit mir sprechen ... Manuela: 'Fährst du nirgendwohin in Urlaub, Bern-die?' Ich: 'Nein. Ist nicht.' Manuela:...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 52
Mit dem Auto hätte ich danach auch fahren dürfen, hätte ich schnell was zu erledigen gehabt. Oder hätt' ich zu Mauth auf Arbeit müssen. Voriges Jahr war dem ja so. Nachdem die Dämonen der Unterwelt sich bei mir guten Tag gesagt haben, mußte ich selber...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 216
Hatte das Gefühl, ich würde spinnen. Ich war nicht in der Lage, voran- und hineinzugehen. Auf die Idee bin ich gekommen, mich einfach vorfallen zu lassen. Konzentrierte mich darauf, mit beiden Händen auf dem Teerbelag aufzukommen. Daß ich möglicherweise...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 157
Vormittag, der Montag. Uhrzeit: 10:19. War in der Küche. Habe mir dort von Mutti eine Kanne Kaffee besorgt. Tiefschwarz und stark. Sagt Mutti zu mir, ich sollte mir mal wieder etwas mehr Schlaf gönnen. So, wie ich seit Tagen aussähe. Wie mein eigener...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 123
Manuela: 'Nein! Wart mal, Bern-die! Ich hab' mir gerade was überlegt. Ich hab' überhaupt nichts dabei, Bern-die. Kein Badezeug, nichts. Handtücher, Badematten will ich aber unbedingt haben. Ohne geht's nicht. Hättest du was dagegen, Bern-die, mich kurz...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 92
Manuela: 'Wir können auch später noch ins Joeys, Bern-die. Vorher könnten wir noch ins Mezzolatte reingehen. Ja, gehen wir ins Mezzolatte, Bern-die.' Ich: 'Warum nicht? Gehen wir vor Joeys noch ins Mezzolatte. Hab' ich nichts dagegen.' Bin voraus, hab'...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 59
Doch gut, es irgendwann nachlesen zu können. So war das, so ist das zwischen Manuela und mir gelaufen. Ein paar Einzelheiten im Kopf zu haben, ist das eine. Das Ganze am Stück verfügbar, was andres. Sämtliche Geschehnisse hintereinander, Tagebuch. Aufgereiht...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 176
Ein breites Grinsen Manuela Dombrowskis. Von dem Foto her hat Manuela Dombrowski breitest nach mir hergegrinst. Voll der Hohn, Spott in Manuela Dombrowskis Augen. Den Mund hab' ich weit aufgerissen vor Staunen. Das war ich mir sicher, daß, als mein Blick...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 142
Mülltonnen umgeschmissen, Autospiegel abgebrochen, Räder zerstochen ... Mit Drogen. Hab' mir was besorgt, geraucht, eingeschmissen. Alles mögliche, das ich angestellt hab', was Polizei hätte interessieren können. Heute würde ich sagen, was den damaligen...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 108
Im Lauf hab' ich angehalten, bin herumgestanden. Hab' auf das Licht gestarrt. Mich umzuwenden, zu schauen, was hinter mir wäre, das wag' ich nicht. Obwohl ich davon weggelaufen war, gern wissen hätte wollen, was rückwärts von mir los wäre. Vor mir, größer...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 71
Manuela: 'Weit über ein Dreivierteljahr waren wir richtig zusammen, du und ich. Solange wie mit dir war ich vorher mit keinem zusammen. Total verknallt war ich in dich.' Ich: 'Hm!' Manuela: 'Logisch doch, daß ich, obwohl ich schnell wieder einen neuen...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 38
Damit hat's mir für den Tag überallhin gereicht. Bis zum Rand. Nur noch schnell in die Apotheke bin ich, mir Schlaftabletten zu besorgen. Der Weißkittel da mir gegenüber hat die Tablettenschachtel vor sich auf die Glastischfläche hingelegt, mich mit scharfem...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 140
Die auf die Reihe zu kriegen, das will ich hier jetzt ungefähr versuchen. Frau Meier: 'Bald wohn' ich fünfundzwanzig Jahre hier im Haus. Demnächst feiern ich und mein Mann hier drinnen Jubiläum als Hausmeister-Ehepaar. Als die Dombrowskis damals eingezogen...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 106
Mit diesem Anblick war wirklich endgültig alles Geschwätz aus Manuelas Mund von vorhin vergessen. Alles voll egal. Solange es nur so war, daß ich bei Manuela dazwischen schaute, störte mich nichts. Nichts an Manuela. Überdies, daß Manuela mir ankam, mir...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 69
Manuela: 'Hört sich komisch an - 'nahegelegt' ...' Ich: 'Kann man sagen. War überhaupt nicht nett von denen. Wie die mich gedrängt haben. Ein paar Jahre war ich schließlich schon Berufssoldat, immer fit. Und dann zieh' ich mir plötzlich einen Schaden...
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"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 34
Wahnsinn! Bin wieder daheim. Froh, lebend wieder daheim angekommen zu sein. In meinem miserablen Zustand, der von zu wenig Schlaf herrührt. An allem hat das schuld! Mann-o-Mann, ich könnte tot sein. Mausetot. Es hat nicht viel gefehlt. Weiß überhaupt...